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Arbeitsleben 18. Dezember 2015

Juhu, ich bin dann mal weg!

Von Marc Baumann und Wolfgang Luef 

Viel Spielraum hat der Verfasser einer Abwesenheitsnotiz normalerweise nicht. Aber manche Arbeitnehmer brechen eben doch aus der »Bei wichtigen Fragen wenden Sie sich an«-Routine aus. Und dann scheinen Arbeitsfrust oder Urlaubsvorfreude durch. Eine Typologie des Abschiednehmens.


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Typ 1:

Was es sagen soll: Ich schau eh ständig in meine Mails.
Typischer Beruf: Techniker, Social-Media-Redakteur
Wohin der Urlaub geht: Japan (aber nur nach Tokio)
Was er mitbringt: Einen Roboterhund
 

Typ 2:
Was es sagen soll:
Wehe, du schreibst mir!
Typischer Beruf: Beamter
Wohin der Urlaub geht: Wie jedes Jahr auf die Skihütte im Kaunertal
Was er mitbringt: Ein gebrochenes Bein
 

Typ 3:
Was es sagen soll: Wehe, jemand schreibt mir!!!!!
Typischer Beruf: Vollzugsbeamter
Wohin der Urlaub geht: Heimische Sofa-Landschaft
Was er mitbringt: Den leidigen Kollegen? Nichts! Nix! Niente!
 

Typ 4:

Was es sagen soll: Wenn ich im Urlaub bin, bricht in weiten Teilen der westlichen Welt die Volkswirtschaft zusammen
Typischer Beruf: Teamleiter
Wohin der Urlaub geht: Seychellen, Kitzbühel und München. Alles in einer Woche.
Was er mitbringt: 87 Vorschläge für das nächste Brainstorming
 

Typ 5:
Was es sagen soll: Hoffentlich ruft mal jemand an.
Typischer Beruf: Stellvertretender Abteilungsleiter, Pressesprecher
Wohin der Urlaub geht: Zu den gehässigen Schwiegereltern
Was er mitbringt: Die kalten Reste des Gänsebratens
 

Typ 6:
Was es sagen soll: Ich wäre echt reingekommen mit der Lungenentzündung, aber auf halber Strecke hat mich ein Laster angefahren – morgen bin ich wieder fit!
Typischer Beruf: Persönlicher Assistent, Büroleiter
Wohin der Urlaub geht:
Nur kurz die Blutungen stoppen in der Notaufnahme
Was er mitbringt: Schokolade für alle Kollegen und die Briefmarke, nach der ein Kollege letzte Woche im Nebensatz mal gefragt hatte
 

Typ 7:
Was drin steht: Hat keine Abwesenheitsnotiz
Was es sagen soll:
Ich hätte lieber keinen Urlaub genommen, aber ich hatte noch 1275 freie Tage übrig aus dem letzten Jahrzehnt
Typischer Beruf: Techniker
Wohin der Urlaub geht:
Nur bis zum Ende des WLAN-Fimennetzes – dann fällt ihm ein, dass er noch schnell was erledigen muss
Was er mitbringt: Entschuldigungsblumen für seine Freundin

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