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aus Heft 38/2015 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Jörg Hartmann

Fotos: Alfred Steffen

Schauspieler Jörg Hartmann im Interview ohne Worte über Pommesbuden, Flirtversuche in Bars und Kommissar Schimanski.



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Geboren
8. Juni 1969 in Hagen
Beruf Schauspieler
Ausbildung Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Status Ein Tausendprozentiger    

Ein Kerl mit hartem Wurf, das ist im Pott ’ne »Fackel«. Jörg Hartmann, aufgewachsen in Herdecke an der nördlichen Ruhr, konnte alles andere als hart werfen. Seine Mitspieler im Handball nannten ihn Fackel – ironisch. Dabei hätte man ja gedacht, dass einer wie Hartmann hart wirft. Vor allem, wenn man ihn als Falk Kupfer kennengelernt hat, so brutal, so mitleidlos und selbstmitleidlos hat er den Stasi-Offizier in Weissensee angelegt. Unter anderem wegen Hartmann gehört die Serie zum Besten, was das deutsche Fernsehen zu bieten hat. Die ARD zeigt die dritte Staffel, die in den Tagen um den Mauerfall spielt, an drei aufeinanderfolgenden Abenden (ab 29. September). Hartmann, der bis 2009 vor allem Theater spielte und Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne war, gehört inzwischen neben Matthias Brandt und Ulrich Tukur zu den großen Schauspielern, die den Glauben an den deutschen Fernsehkrimi wiederherstellen sollen: als Tatort-Kommissar Peter Faber, Dortmund. Kaputter Typ. Schräg. Einer, der verletzt wurde und verletzt. »Er ist sich nicht zu schade, sein eigenes Leid, den Tod der Tochter, zu nutzen, um an Verdächtige ranzukommen«, sagt Hartmann über Faber. Hartmann selbst, der echte, ist übrigens witzig, offen, herzlich. Und bekäme gern mal komische Rollen angeboten.
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