Herbstlicher Eintopf

Der Herbst ist die Jahreszeit für deftige Gerichte, Eintopfzeit. Je dicker die Suppe, desto heißer ­die Liebe. Viele Tipps und ein schönes Rezept.

Sattes Glück im großen Kessel. Oder: Acht waren geladen, zehn sind gekommen, das Wasser zur Suppe heißt alle will­kommen. Der Herbst ist die Jahreszeit für deftige Gerichte, Eintopfzeit. Je dicker die Suppe, desto heißer ­die Liebe. Manche mögen mit Eintöpfen ganz schreck­liche Kindheits­erlebnisse ver­binden – aber bestimmt nicht, wer eine Oma wie meine Oma Josefa hatte.

Beim Eintopf kommt es eben ganz darauf an, was man hineingibt und wie man ihn würzt. In jedem Fall machen Eintöpfe satt, manchmal sogar glücklich. Grundsätzlich kann man jegliches Fleisch und alle Gemüsesorten für Eintöpfe verwenden, sogar angefallene Reste. Eines ist allen Eintöpfen gemein: Sie schmecken erst nach dem zweiten Aufwärmen richtig gut!
Herbstlicher Eintopf (für 8 Personen)
500 g Kassler, gegart
¼ Kopf Wirsing, ¼ Kopf Weißkohl
4 mittelgroße Karotten
150 g grüne Bohnen
5 mittelgroße Kartoffeln
2 Gemüsezwiebeln,
2 EL Pflanzenöl, 1 TL Kümmel
1 Gewürzbeutel (mit Lorbeerblatt,
2 Nelken, 1 Chilischote, Schale
von ½ Zitrone, 1 Knoblauchzehe)
Fleischbrühe, Salz und Pfeffer,
Rotweinessig, 1 Bund Petersilie

Gemüse putzen beziehungsweise schälen, dann Wirsing und Weißkohl in Streifen, Karotten in Scheib­chen und Bohnen in 3 cm lange Stücke schneiden, Kartoffeln und Zwiebeln würfeln. In einem großen Topf Zwiebelwürfel in Öl glasig anschwitzen, ohne Farbe nehmen zu lassen. Dann Kassler und Gemüse hinzufügen. Kurz mit anschwitzen lassen, salzen und mit warmer Fleischbrühe aufgießen, Gewürzbeutel zugeben. Wenn alle Gemüse weich sind, mit Kümmel verfeinern, mit Salz und Pfeffer nachschmecken. Am Tisch mit einem guten Schuss altem Rotweinessig verfeinern und mit gehackter Petersilie bestreuen.

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Foodfoto: Reinhard Hunger, Styling: Volker Hobl

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