Wie übersetzt man »leiwand«, Rainhard Fendrich?

Der österreichische Sänger im Interview ohne Worte über seine Macken, einen typischen Tag im Kaffeehaus und die Droge, auf die er nicht verzichten kann.

Geboren 27. Februar 1955 in Wien
Beruf Sänger, Moderator, Schauspieler
Ausbildung Katholisches Internat, Schauspiel- und Gesangsunterricht
Status He is from Austria

Fendrich hat vor dreißig Jahren ein Lied geschrieben, das oft als »heimliche Hymne Österreichs« bezeichnet wird. Er besingt darin sein Heimatland mit Zeilen wie »Da kann ma’ machen, was ma’ will, da bin i her, da g’hör i hin« und »Auch wenn ma’s schon vergessen ham, i bin dei Apfel, du mei Stamm«. Und dann schwingt er sich auf zum Refrain: »I am from Austria.« Nun ja, lupenreines Wienerisch ist das nicht. Aber so eine Hymne soll ja gern auch weltweit wirken. Und mit Wirkung kennt sich Fendrich aus, der Mann gehört zu den erfolgreichsten Vertretern des Austro-Pop, er hat Hits geschrieben wie Oben ohne, Es lebe der Sport und Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk. Nebenher betreibt er, wie er mal irgendwo freudig über sich gelesen hat, »eine gut­gehende Grimassenschneiderei«, jahrelang moderierte er die Kuppelshow Herzblatt. Es gab Zeiten, da ging es etwas rund in seinem Leben, er machte Kokain-Schlagzeilen, aber die ließ er mit viel Wiener Schmäh ziemlich schnell hinter sich. Heute ist das alles Schnee von gestern. Gerade ist Fendrichs neues Live-Album Für immer a Wiener erschienen, und bis Oktober stehen schon wieder mehr als zwanzig Konzerte an – ein Großteil davon in Deutschland, wo er auch nach fast vierzig Jahren Karriere die großen Hallen füllt.