aus Heft 30/2009 Ein Interview ohne Worte Noch keine Kommentare
Sagen Sie jetzt nichts, Bastian Sick
Ein Interview ohne Worte, in dem das Gänsefüßchen der Nation nichts sagt und doch alles verrät: über seine Lieblingsleseposition, die Rechtschreibreform und die Erotik der deutschen Sprache.
Von Henrik Spohler (Fotos)
Sie gelten als Experte der deutschen Sprache. Können Sie sich noch an Ihre erste Schulnote in Deutsch erinnern?
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Name: Bastian Sick
Geboren: 17. Juli 1965 in Lübeck
Beruf: Journalist, Autor
Ausbildung: Studium der Geschichtswissenschaften und Romanistik in Hamburg
Status: Gänsefüßchen der Nation
Während die anderen Jungs draußen Fußball spielten, studierte er drinnen das Wörterbuch, immer auf der Suche nach dem besten Ausdruck für seine ersten zaghaften Abenteuergeschichten und Theaterstückchen. Heute ist Bastian Sick Deutschlands penibelster Autor. Er bildet Sätze, die viele Deutsche nicht mal aussprechen könnten. Und erklärt auch noch, warum die einzelnen Glieder der sprachlichen Goldkettchen genau dort stehen müssen, wo er sie platziert hat. Das Stilmittel, das er besonders gut beherrscht, ist übrigens die Repetitio: Sein neues Buch heißt schon wieder Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, diesmal Teil 4. Wann ist der Genitiv denn nun endlich tot, Herr Sick?
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