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Neue Fotografie 20. Januar 2010

Rue du Skate

Interview: Daniel Heim 

Wir stellen Ihnen junge, talentierte Fotografen vor. Diesmal: Christian Blüm, der Paris einmal nicht romantisch, sondern roh und authentisch wirken lässt.

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Name:
Christian Blüm
Geboren: 1977
Ausbildung:
Studium zum Freien Foto-Designer, FDS Pforzheim
Website: www.cap10photography.com

Die Stadt Paris steht für Architektur und Romantik, wieso haben Sie sich Skateboardfahrer als Thema gesucht?
Ich bin mit drei Kollegen nach Paris gefahren. Zwei davon skaten selbst, dadurch hat man auch eine schnelle Bindung zu den Leuten vor Ort. Zudem haben wir bei einer Fotografin und einem Graffiti-Künstler übernachtet, dadurch hatten wir schnell einen Zugang zur Stadt und ihrer Kultur. Wir haben die Jugendlichen dann an dem sehr bekannten Pariser Skatespot The Dome kennengelernt.
 
Die Bilder strahlen eine erstaunliche Heiterkeit aus, entgegen der eigentlichen Ästhetik der Fotos - dem rauen, wilden Motiv des Großstadt-Skaters.
Ich wollte einen älteren, rohen Look. Beim Scannen der analogen Fotos habe ich die Dia-Rahmen erhalten, das gibt den Aufnahmen eine schöne Umrandung, zugleich aber auch  einen glaubhafteren, echten Rahmen. In der heutigen digitalen Totografie lässt sich ja alles beschönigen, verändern oder sogar neu entstehen - diesen Weg, wollte ich nicht gehen. Ich habe es den Protagonisten selbst überlassen, wie sie sich darstellen.

Welchen Eindruck hat Paris selber auf Sie hinterlassen?
Ich kann insgesamt feststellen, dass unser Aufenthalt in Paris durchweg ein positives Erlebnis war, niemand wurde abgezockt oder beraubt. Es gibt ja die ein oder andere Schauergeschichte über Paris. Ich möchte mich noch bei einigen Personen bedanken: Props an die BFB-Posse, Karim Bakhtaoui, Klap Clothing and Smile SB Boys.
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