Kürbissuppe

Kürbissuppe? Und in zweierlei Ausführung? Schon höre ich die Leute rufen: »Nein, Anna, das kannst du nicht bringen, das ist nun wirklich zu einfach« – und obwohl ich mich zu meiner Vorliebe für konzentrierte, klare Brühen bekenne, möchte ich meine Variante der Kürbissuppe erläutern, denn der Kürbis gehört zum Oktober wie Halloween zu Amerika.


Ich verwende den Muskatkürbis. Er hat ein intensives, muskat-ähnliches Aroma und kann mit seinen starken Rippen bis zu 20 Kilo schwer werden. Er ist günstig und so ergiebig wie vielseitig. Meine zwei Varianten der samtigen Kürbissuppe sind je nach Lust und Geschmack einzusetzen oder auch parallel zu servieren. Für mich ist diese Suppe, egal welche Art, ein Sattmacher und ich vergleiche sie daher gern mit der deutschesten aller Suppen, der pürierten Kartoffelsuppe.

Kürbissuppe (6 Personen)
1 kg Muskatkürbis, geschält,
50 g Butter
1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
1 gehäufter EL frisch gehackter Ingwer
1 frische Chili, entkernt, gehackt,
je 1 Msp. Paprika-, Currypulver und Zimt
2 Tomaten, geviertelt,
200 g Orangensaft
1 l Gemüse- oder Geflügelbrühe
150 g Sahne
Zitronensaft
Salz

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Muskatkürbis schälen, Samen entfernen. Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Butter zerlassen, Zwiebel und klein gehackten Knoblauch darin angehen lassen. Kürbis, Ingwer und Chili zugeben, ebenso das milde Paprika-, das Currypulver und den Zimt. Die geviertelten Tomaten mit anschwitzen. Mit frischem Orangensaft ablöschen und mit Geflügelbrühe auffüllen.

Etwa 15 Minuten leicht köcheln lassen. Flüssige Sahne hinzugeben, nochmals gut durchköcheln. Die Suppe aufmixen und durch ein Haarsieb passieren. Mit Zitronensaft und Salz nachwürzen. Eventuell mit Brühe verdünnen.

Hier nun die beiden Varianten:
Asiatisch: Brühe zur Hälfte mit ungesüßter Kokosmilch ersetzen.
Traditionell: Chili und Ingwer weglassen. Mit gerösteten, gehackten Kürbiskernen im Teller anrichten und mit Kürbiskernöl beträufeln.

Foodfoto: Reinhard Hunger; Styling: Volker Hobl; Foto Schwarzmann: Jo Jankowski