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aus Heft 39/2014 Reise

Zimmer mit Anschluss

Franziska von Malsen und Franziska Tschinderle 

Das Lebensgefühl einer Stadt erspürt man besser bei Menschen, die am Reiseziel zu Hause sind. Sechs Empfehlungen für Übernachtungen in familiärer Umgebung.



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AMSTERDAM


Roel - gesprochen klingt der Name des 48-jährigen Holländers so, wie man sich den Ton eines großen schweren Mühlsteins vorstellt: ein tiefes Rrroool mit kehligem R. Aber Roels Mühle mahlt nicht, sondern sie pumpt Wasser zu den Fußballfeldern eines nahen Sportplatzes. Übernachtet man bei ihm und seinem elfjährigen Sohn Nick in der Mühle, führen sie erst mal durch ihr Zuhause, von der Schraube im Keller bis unters Reetdach. Einst stand die Mühle mitten in Amsterdam und pumpte rund 290 Jahre lang Wasser in die umliegenden Wohnhäuser. 1963 baute man sie ab und sieben Kilometer außerhalb der Stadt wieder auf. Dort steht sie immer noch. Und woran erkennt man einen echten Müllerssohn? Statt auf Bäume klettert Nick am liebsten die Mühlenflügel hinauf. Um sein Taschengeld aufzubessern, vermietet er Besuchern gern die Fahrräder seines Papas. Damit kommt man in gut zwanzig Minuten ins Zentrum der Stadt - vorausgesetzt, es bläst nicht zu viel Wind. Dann bleibt man ohnehin besser zu Hause und lauscht dem Knarzen der Mühle.

110 Euro/Nacht; Roelklungel@gmail.com

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