Grießflammerie mit Rotweinzwetschgen

Mit diesem Rezept bleibt man nicht nur länger bei Tisch sitzen, sondern holt sich auch an einem kalten Winterabend die nötige Wärme ins Haus.

Es ist Winter, die Natur schläft. Wir Menschen richten uns häuslich ein, und nur wer wirklich muss, geht vor die Tür. Der Ofen spendet Wärme und man bleibt länger bei Tisch sitzen. Da kommt so ein Grießflammerie gerade recht. Bei vielen ist es total out, aber ich liebe die Konsistenz aus fluffiger Schaumigkeit mit dem leichtem Biss vom Grieß.

Grießflammerie mit Rotweinzwetschgen (für 10 bis 15 Personen, je nach Förmchengröße)
500 g Milch
1 Vanilleschote
½ Zimtstange
20 g Butter
80 g Zucker (nach Geschmack)
Prise Salz, Zitronenschale
80 g Hartweizengrieß
2 Eigelb
5 Blatt Gelatine
500 g Sahne
2 cl Rum

Rotweinzwetschgen

500 g Zwetschgen
500 g Rotwein
1 Zimtstange
Zitronenschale und -saft
80 g Zucker
20 g Stärke oder Puddingpulver
20 g Cassislikör zum Anrühren
Schuss Sliwowitz

Milch mit Vanilleschote, ausgeschabtem Vanillemark, halber Zimtstange, Butter, Zucker, Salz und etwas Zitronenschale aufkochen lassen. Langsam Grieß einrieseln und unter ständigem Rühren etwa 5 Minuten quellen lassen. Grießbrei vom Herd nehmen und die Eigelbe nacheinander unterrühren, die eingeweichte Gelatine dazugeben und auflösen. Zitronenschale, Zimtstange und Vanilleschote entfernen. Jetzt den Grießbrei in eine Schüssel umfüllen und auf lauwarm abkühlen lassen. Bevor die Masse zu fest wird (30 Grad), die steif geschlagene Sahne und Rum unterrühren. Förmchen mit kaltem Wasser ausspülen und Grießmasse einfüllen. Gut einen halben Tag kühl stellen, damit die Masse durchziehen kann und fest wird. Zwetschgen waschen, halbieren und den Kern entfernen. Rotwein mit Zimtstange, Zitronenschale und Zucker aufkochen, mit angerührter Stärke abziehen. Zwetschgen zugeben und darin leicht weich kochen, sodass sie noch Biss haben und in Form bleiben. Mit Sliwowitz und etwas Zitronensaft abschmecken. Kalt stellen.

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Foodfoto: Reinhard Hunger; Styling: Volker Hobl