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aus Heft 42/2012 Ein Interview ohne Worte Noch keine Kommentare

Sagen Sie jetzt nichts, Christoph Maria Herbst

Christoph Maria Herbst über die Freuden des Beamtenlebens, seine frühere Arbeit als Porno-Synchronsprecher und die Eintönigkeit von Bürojobs.

Fotos: Alfred Steffen



Name: Christoph Maria Herbst
Geboren: 9. Februar 1966 in Wuppertal
Beruf: Schauspieler
Ausbildung: Abitur, Banklehre
Status: »Dies ist des Herbstes volle Klarheit« (Christian Morgenstern)

Seine jüngste Auszeichnung war der »Sprecherpreis beim Trickfilmfestival Stuttgart«, aber das täuscht: Christoph Maria Herbst hat in den vergangenen zehn Jahren fast jeden Fernsehpreis gewonnen, den es gibt, sogar »GQ-Mann des Jahres« war er, trotz Halbglatze und Klobrillenbart (den er hier ausnahmsweise abrasiert hat). Ein weiter Weg, wenn man bedenkt, dass er in Wuppertal geboren wurde und erst Priester, dann Banker werden wollte. Es ist vieles anders gekommen im Leben des Christoph Maria Herbst, nachdem es ihn erst mal auf die Bretter der Burghofbühne Dinslaken gezogen hatte. Es folgten Stadttheater, Serien, Comedy, Kino, seit 2004 kennt ihn jeder, als tobsüchtigen Versicherungsangestellten Bernd Stromberg. Es ist seine Paraderolle. Er findet sie hochpolitisch, die Zuschauer finden sie eher lustig. Dass er durchaus gewillt ist, sein Repertoire zu erweitern, hat er gerade erst wieder bewiesen: Herbst hat ein Hörbuch aufgenommen, auf dem er die deutsche Straßenverkehrsordnung vorträgt. Lustig? Doof? Egal. Samstagabend ist Christoph Maria Herbst auf ProSieben zu sehen, um 20.15 Uhr, in "Kreutzer kommt ... ins Krankenhaus".
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