Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München
Anzeige
Anzeige

aus Heft 07/2014 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Wolfgang Schmidbauer

Fotos: Frank Bauer

Der Paartherapeut und Autor Wolfgang Schmidbauer über die Leiden der Liebe, die auf keinen Fall nur ein chemischer Prozess ist.



Anzeige
WOLFGANG SCHMIDBAUER

Geboren: 15. Mai 1941 in München 
Beruf: Paartherapeut, Autor, Psychoanalytiker
Ausbildung: Promotion in Psychologie, Pädagogik und Psychopathologie an der LMU in München 
Status: Frauen- UND Männerversteher

»Auf der Bühne«, schreibt der englische Philosoph Francis Bacon, »gibt die Liebe den Stoff zu Lustspielen, machmal auch zu Trauerspielen. Allein im Leben richtet sie viel Unheil an, zuweilen wie eine Furie.« Wenn es so weit ist, die Liebe sich im Leben verwandelt in zermürbenden Alltag, Schweigen und harte Kruste, kommt er ins Trauerspiel: Wolfgang Schmidbauer, Deutschlands bekanntester Paartherapeut. Die Tür zu seiner Schwabinger Altbauwohnung, in der er auch seine psychoanalytische Praxis betreibt, öffnet er selbst. Für das Interview hat er exakt eine Stunde anberaumt, dann kommt das nächste Paar, das seine Beziehung retten will. Schmidbauer spricht von der Liebe nicht wie von einer Furie, er hält sie für ein »hohes Ideal«, an dem viele verzweifeln. In einer Pause zwischen zwei Fotoaufnahmen sagt er: »Übel gedeihen oft im Schutz von hohen Idealen.« Es seien eben die lieblosen, alltäglichen Gesten und Worte, an denen sich Beziehungen entzünden. Schmidbauer hat mehr als dreißig Bücher über die Liebe und unsere Ängste verfasst, sie millionenfach verkauft. Ans Herz legt er uns am Ende der Sitzung dieses: Paartherapie – Konflikte verstehen, Lösungen finden.
Anzeige