bedecktMünchen 29°
Anzeige
Anzeige

aus Heft 05/2013 Hotel Europa

»Der Küglerhof«, Südtirol

David Pfeifer 

Im »Küglerhof« bei Meran ist alles Familiensache: die Mutter dekoriert, die Tochter schmeißt den Laden. Ist es dort deshalb so gemütlich?

Bildergalerie: 1 2 weiter

Anzeige
Als Stadtmensch im Erholungsstress sehne ich mich nach karierten Bettdecken und Hirschgeweih, wenn ich in die Berge fahre – andere Menschen nennen so was Alpenkitsch. Ich bin also skeptisch, als ich am »Küglerhof« vorfahre und alles sehr modern aussieht. Dann aber: diese Gemütlichkeit! Die Lobby, oft ein Ort, der nur für die Fotos im Internet schön gemacht wird, will ich am liebsten gar nicht mehr verlassen: Schon beim Anblick der wuchtigen Sofas und der Bücherstapel neben dem Kamin geht der Puls runter. Vielleicht liegt es daran, dass der »Küglerhof« Familiensache ist: Der Vater hat die Führung an seine reizende Tochter übergeben, die Mutter hat die Dekoration übernommen. Doch was man nicht einrichten und auch nicht erwarten kann, das ist der Ausblick. Man schaut über Wiesen, Dörfer und Berge in die reine Schönheit Südtirols. Nein, kein Foto, das lässt sich nicht fotografieren, das muss man sich einfach so lange wie möglich ansehen. Damit man sich später erinnern kann an diesen Ort, der so aussieht, wie sich Heimat anfühlt.

Der Küglerhof
39019 Dorf Tirol bei Meran
Südtirol
Tel. 0039/04 73/92 33 99
DZ mit Frühstück und Vier-Gang-Abendmenü ab 110 Euro pro Person.

Anzeige

  • Hotel Europa

    »Villa Langer«, Steinbach am Attersee

    Nur für fünfzig Tage öffnet die »Villa Langer« am Attersee als Hotel die Türen. Für die 25 zusammengewürfelten Gäste kocht der Hausherr persönlich.

    Von Lars Reichardt
  • Anzeige
    Hotel Europa

    »Château de la Resle«, Montigny la Resle, Burgund

    Ein Hoch auf die Langeweile – ohne die hätte es nämlich dieses feine Hotel im Burgund nie gegeben.

    Von Julia Rothhaas
  • Hotel Europa

    »Excelsior Hotel Gallia« - Mailand, Italien

    Bahnhofshotel der anderen Art: Der Art-déco-Bau mitten in Mailand wurde lange Zeit etwas vernachlässigt. Nun verhalf ihm ein Scheich zu neuem Glanz.

    Von Michael Ebert