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aus Heft 17/2013 Stil leben

Wie von Sauberhand

Peter Praschl  Fotos und Styling: PUTPUT

Keine Lust auf Frühjahrsputz? Wir haben da ein paar Tipps, mit denen er sich fast von selbst erledigt. Und tolle neue Möbel für die blank gewischte Wohnung.



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Wann, wenn nicht jetzt? Der Frühling ist da und mit ihm ein Licht aufgegangen, in dem sich nicht mehr übersehen lässt, wie viel Schmutz und Treibgut im Winter hängen blieb. Die Wohnung: all die Schlieren auf den Fensterscheiben. Der Kleiderschrank: nicht wahr, was da noch hängt. Das Auto: ein Mülleimer, in dem man fahren kann. Der Körper: all die Schlacken drin. Der Kopf: immer dieselben Gedanken und Gefühle. Ein Wahnsinn, dass man so leben konnte. Hat man sich nicht zu Neujahr vorgenommen, dass sich etwas ändern wird, man aufhören muss, der zu sein, der man ist, ein Muffkopf, Faulsack, Fettkloß, Höhlenmensch? Und was ist passiert? Ende April noch immer nichts.

Jetzt aber. Der Frühling ist ja das eigentliche Neujahr, die Iraner, bekanntlich näher bei Gott als unseresgleichen, wissen das und feiern es zur Tagundnachtgleiche. Also putzen. Nicht bloß das Haus, aber mit ihm sollte man ruhig beginnen. Am besten zieht man sich aus dem Internet die Frühjahrsputzliste Martha Stewarts, der allermanischsten aller Hausfrauen. Matratzen umdrehen, Teppiche shampoonieren, jedes Fenster in den acht vorgeschriebenen Schritten wischen, Bücher abstauben nicht vergessen, jedes einzelne! Das erledigt sich nicht an einem Tag, aber das macht überhaupt nichts, denn in zwei Stunden Staubsaugen, Fensterputzen, Bodenwischen und Badschrubben verbraucht ein 70 Kilo schwerer Körper knapp 600 Kalorien, sagt Alexandra Borchard-Becker von der Verbraucher-Initiative in Berlin, bald wiegt er nur noch 68 und das Gefühl, man wäre in ihm gefangen, nicht mehr so schwer.

Doch das Allerwichtigste am Frühjahrsputz: Er schickt einen auf die spirituelle Reise der Selbsterkenntnis. So sieht es auch die junge japanische »Ordnungsberaterin« Marie Kondo in ihrem Traktat mit dem schönen Titel Die lebensverändernde, pulsierende Magie des Aufräumens, das sich in ihrer Heimat 1,3 Millionen mal verkauft hat (die eben erschienene deutsche Übersetzung heißt prosaischer Magic Cleaning). Kondos wichtigste Lehre lautet: jeden Gegenstand, den man besitzt, in die Hand nehmen und auf die Reaktionen des Körpers und der Seele achten. »Was Sie glücklich macht, behalten Sie. Was keine Erfüllung bringt, werfen Sie weg.« Was bringt schon Erfüllung? Ach, nicht so viel.

Wie mit den Gegenständen sollte man es auch mit den Menschen halten, denn macht man beim Frühjahrsputz auf halbem Wege schlapp, vermüllt das Leben sofort wieder. Also weg mit den toxischen Bekanntschaften und allen Facebook-Kontakten, die man schon Jahre nicht mehr getroffen hat, wozu noch länger ihre Kinder wachsen sehen, Kontaktabbruch bei allen, in deren Gegenwart nichts mehr pulsiert. So halten es auch die Unternehmen. Eben erst hat sich der Spiegel von seinen Chefs getrennt, weil nichts mehr ging, haben die Katholiken einen neuen Papst bekommen, der in der Kurie aufräumt und für Frischluft sorgt.

Sobald das alles erledigt ist, käme man selbst dran: das Leben ändern, sich neu erfinden, etwas ganz anderes machen, ein anderer werden. Bis dahin ist es allerdings schon wieder Winter.
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Peter Praschl hätte gern eine Putzhilfe. Und den Mut, Kritik so furchtlos vorzutragen wie der Regisseur Werner Herzog in einem Brief an seine Haushälterin: »Dass etwas unsichtbar ist, bedeutet nicht, dass es nicht existiert. Und das gilt auch für den Staub hinter den DVD-Regalen im Hobbyraum.«

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