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aus Heft 04/2016 Tiere/Pflanzen

Die größte Zoohandlung der Welt

Von Lorenz Wagner  Fotos: Theo Barth

In Norbert Zajacs Tiergeschäft in Duisburg leben 250 000 Tiere, weit mehr als im Berliner Zoo, und es kommen eine Million Besucher im Jahr. Zajacs Geschäftsmodell kannte stets nur zwei Wege: fressen oder sterben. Fast ging er selbst dabei drauf.



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Natürlich war er zu faul, eine Leiter zu holen. Ein Rotfeuerfisch sollte es also sein. Einen Augenblick, bitte. Das Aquarium lag weit oben: dass nur kein Kind reinfasst. Ein Stich heißt Erbrechen, Lähmung, Kollaps. Norbert Zajac angelte mit einem Köcher. Wäre er nur größer, aah ja, er hat ihn, nun über den Rand und …

Hopp, STICH, verdammt! Der Daumen brannte wie rotes Feuer, der Fisch zappelte zu seinen Füßen. Den konnte er nicht mehr in eine Tüte packen. Also hangelte Zajac den nächsten raus, lange Minuten, während das Daumenfeuer dem Handgelenk entgegenkroch. Keine Sorge, sagte er dem Kunden, und begleitete ihn zur Kasse. Zwei Schlangen hatten ihn schon gebissen, einen Arzt rief er nie: Leichter Schwindel, ein wenig Herzpumpen, eine Stunde später war alles wieder gut. Wozu wiegt er 120 Kilo? Das verdünnt.

Doch langsam begann es in den Arm zu ziehen. Lieber mal hoch in die Wohnung. Brüllend heißes Wasser zerstört Eiweißgift. Dusche hin und her, über Daumen, Hand, Arm, Oberarm, vor der Tür stand seine Jutta: »Norbert, was machst du denn da drinnen?« – »Nix.« Ihre Vorwürfe wollte er sich ersparen: Warum gehst du da auch ran? Warum passt du nicht auf?! Sie bügelte also weiter, bis er aus der Badtür trat, weiß wie ihre Wäsche.

Feuerwehr, Polizei, Hubschrauber, Klinik. Zajac lag nun da. »Biep, Biep, Biep – Dauerlinie. Das hörte ich noch ein paar Sekunden. Wenn das Herz stehen bleibt, ist der Kopf ja nicht gleich tot. Mir kam es wie Stunden vor, die Tür flog auf, dann ging das Licht aus. Dreimal ist mir das passiert. Biep Biep – Dauerlinie. Obwohl, gehört habe ich es nur zwei Mal, einmal bin ich ohne Vorwarnung gestorben.«

Schon drei Tage später, zum Entsetzen der Ärzte, verließ er die Klinik. Es musste ja weitergehen bei »Zoo Zajac«, dem größten Zoogeschäft der Welt, mit 250 000 Tieren und 3000 Arten. Der artenreichste Zoo der Welt, der Berliner, hat 20 000 Tiere und 1500 Arten. Zajac verkauft Krokodile und Nasenbären, Erdmännchen und Faultiere, da oben hängt gerade eines, Frieda, mitten im Laden. Vor vier Jahrzehnten hat Zajac ihn eröffnet; die Hälfte der Zeit kämpfte er gegen die Pleite. So wie es die Ärzte ein Wunder nannten, dass er den Stich überlebte, ist es eines, dass es »Zoo Zajac« noch gibt, diesen unternehmerischen Irrsinn in Duisburg.

Eigentlich begann Zajacs geschäftliche Tätigkeit ja, als er vier Jahre alt war, Besitzer eines Hamsters und vom Wunsch beseelt, zwei zu haben, oder drei, oder zehn. Er sprach bei seinem Vater vor, einem Polizisten, und der sagte: »Das Futter aber musst du selbst zahlen, und geht es den Hamstern nicht gut, kommt alles weg.« Zajac musste also sein Taschengeld mehren, und er hatte eine Idee, wie. Er kaufte einen zweiten Hamster, und nach einiger Zeit hatte er so viele, dass er sie an ein Tiergeschäft in der Nähe verkaufte, so wuchs sein Kapital schneller als die Kosten, 100 Hamster besaß er schließlich und konnte es sich leisten, seine Tierwelt zu vergrößern und das Angebot zu diversifizieren, er fügte Meerschweinchen hinzu und stieg zusammen mit seinem älteren Bruder »Lurchi« ins Feuersalamander-Business ein. Nebenbei bewiesen die beiden Jungs aus Gladbeck, dass Brehm in seinem Tierleben irrte, wenn er behauptete, Blindschleichen ließen sich nicht züchten.

So ging es weiter. Als Norbert acht war, kamen Schildkröten hinzu und ein Brillenkaiman und recht bald Sittiche, er hatte sich vom Kuscheltierbesitzer zum Tierbeobachter entwickelt, und mit 13 Jahren wurde er – mit Sondergenehmigung des städtischen Amtstierarztes – Deutschlands jüngster Papageienzüchter. Nebenbei betrieb er eine Pflege für Greifvögel, die erst der Vater, dann die Landespolizei nach Unfällen brachten. Eine teure Beschäftigung, und so begann Norbert, er war jetzt Stahlbaulehrling, Guppys zu züchten, 50 Pfennig gab es für einen Fisch, klar, weniger als für einen Sittich, der zehn Mark brachte, aber den musste Norbert über Monate aufziehen, Guppys hatte er auf einen Schlag 500, der Schritt zur Massenproduktion, skalieren, wie es heute heißt.

Und so spezialisierte sich Zajac auf Fische, als er mit 20 den Laden eröffnete, in einer Nebenstraße in Duisburg-Meiderich, 30 Kilometer entfernt von Lurchi, der seinen in Gladbeck eröffnet hatte. Sich nur keine Konkurrenz machen. Gemütlich stellte Norbert sich sein Tierhändlerleben vor, genügsam. Es sollte nicht sein.

Alter Backstein, Industriefenster, Wellblech. Fett und eher abweisend liegt Zajacs Tierreich heute da, acht Meter hoch, 120 Meter lang, eine blaugraue Hässlichkeit mit der Grundfläche des Berliner Reichstags, davor 1000 Parkplätze und eine Currywurstbude, daneben eine Gefahrgutspedition, darüber seine Wohnung mit Wintergarten. Schon immer hat er am Geschäft gewohnt und schon immer Platz gebraucht für all die Tiere, die er um sich haben wollte, auch damals, als er in einem Wohngebiet von Meiderich anfing, eroberte er sich Raum für Raum, erst das Zimmer im Nachbarhaus, Durchbruch, danach das ganze Haus, dazu der Anbau für die Aquarien. Von weit her kamen die Leute, um seine Buntbarsche zu kaufen, und die Meidericher trugen gutes Geld in sein Geschäft, kauften Hamster und Fische, Hundekekse und Kratzbäume.

Es kam das Jahr 1985, ihr Stahlwerk schloss, die Hälfte der Menschen in Meiderich geriet in Nöte, viel weniger Geld trugen sie fortan heran, kauften auch keine Blumenzwiebeln und Angeln, die Zajac jetzt anbot, in dem Irrglauben, die Leute hätten ja nun Zeit.

Eines trüben Tages blätterte er in einer Fachzeitung, ihm fielen Anzeigen von Zoohändlern aus Stuttgart und München auf, die Rabatte kundtaten. Zajac besah sich die Preise: Die sind ja teurer als ich. Und er entwarf eine Anzeige mit exakt diesen Artikeln und warb damit in der nächsten Ausgabe. Jetzt, da die Stadt starb, musste er sich mehr von draußen nähren, als Versender und Ausflugsziel. Schwäbelnde und babbelnde Reisebusse fuhren auf einmal vor, das Geschäft gedieh, sie arbeiteten in zwei Schichten, zwei Büromitarbeiter teilten sich einen Tisch, Zajac kaufte das Nebengelände, baute eine Lagerhalle, 600 Quadratmeter, noch mehr Tiere, noch mehr Tierbedarf, größer, größer, größer.

Es war der Moment, in dem sich alles änderte: Wer sich im Geschäft auf ein Größergrößergrößer einlässt, für den gibt es kein Zurück. Point of no Return, bremsen führt zur Katastrophe. Von nun an hing sein Wohl an Banken oder Investoren, und an ihm hing das Wohl von 140 Mitarbeitern und Tausenden Tieren. Versagt er, heißt das Ruin, Entlassung, Einschläfern. Das neue Geschäft ist 200 Mal so groß wie das alte. Gänge, Regale, Neonlicht, eine Flanierrunde kann vier Stunden dauern. Vorn am Eingang steht Tante Paula bereit, Zajacs Moped, mit ihr fährt er durchs Geschäft, 4000 Kilometer im Jahr, Zajac hat Knieprothesen und den rundesten Bauch. Immer trägt er Tier-Shirts drüber. »Ich bin der Einzige, bei dem ein ganzer Elefant draufpasst«, sagt er mit seiner Knödelstimme. Überall zirpt, zischt, bellt und raschelt es, riecht es nach Stroh und Dung, aber weniger, als man bei 250 000 Tieren erwartet. An der Decke rauscht silbernes Lüftungsgedärm.

Da, die Kleinsäuger, Zwergstachelmäuse, Seidenäffchen oder Frettchen, die Finger gern als Futter nehmen, drei Mal im Jahr kommt daher ein Krankenwagen. In zwei Meter Höhe, auf einem Weidekörbchen mit Heizmatte: Frieda, die Faultierdame, im Schlaf eine Hand am Tau, als könnte auch hier ein Wind aufkommen. Zajac hält ihr eine Möhre hin, sie ist zu faul zum Greifen, die süße Banane nimmt sie. »Sollte sie eigentlich nicht«, sagt Zajac. Er schaut auf seinen Bauch. »Wir sollten ja auch einiges nicht.«

Weiter, die Aquarien, Piranhas, Diskusfische, und dann die Terraristik, Warane, Leguane, Vogelspinnen, Pfeilgiftfrösche. »Ein Laubfrosch ist giftiger.« Das Gift ziehen Frösche aus der Nahrung, Mücken und Ameisen. Im Laden gibt es die nicht; aber an jedem Schilftümpel.

Ein junges Pärchen tritt heran, Besitzer einer norwegischen Waldkatze, deren Schwanzspitze fehlt: »Dürften wir ein Autogramm haben?« – »Wo kommen Sie her?« – »Aschaffenburg.« Seit Zajac das Fernsehen ausstattet, kennen ihn viele Gäste. Kriecht im Dschungelcamp ein Banta-Chamäleon durchs Studio, kommt es von ihm. Zajacs Frau hat einen Thron in die Reptilienabteilung gestellt, ihr Mann solle sich samstags draufsetzen und Autogramme schreiben. Ist ihm zu doof. »Die Leute sollen Tiere gucken.«

Begonnen hat Zajacs Fernsehleben in den Neunzigerjahren, als Dauergast einer Tiersendung von Frank Elstner. Als der ihm das Du anbot, wollte Zajac, dass Elstner ihn vor der Kamera weiter siezt. Der Name Zajac sollte weiter fallen: Werbung.

Er brauchte es zum Überleben. Ein Feind war in seine Welt eingedrungen, die Discounter, die Kette Fressnapf. Tiere führten sie wenige, Beratung, Heizung, Futter sind teuer. Stattdessen verkauften sie das lukrative Zubehör, und das viel billiger als Zajac, lagen ihre Kosten doch weit unter seinen. Kunden ließen sich bei ihm beraten und kauften bei Fressnapf.

Viele Zooläden gingen unter, Zajacs Geschäft taumelte. Wie sich wehren? Ausweichen, auspendeln, nur keinen offenen Kampf beginnen. Zajac fuhr zu einigen Fressnäpfen, schaute sich um. Läden mit 2000 Produkten – diese waren für ihn verloren. Er musste Alternativen anbieten, vor allem mehr Masse. Hat er nämlich 30 000 oder 50 000 Artikel, stehen nur wenige davon im Preiskampf. »Wenn mir das Wasser bis zum Hals steht, investiere ich.« Seine Nebenstraße reichte nicht mehr, 6000 Quadratmeter Fläche sollte es sein. Er ging zu seiner Bank. Das sollte ihn fast vernichten.

Gekreische und wilde Pieperei: Rein in die Voliere. Sogleich trippeln drei grüngelbe Loris auf ihm rum, krallenkratzend auf Kopf und Schulter. »Weil die Menschen ja so viel Abstand zu Tieren haben, hab ich mir gesagt: Bau was Verrücktes und bring es den Leuten nahe.« Eine Frau lockt mit Körnern, als sie ins Geflatter tritt, ein Vogel knabbert lieber an ihrem Ohrring. »Hey, das ist meiner!« – »Haben Sie das Schild nicht gesehen? Die klauen, flutsch ist er weg.« – »Oh!« – »Ja, eigentlich habe ich die Vögel nur wegen der Brillanten.« Knödeliges Lachen.

Wäre es nach der Bank gegangen, gäbe es diesen begehbaren Käfig nicht. Mit pochendem Herzen ging Zajac in der Fressnapf-Krise zu ihr, es waren die Nullerjahre, er sprach von seinem Tierhaustraum. Erst hörte man zu. Immerhin war Zajac noch im Geschäft. Es half, dass er keine Produkte mehr empfahl, die Kunden auch bei Discountern bekamen. Es half auch, dass er nicht von seinen Tieren lassen wollte, selbst wenn sie – wie Vögel während der Vogelgrippe – bei den Kunden unbeliebt wurden; denn da kaum einer mehr Vogel führte, kamen die verbliebenen Käufer fast alle zu ihm, es lohnte sich wieder. Die Bank stellte also einen Kredit in Aussicht, und Zajac fand einen Bau im Industriegebiet, ohne Heizung, mit 600 Löchern im Dach, aber zum Überleben groß genug.

Alles, was er hatte, steckte er hinein. Als das Geld ausging und er die Bank an ihr Versprechen erinnerte, hieß es: »Wir haben noch mal geschaut. Die Ketten, Fressnapf, die sagen, das Größte, was sich rechnet, sind 1500 Quadratmeter. Sie leiden an Gigantomanie!« Kurz vor der Pleite legte Zajac Zettel in seine 600-Seiten-Kataloge: Brauche Geld, hafte privat, verzinse mit sieben Prozent. Er sammelte 1,5 Millionen. Crowdfunding, als es Crowdfunding noch nicht gab, im Jahr 2004.

Und Zajac riskierte alles. Seine Kunden erwartete ein paar Monate später ein halbfertiger Bau, die Heizkörper bestellte Zajac so spät, dass sie erst kurz vor der Eröffnung kamen: Er musste sie aus den ersten Umsätzen zahlen, es lagen bereits dritte Mahnungen über 250 000 Euro auf seinem Tisch. Wäre das Geschäft nicht in der ersten Woche voll gewesen, hätte er gleich schließen müssen. Der Andrang war so groß, dass sechs Polizisten die Zufahrt regeln mussten. Uff.

Raus aus der Vogelhalle, auf den Teichhof. Dort watscheln Smaragdenten, trippeln Pfaue und Hühner. Kinder füttern, quietschen, streicheln, Zajac reicht Salat ins Erdmännchengehege, seinen Stars, Helden seit Ice Age, alle schmatzen, nur eines steht aufgerichtet, muss wachen, dass kein Feind kommt, neidisch linst es ab und an zu den Kollegen. Erdmännchen sind eigentlich Raubtiere. »Nirgendwo in Deutschland kannst du sie von Hand füttern.« Zajac bekam sie von einem Züchter in Belgien. Zoos, sagt er, geben ihm keine. Die wollen keine Wettbewerber. Und dazu hat er sich entwickelt.

Nun ist kaum ein Zoo profitabel. Hunderttausende Euro schießen die Städte hinzu, Pflege und Futter sind teuer. Zajacs Traum vom eigenen Zoo, der schließlich aufkam, schien den Banken genauso verrückt wie sein Streben nach Größe, doppelt verrückt sogar, denn Zajac strebte danach, auf seine Art zumindest, der größte Zoo zu werden. Zajacs ewiger, kindlicher Versuch, Tiere um sich zu scharen.

Viel mehr ist es aber seine neueste Strategie, der Pleite zu entrinnen. Heute ist es der Internethandel, der ihn bedroht. Zooplus und Hundeshop und all die anderen führen online 30 000 Artikel, und das noch billiger als einst Fressnapf. Wieder schien es aussichtslos. Wieder liefen die Kunden über, vor sieben Jahren begann es, Zajac stürzte von 400 000 Euro Gewinn im Jahr auf ein Minus von 750 000. Und wieder investierte Zajac gegen Angst und Absturz an. Er schaffte 50 000 Tiere an, neue Arten wie Erdmännchen, Nasenbären und Hühner, baute für 350 000 Euro eine Kleinsäugeranlage, für 800 000 eine Hundezucht, verdoppelte die Terraristik, vergrößerte die Volieren. Für seinen »Mut zur Expansion und Erneuerung« kürten ihn Deutschlands Mittelständler zum Unternehmer des Jahres. Es war nur auf den ersten Blick ein Investment in Tiere: Zajac investierte in ein Spektakel. Er hat sich von Zoogeschäft zum Geschäftszoo entwickelt.

Hunderte Menschen drängen sich nun wochenends vor den Hunden, von Eröffnung bis Ladenschluss. Dabei gab es erst Demos, als er die Anlage baute, der Zoohandel von Hunden sei Quälerei. Immer noch schimpfen einige Tierschützer, auch weil es Nachahmer locken könnte, die den Hunden keine Freifläche mit UV-Schutzdach bieten, kein tägliches Gassi, keinen beheizten, dauerelastischen Spezialboden.

Ein Hühnergeschäft hatte Zajac auch nicht, jetzt verkauft er 4000 Küken und Hennen sowie 60 Tonnen Futter im Jahr. Und seit die Vogelanlage in Betrieb ist, hat sich das Vogelgeschäft verdoppelt. Schulklassen kommen, kein Eintritt, alle können gucken, streicheln, füttern, ohne dass ein Verkäufer sie behelligt, das hat Zajac verboten. Gut eine Million Besucher im Jahr, so viel wie der bekannte Duisburger Zoo. Menschen aus ganz Deutschland, den Niederlanden, England, Polen.

250 000 Euro Minus macht Zajac nun im Jahr mit seiner Tiersparte. Aber dafür kaufen die Leute mehr Bedarfsartikel. »Im Schnitt nimmt jeder für zehn, 15 Euro was mit.« Seit Ende 2014 macht er wieder Gewinn, wächst wieder um mehr als zehn Prozent. »Die Erlebniswelt ist sein großer Vorteil und die Zukunft des stationären Zoohandels«, sagt Antje Schreiber vom Verband der Zoohändler, dem Zajac nicht angehört.

Draußen auf dem Teichhof ist noch Platz. »Ich träume von Pinguinen«, sagt Norbert Zajac. Humboldt-Pinguine, die unser Klima mögen. »Ich weiß schon, wo ich sie herbekomme. Der Pinguin ist ja ein Raubtier, der hackt ganz schön. Aber mein Pinguin wird zahm. Die Menschen können bei uns Fisch kaufen, sie füttern und streicheln.«

Der Preis? »5000 Euro. Natürlich müssten Sie eine Gruppe kaufen, zehn oder zwölf. Tut natürlich keiner. Soll auch keiner. Die Menschen sollen zu Hause von ihrem Pinguin träumen und ihn hier besuchen. Dann habe ich sie schon glücklich gemacht.« Und sich gleich mit.
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Lorenz Wagner

erschrak weder vor den Krokodilen noch vor den Giftfröschen – aber vor den Tüten voller irrer Spontankäufe, die er aus Duisburg dann seinem Labradormädchen mitbrachte.

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