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aus Heft 31/2008 Sport 2 Kommentare

Wir sind alle Chinesen

Neun deutsche Sportler zeigen Haltung und erinnern an die Opfer chinesischer Staatswillkür

Von Julia Rothhaas und Mauritius Much;  Fotos: Noshe



Hu Jia engagiert sich für Aids-Waisen, Umweltschutzprojekte und Korruptionsopfer. Mehrfach kritisierte er die Menschenrechtslage in China. Im April 2008 wurde er zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
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Kommentare

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  • Miodrag Conic (1) Dass China keine Demokratie ist ist hinlänglich bekannt.
    Dass ber. viele Spiele unter vergleichbaren Bedingungen
    in nicht demokratischen Ländern stattgefunden haben auch.
    China entwickelt sich schneller als jedes andere Land,
    mit guten wie schlechten Nebeneffekten und daraus folgenden
    Gefahren für die Gesellschaft. Im Übrigen würden unsere
    westlichen Volkswirtschaften genauso wie unser eigener
    Wohlstand auch schlicht zusammen brechen, wenn es die
    fleißigen Millionen Chinesen nicht gäbe, die bei weitem nicht
    nur kopieren, wie es hier so peinlich herabwürdigend gern dargestellt wird.


    Aber DAS peinlich oberflächliche mediale Theater, das bereits
    seit Monaten läuft... lässt einen Nachdenklichen nur verstummen.

    Die neun deutschen Sportler sind bestimmt ganz stolz auf ihren
    selbstlosen und -aufopfernden Beitrag zur friedlichen Entwicklung Chinas zu einer Menschenrechte bejahenden Demokratie...
    ´schlage sie alle für Bundesverdienstkreuz vor, ebenso wie denjenigen, der auf diese großartige und vor allem so originelle Idee gekommen ist.

    Man erinnert sich nur an den serbischen Schwimm-Europameister, der sofort vom Rest der letzten EM ausgeschlossen wurde (obwohl oder gerade weil er heisser Anwärter auf weitere Medaillen war), weil er bei der Medaillenverleihung still ein T-Shirt mit der Aufschrift "Kosovo ist Serbien" trug, Begründung: "Unerlaubter polit. Protest"

    Aber jetzt:
    Proteste und Tibet-Fahnen überall, ja willkommen sind sie...

    Bigott ist ein schönes Wort für das, was gerade passiert.
  • Louisa Reichstetter (1) Zu:
    Imke Duplitzer: »Wir kämpfen beide: Ich als Sportlerin um Medaillen, er als Anwalt für Gerechtigkeit. Doch was ist wichtiger?« Die Frage, was wichtiger ist, und beider Engagement somit auf eine Stufe zu stellen, finde ich erschreckend naiv. Es ist nicht wichtig, für Medallien zu kämpfen, wenn man in China einfach der Weisung des Kommitees folgt und stumm seine Leistung abliefert und nur zuvor mit einem kopierten Fahndungsfoto für die SZ posiert. Dieser O-Ton beschreibt die Bigotterie dieser Spiele auf drastische, ehrliche Weise.