Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München 20°
Anzeige
Anzeige

aus Heft 06/2013 Hotel Europa

»Domus Orsoni«, Venedig

Dorette Deutsch 

Die Mosaiken in den fünf Zimmern des »Domus Orsoni« sind vom Besitzer höchstpersönlich gestaltet worden. Neben seinem Hotel führt Lucio Orsoni nämlich eine traditionsreiche Mosaik-Manufaktur, die auch Kurse für die Gäste anbietet.

Bildergalerie: 1 2 weiter

Anzeige
Am Ende der dunklen Gasse hätte man kein Hotel erwartet. Aber auf einer Tafel steht »Domus Orsoni«, als Mosaik aus bunten Glassteinen gelegt, und dann sieht man es auch: ein altes Herrenhaus, daneben ein verwunschener Garten, geschützt durch eine hohe Mauer. Hier lebte einst die Familie Orsoni, die seit dem 19. Jahrhundert Paläste und Kirchen mit Gold- und Glasmosaiken verschönert. Vor fast zehn Jahren machten sie ihr Wohnhaus zur Pension mit fünf einfachen Zimmern, doch ihre Werkstatt liegt immer noch neben dem Hotel im nördlichen Stadtteil Cannaregio. Die meisten großen Glaswerkstätten mussten schon im Mittelalter nach Murano abwandern. Die Orsonis kommen für ihre Mosaiksteinchen aber mit nur zwei kleinen Brennöfen aus und dürfen im Stadtzentrum arbeiten. Lucio Orsoni hat in dieser Werkstatt von seinem Großvater das Handwerk gelernt, er hat auch die Zimmer und Bäder des Gästehauses höchstpersönlich verschönert: weiße Räume mit goldenen Mosaiken, die Bäder bunt. Für die Gäste bietet er Mosaikkurse an: Nach einer Woche geduldigem Steinchenlegen nimmt man sein eigenes Stück Venedig mit nach Hause.

Domus Orsoni
Cannaregio 1045, Venedig
Tel. 0039/ 041/275 95 38,
DZ mit Frühstück ab 80 Euro.
Mosaikkurse (5 Tage) ab 500 Euro.

Anzeige

  • Hotel Europa

    »Hotel Oderberger« - Berlin, Deutschland

    Das »Hotel Oderberger« im Prenzlauer Berg ist kein Hotel mit Pool, sondern ein Schwimmbad mit Übernachtungsmöglichkeit.

    Von Lara Fritzsche
  • Anzeige
    Hotel Europa

    »The Mermaid Inn« – Rye, England

    Einst war das »Mermaid Inn«, einer der ältesten Gasthöfe Englands, Hauptquartier einer Schmugglerbande. Ob es deshalb dort bis heute ein bisschen gruselig ist?

    Von Annabel Dillig
  • Hotel Europa

    Lange nicht gesehen

    Von der Terrasse des Hotels »Albergo Bucaneve« schaut man auf die endlose Po-Ebene. Ein Ort wie gemacht, um eine zu rauchen, wenn es nicht so dämlich wäre, jetzt noch damit anzufangen.

    Von Michael Ebert