aus Heft 42/2010 Das verstehe ich nicht 41 Kommentare
"Sie spinnen, Herr Jauch!"
Nur weil man plötzlich viel Geld hat, denken alle: Jetzt kommt bald die Kündigung.
Von Meike Winnemuth Foto: RTL/ Stefan Gregorowius
»Würden Sie mir noch einen Gefallen tun?«, fragte Günther Jauch letzte Woche, als ich die 500 000 Euro gewonnen hatte. »Würden Sie Ihre Kündigung bei der Süddeutschen Zeitung hier und jetzt übers Fernsehen einreichen?« Sie spinnen wohl, Herr Jauch, dachte ich, also sagte ich: »Sie spinnen wohl, Herr Jauch. Stattdessen kaufe ich den Laden«, und wahrscheinlich wollte er genau das hören. Trotzdem scheint die Frage damit noch nicht beantwortet zu sein, denn in den Tagen danach las ich in den Hunderten von Mail-, SMS- und Facebook-Glückwünschen Wildfremder und in den Augen der Freunde nur eine Frage: Wann hörst du auf zu arbeiten? Was machst du überhaupt noch hier? Deshalb also zum ersten Mal ein Das verstehe ich nicht in eigener Sache.
Ich verstehe es wirklich nicht: Warum ist es gesellschaftlicher Konsens, dass man arbeitet, weil man muss, und nicht, weil man will? Wieso sind sich alle einig, dass es nur um Geld geht – ein Interesse, das ich durchaus teile; ich habe schon hartgesottene Arbeitgeber in die Katatonie verhandelt – und nicht auch um Freude? Das Konzept von Arbeit scheint zwei Jahrhunderte nach der industriellen Revolution immer noch eines von elender Knechterei zu sein, unter Stöhnen erlitten, um dafür drei Wochen bei 28 Grad auf dem Rücken liegen zu dürfen. Ich kapier’s nicht: Warum sollte man jeden Tag acht, eher zehn Stunden für etwas opfern, was man nur widerwillig tut?
Vielleicht ist das die wahre Millionenfrage, nennen wir sie den Günther-Jauch-Test: Wer auf die Frage, ob er beim Gewinn von viel Geld kündigen würde, »sofort« sagt, sollte vielleicht auch ohne die Million gehen. Denn er ist am falschen Ort und hat fast schon die Pflicht, sich etwas zu suchen, was ihn glücklich macht – man hat nur ein Leben. Aber gehen, wenn man glücklich ist? Aufgeben, was man liebt? Um sich am Rand eines Swimmingpools zu langweilen?
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Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe auch schon gekündigt, immer dann nämlich, wenn keine Liebe für das da war, was ich tat. Und wenn ich jetzt sage: Ich würde auch dann noch arbeiten, wenn ich nicht müsste, dann meine ich nicht, dass Arbeit nicht gut bezahlt werden sollte. Im Gegenteil: Diejenigen sollten Geld verdienen, sogar wahnsinnig viel Geld, die für das, was sie tun, brennen: die Krankenschwester, die lieber einmal zu viel nach dem Rechten schaut, der Lehrer, der nachmittags einen Workshop nachschiebt. Denn wer liebt, was er tut, macht es auch gut. Leistungsprinzip? Nein, Leidenschaftsprinzip. Was für ein Geschenk, so einen Beruf zu haben. Und das dem Leben vor die Füße werfen? Ganz ehrlich: Sie spinnen wohl.
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15 Uhr 13
http://myshortbiography.blogspot.com/
LEARN TRUTH ABOUT UNITED NATIONS, AMNESTY INTERNATIONAL AS WELL AS NEW WORLD ORDER(MULTICULTURALISM = TERRORISM) GOVERNMENTS(Equal Employment Opportunity Commission) !!! NOT THERE TO PROTECT YOUR RIGHTS, BUT TO DENY YOUR RIGHT TO EXISTENCE !!!
ABDUCTIONS / FORCED BRAIN CHIP IMPLANTS / BLACKLISTING / FORCEFUL UNEMPLOYMENT / MK-ULTRA BRAINWASHING AGAINST WHITE(under "NAZI" lie) CIVILIAN POPULATION TODAY IN 2011/2012 ACROSS THE EUROPE AND NORTHERN AMERICA !!!
http://myshortbiography.blogspot.com/
WHY TO ACCEPT LIABILITIES FOR CRIMES COMMITTED WHEN WE CAN SIMPLY ASSASSINATE OUR VICTIMS(YOU) THANKS TO HUMAN RIGHTS ORGANIZATIONS AND FREE PRESS/MEDIA(most severe censorship of genocide ever !!!)!!
Related to WHITES AREN?T WELCOME IN AMERICA ANY LONGER !!! http://www.youtube.com/user/BostjanAvsec OBAMA'S HEALTH CARE RECORDED LIVE IN 2009 !!! These are hard facts about lunatic Obama/Bush's twilight zone administrations(HORROR) or genocide against whites per ZIONIST Washington DC and in complete agreement with communist Moscow !!! EXILING WHITES(US citizens) WITH EXTREME PREJUDICE AND IMPORTING NON WHITES IMMIGRATION REQUIREMENTS FREE !!
10 Uhr 35
vielleicht haben Sie ja schon mal den Kopf nach links und rechts gedreht. Dann wird Ihnen aufgefallen sein, dass nicht alle Arbeitenden des Landes mit einem Job gesegnet sind, für den Sie auch ohne Geld sterben würden, sprich: einem Scheißjob nachgehen, weil sie die Kohle brauchen. Und vielleicht ist es Ihnen auch aufgefallen, dass es einige Menschen gibt, die bei der Jobsuche nicht eine Riesenauswahl an möglichen Stellen haben und sich freuen, überhaupt Geld zu verdienen. Der Satz "Wer auf die Frage, ob er beim Gewinn von viel Geld kündigen würde, »sofort« sagt, sollte vielleicht auch ohne die Million gehen" ist an naiver Ignoranz und Arroganz jedenfalls kaum zu überbieten. Von Journalismus ganz zu Schweigen. Viele Grüße ins Tal der Seligen.
Sebastian Wellendorf
09 Uhr 31
00 Uhr 30
Allen Skeptikern sei gesagt, Müllmänner machen ihre Arbeit gern. Was Menschen von der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens halten, erzählt mehr über die Menschen, als über das Bedingungslose Grundeinkommen. Die Vorstellung, daß andere nicht mehr Arbeiten gehen, wenn sie Grundeinkommen ohne Zwang zur Arbeit erhalten, zeigt nur wie derjenige denkt, der diese Vorstellung hat. Er selbst würde natürlich arbeiten gehen, heißt es dann - nur alle anderen nicht.
11 Uhr 56
Nicht jeder hat das Glück und die Möglichkeiten, das zu tun, woran er/sie Spaß hat.
Ich liebe meinen Beruf - Sie, Frau Winnemuth auch, das ist schön. Aus Unserer glücklichen Situation, das zu machen, was Uns Freunde macht, eine Lebensphilosophie zu machen, nach der jeder handeln sollte, ist jedoch verkehrt.
Es gibt Menschen, die kommen gut durchs Leben, jedoch gibt es viel Leid und Elend auch in Deutschland, da sind solch polemische Aussagen leicht daher geredet.
Übrigens, Sie sind nicht die erste, die Ihre Klamotten über einen längeren Zeitraum trägt. Die New Yoekerin Sheena Matheiken z.B. tat es ebenso über 365 Tage? (schöner Zufall, oder?)
Nichts desto trotz meinen Glückwunsch zu dem Gewinn, den haben Sie sich durch guten Wissen verdient. Alles Gute weiterhin?
19 Uhr 57
Das ist das schrecklichste was ich jemals in diesem Zusammenhang gehört habe.
Die Verschwendung einer einmaligen, menschlichen Existenz zur Herstellung irgendwelcher Konsumgüter nach denen niemand gefragt hat und die meist nur existieren um dem Verbraucher das woanders verdiente Geld aus der Tasche zu ziehen - Kaffemaschinen, Handys, Autos, Klopapier, Werbung, Versicherungen, Vermögensanlagen als Beweis meiner Existenz? Ist es überhaupt denkbar *noch* weniger Anspruch an die wenigen Jahre des Lebens auf diesem Planeten zu haben als diesen? Wo ist denn da bitte die Grenze? Wenn man mich morgen ins Arbeitslager oder in den Steinbruch verbannt, bin ich dann immernoch glücklich, weil es ja Beweis meiner Existenz ist, am Ende aus unförmigen, großen Steinbrocken kleine eckige gemacht zu haben? Menschen mit einer solchen Einstellung sind natürlich ein Geschenk des Himmels für den derzeitigen Kapitalismus, denn soviel ist klar: Eine solche Form der Reinterpration von Arbeit in einen "Beweis der eigenen Existenz" ohne weitere Ansprüche oder Wertungen, eröffnet Tür und Tor für die perfidesten Formen moderner Ausbeutung.
19 Uhr 55
Wie Sie richtig schreiben, der Beruf sollte eine Berufung sein. Mir geht's da zum Glück genau so, ich fühle mich aber, auch aus Erfahrung mit Freunden und Kollegen, eher als Exot. Ich bin vorsichtig geworden, wem ich erzähle, dass mir meine Arbeit Spaß macht. Das kommt in vielen Gesprächsrunden nicht gut an. Vielleicht gründen wir bald den Club der stillen Jobgenießer. Ich bin dabei!
17 Uhr 27
Hat jemals jemand Gott unterstellt, er habe die Welt erschaffen, weil er arbeiten wollte?
J.F. Kennedy fragte seine Berater im Wahlkampf: Was sage ich dem Minenarbeiter in Minneapolis, wenn sie mich fragen, haben Sie jemals in ihrem Leben gearbeitet?
Sagen Sie ihnen, rieten die Wahlkampfberater, ich habe nichts verpaßt.
16 Uhr 50
16 Uhr 07
Ist das nicht eine Klasse Frau? Ich habe Sie auch gesehen. Gedanken in den Köpfen der Menschen gehen neue Wege. Zukunft fängt jeden Moment an!
Deshalb bin ich auch für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Denn die Zeit ist reif, dass wir Menschen uns mögen, es uns gegenseitig gut gehen lassen und nicht gegenseitig ausbeuten!
Die Zeit, dass ein Mensch über seinen Verdienst ver/beurteilt wird, ist vorbei,
der Mensch hat einen eigenen hohen Wert und wir haben genug Güter, sogar soviel, dass sie weggeworfen werden müssen, damit ALLE! satt werden.
Dazu findet am 6.11.2010 in Berlin eine Kundgebung mit anschließenden Fest statt. Aus allen Städten kommen wir um uns zu feiern!