Sagen Sie jetzt nichts, David Alaba

Der Fußballer über seine Popstar-Qualitäten, Paderborns Meistertitel und Stoßgebete vor dem Anpfiff.

    Geboren: 24. Juni 1992 in Wien
    Beruf: Fußballprofi
    Ausbildung: Seit der U17 beim FC Bayern
    Status: Ein echter Bazi

    Uli Hoeneß wurde einmal von einem besorgten Münchner angerufen, der ihn darauf hinwies, dass David Alaba und Franck Ribéry jeden Abend um die Häuser zögen. Von Hoeneß mit dem Vorwurf konfrontiert, sagte Alaba auf Wienerisch: »Herr Präsident, darüber muss ich noochdenken.« Als man sich tags darauf über den Weg lief, erklärte Alaba: »Da muss der Ribéry mit am andern Schwoarzen unterwegs gewesen sein.« David Alaba ist schlagfertig, lustig, fotogen – wie gemacht für ein »Sagen Sie jetzt nichts«. Doch beim Fototermin ist er zunächst zurückhaltend, unsicher, lustlos. Es dauert, bis er mit unseren Fragen warm wird. Also, David Alaba ist zu schlechter Laune fähig. Auf dem Platz macht er ja sowieso nie Quatsch: Da spart er sich alle Mätzchen, unnötige Übersteiger und Hackentricks, die er als technisch Hochbegabter locker drauf hat. Schnörkellos jagt er gegnerische Stürmer, öffnet das Mittelfeld, doppelpasst sich mit Ribéry in fremde Strafräume hinein. Das wird er auch nach seiner Verletzungspause wieder so gut machen, dass sich Fußballdeutschland wünscht, Alaba nähme neben der österreichischen Staatsbürgerschaft auch die deutsche an. Weil die Verhandlung stockt (siehe Foto 4), ein letztes Angebot: Ihr kriegt Felix Neureuther, wir David Alaba. Deal?

    Fotos: Tibor Bozi

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