Tsu-ke-mo-no!

Gemüse selber zu fermentieren, gehört gerade zum Küchenhipstertum wie vor kurzem noch ein Bart und große Kopfhörer. Wer den Spott erträgt, wird mit Geschmack belohnt.

Kleine fermentierte Gemüse passen bestens zu Craft Beer, Sobanudelsalat oder zum Fernsehteller mit Butterbrot. Doch die Prozedur scheint erst einmal etwas mühsam zu sein - vor der Anschaffung großer, schwerer Gärtöpfe gibt es eine Hemmschwelle. Mein Kochbuch zu dem Thema war nicht gerade ein Bestseller, inzwischen ist es vergriffen. Vielleicht hätte ich mich damals mehr mit dem Thema »angstfrei fermentieren« auseinandersetzen sollen. Vergangenen Sommer dann brachte mir eine befreundete Shiatsu-Therapeutin die Lösung mit. Einen Tsukemonoki. Und zwar direkt aus Japan, einem Epizentrum weltweiter Fermentationskultur. Es handelt sich um einen Plastiktopf mit einem Schraubdeckel und einer starken Feder, die einen zweiten, inneren Deckel im Topf nach unten presst. Funktioniert genauso wie ein Gärtopf, ist aber klein, leicht und billig. Die Dinger gibt es zum Beispiel hier.