• Abo

    Angebote

    • SZ Plus
    • SZ Print
    • Studenten-Rabatt
    • Leser werben Leser
    • Vorteilswelt

    Service

    • Meine Daten
    • Umzug
    • Urlaub
    • Nachsendung
    • Zustellreklamation
    • FAQ
  • Anzeigen

    Immobilienmarkt

    • Miet- und Kaufobjekte finden und anbieten

    Stellenmarkt

    • Stellenangebote für Fach- und Führungskräfte

    SZ-Gedenken

    • Traueranzeigen, Gedenken und Nachrufe

    Reiseangebote

    • Individualreisen vergleichen und buchen

    Weitere Angebote

    • Kaufdown
    • Bildungsmarkt
    • Ladenwelten
    • Maps
    • Branchenbuch
    • Anzeigen buchen
    • Meine Anzeigen
    • Mediadaten
bedecktMünchen 20°
Anzeige
Anzeige

Neue Fotografie 17. Januar 2013

Fall ins Bodenlose

Nadine Hackemer (Interview)  Fotos: Jan Lieske

Wir stellen Ihnen jede Woche talentierte, junge Fotografen vor. Diesmal: Jan Lieske mit seiner Porträtserie über Menschen, die Privatinsolvenz angemeldet haben.



Anzeige
Name:
Jan Lieske
Geboren: 01.07.1976
Ausbildung: Studium „Reportage und Dokumentarfotografie" an der FH Hannover
Website: www.janlieske.com

SZ-Magazin: Herr Lieske, es scheint, jedem einzelnen Ihrer Porträtierten sei die Sorge ins Gesicht gemeißelt.
Jan Lieske:
Das liegt vielleicht daran, dass ich während des Fotografierens jeden darum gebeten habe, sich an die Zeit der Privatinsolvenz zurückzuerinnern. Ich habe die Leute gefragt, wo ihr Lieblingsort sei. Der Ort, an dem sie am besten abschalten können. Dort sind wir dann hingefahren.

Wie sind Sie überhaupt auf das Thema Privatinsolvenz gekommen?
In Hannover war ich über die Caritas an einem Fotoprojekt für Obdachlose beteiligt. Dort habe ich dann einen Dokumentarfilmer kennengelernt, der einen Film über die Schuldnerberatung drehen wollte. Wir überlegten uns, ob es nicht sinnvoll wäre zweigleisig zu fahren. Daraus ist dann die Serie „Personal Bankruptcy" entstanden.

Eine Privatinsolvenz hängt man zumeist nicht an die große Glocke. Wie haben die Leute auf Ihre Fotoserie reagiert?
Im Vorfeld habe ich viele Gespräche mit dem örtlichen Schuldnerberater der Caritas geführt. Er hat die Leute dann gefragt, ob sie mitmachen wollen. Erstaunlich viele waren der Fotoserie gegenüber offen und haben eingewilligt, mich und meine Idee kennenzulernen.

Welche persönliche Geschichte hat Sie am meisten berührt?
Der Mann mit der Nähmaschine war ursprünglich Fernfahrer. Während einer Tour hatte er einen schweren Herzinfarkt. Danach war er berufsunfähig und wurde arbeitslos. Nach und nach verlor er alles. Als er seine Wohnung nicht mehr bezahlen konnte, ist er ins Männerasyl gegangen. Er hat mir gesagt, wenn die Beratung nicht gewesen wäre, würde er heute nicht mehr leben. Das war ein Mann, der ursprünglich mitten im Leben stand und dann fast ins Bodenlose gefallen ist. Das Foto ist vor der Nähmaschine entstanden, weil er gerne Dinge repariert. Ganz besonders gerne Kleidung.

Anzeige
  • Neue Fotografie

    Nackte Gewalt

    Alles muss raus: Im Female Fight Club Berlin gehen halbnackte Frauen aufeinander los – nach festen Regeln, aber mit voller Kraft. Katarzyna Mazur hat die Kämpfe fotografiert.

    Interview: Marc Baumann
  • Anzeige
    Neue Fotografie

    Wo ist der Fernsehturm?

    Auf jedem Bild dieser Strecke ist der Berliner Fernsehturm zu sehen. Aber wo? Der japanische Fotograf Shinji Minegishi fotografierte drei Jahre lang den Fixpunkt, der ihm immer half, den Weg nach Hause zu finden.

    Interview: Ines Abraham
  • Neue Fotografie

    Salat unter der Dusche

    Wie kann man sich etwas zu essen kochen, wenn man von Motel zu Motel durch die USA fährt? Mit viel Erfindungsreichtum hat ein niederländisches Fotografen-Paar nach Wegen gesucht, um ohne Küche Gerichte zuzubereiten. Nebenprodukt: eine Fotoserie.

    Interview: Ines Abraham