Anleitung zum Nichtstun

Am vergangenen Sonntag habe ich nichts gemacht. So gut wie gar nichts, nämlich fast nichts. Ich habe zum Beispiel – und damit fängt die Sache schon an – einen Beitrag über das Freizeitverhalten der Deutschen im Radio gehört. Grundaussage: Wenn die Bundesbürger mal nicht Arbeiten müssen, um sich selbst, Griechenland und den Rest der Welt zu retten, wenn sie also einfach mal Zeit für sich haben, dann Glotzen sie. So richtig klassisch mit Fernseher, Satellit oder Kabel und Fernbedienung, nicht etwa mit einem Streaming-Dienst, der tolle Serien einfach aus der Luft saugt. Und auch, wenn man sich fragen mag, was die Menschen da bitteschön anschauen: Für 97 Prozent der Deutschen ist das Fernsehen immer noch die Freizeitbeschäftigung Nummer Eins, wie in einer breit angelegten Studie herausgearbeitet wurde.