Rösler-Kuchen

Das Rezept für diesen Kuchen bekam die Oma unserer Autorin einst von ihren Nachbarn, Herrn Rösler. Der brachte es aus Schlesien mit. Die wichtigsten Zutaten: Sauerkirschen und Schokolade.

»Pur genascht vom Kirschbaum hat die Sauerkirsche nicht so viele Fans wie die Süßkirsche. Doch in Kuchen und Torten sind Sauerkirschen richtig schmackhaft. Gerade die Zartbitterschokolade bildet einen wunderbar herben Kontrast zum Sauerkirsch-Geschmack. Dieses Kuchenrezept bekam unsere Oma von Herrn Johann Rösler aus unserem Ort, der es aus seiner Heimat Schlesien mitgebracht hatte. Seitdem ist der Rösler-Kuchen unser Haus- und Hofkuchen. Im Winter auch mit Sauerkirschen aus dem Glas, aber immer mit selbst geriebener Schokolade, wir nehmen am liebsten die gute alte Blockschokolade.«

Für eine Springform
200 g Butter
180 g Zucker
4 Eier
150 g gesiebtes Mehl
125 g geriebene Haselnüsse
100 g frisch geriebene Zartbitter-Blockschokolade
1 TL Zimt
1 Prise Salz
etwas Zeste von der Zitrone
1/2 Vanilleschote, ausgeschabt
1 TL Backpulver
2 cl Rum
300 g frische Sauerkirschen, entsteint
Puderzucker

Butter schaumig schlagen, bis sie weißlich wird, dann immer abwechselnd etwas Zucker einrieseln lassen und 1 Ei unterschlagen. Den Vorgang wiederholen, bis die ganze Menge Zucker und die Eier verbraucht sind. Mehl, Haselnüsse, geriebene Schokolade, Zimt, Salz, Zitronenzeste, Vanillemark und Backpulver vermischen und anschließend unter die Buttermasse heben. Rum einrühren. Die Masse in einen mit Backpapier ausgekleideten runden Backrahmen füllen. Sauerkirschen entsteinen und auf der Kuchenmasse verteilen. Bei etwa 180 Grad im Ofen 40 bis 50 Minuten fertig backen. Den Kuchen auskühlen lassen, aus der Form nehmen und mit Puderzucker bestreuen.

Anna Schwarzmann kocht im »Gasthof Widmann« in Überacker bei Maisach und schreibt neben Maria Luisa Scolastra, Christian Jürgens und Tim Raue für unser Kochquartett.

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