Mignon »Montebianco«

Draußen liegt zum Glück noch kein Schnee, auf dem Teller kreiert unsere Köchin aber bereits schneebedeckte Berge. So entsteht ein kulinarisches Gipfelerlebnis.

»In der Herbst- und Wintersaison ist ›Montebianco‹ die Nachspeise par excellence. Vielleicht nicht gerade von der leichten Sorte, aber ein kulinarisches Gipfelerlebnis. Ich empfehle den sparsamen Umgang mit Schlagsahne: Der Maronengeschmack soll nicht unter Schneeschichten ersticken. Vor dem Servieren lasse ich die Mignons zwei bis drei Stunden im Kühlschrank ruhen, nicht länger, sonst trocknen sie aus. Die angegebene Masse reicht für acht Mignons. Wenn Maronenpüree übrig bleibt, rühre ich flüssige Schokolade darunter, lasse das Ganze drei bis vier Stunden im Kühlschrank ruhen und serviere die Mousse mit einem Häubchen geschlagener Sahne.«

Für 8 Personen

1 kg Maronen
10 g grobkörniges Salz
400 ml Vollmilch
550 ml frische Sahne
1 Vanillestange
10 g Zimtstange
1 Zitrone
150 g Zucker
Salz
70 g bitteres Kakaopulver
40 g Splitter von Zartbitterschokolade
100 ml Rum
30 g Puderzucker
4–6 glasierte Maronen

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Die Maronen waschen und auf der bauchigen Seite einzeln mit einem scharfen Messer einschneiden. In einer Pfanne in 2 Liter Wasser und grobem Salz 30 Minuten kochen. Die noch heißen Maronen schälen, dabei auch die innere feine Haut entfernen. In eine Pfanne 400 ml Vollmilch, 100 ml flüssige Sahne, 1 längs aufgeschnitte Vanillestange, 10 g Zimtstange, die Schalenstücke einer ganzen Zitrone, 150 g Zucker und eine Prise Salz geben und darin die Maronen 30 Minuten kochen. Die Zitronenschalenstücke sowie die Vanille- und Zimtstange herausnehmen und die Maronen abtropfen lassen. Mit der Kartoffelquetsche ein Maronenpüree herstellen. Das Püree in eine Schüssel geben. Das Kakaopulver, die Schokoladensplitter und den Rum sorgfältig darunterrühren. Die Masse im Kühlschrank ruhen lassen, bis sie fest wird. 450 ml Sahne an 30 g Puderzucker steif schlagen. Auf einem Servierteller das Mignon »Montebianco« aufschichten: Zuerst einen Löffel Sahne rund verstreichen, darauf die durch die Kartoffelpresse gedrückte Maronenmasse verteilen. Sahne und Maronenmasse Schicht für Schicht so auftragen, dass das Mignon nach oben spitz zuläuft. Mit einigen glasierten Maronen dekorieren.

Maria Scolastra kocht in ihrer Pension »Villa Roncalli« in Foligno bei Perugia, Umbrien. Sie schreibt neben Anna Schwarzmann, Christian Jürgens und Tohru Nakamura für unser Kochquartett.

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Foto: Reinhard Hunger; Styling: Volker Hobl

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