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aus Heft 06/2016 Kosmos

Schwertransport

Von Max Scharnigg  Foto: Markus Burke

Elefanten sind unersetzbar, auch in der Werbung. Das ist schön. Aber nicht besonders nett.

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Ohne Elefanten geht nichts in der Werbung. Sie müssen seit jeher die Stabilität von Koffern beweisen oder auf Matratzen trampeln. Häufig sitzen sie auch auf Autodächern oder Ladeflächen, um deren Zuverlässigkeit zu demonstrieren oder aber den größtmöglichen (wenn auch unwahrscheinlichen) Versicherungsschaden zu simulieren. Dabei müssten wir längst wissen: Es ist zutiefst abwertend, jemanden immer nur wegen seiner natürlichen Kolossigkeit zu buchen. Dick, fröhlich, tonnenschwer – das sind ganz schlimme Elefanten-Klischees aus dem vergangenen Jahrhundert. Wenn auf diesem Bild also ein Elefant in einem Fahrrad steht, dann nur, weil er für nachhaltige Fortbewegung in der Stadt ist und nicht auf Bus und U-Bahn angewiesen sein möchte. Jedes Kind weiß, dass Elefanten gern Fahrrad fahren, es aber von Rechts wegen nicht dürfen, weil sie keinen Daumen zum Klingeln haben. Elefantendiskriminierung im Straßenverkehr ist auch so ein düsteres Kapitel, das dringend angegangen werden sollte. 

Dem Verkehr gewachsen: Bambusrad von BAM, einer von 30 Firmen der KAUF-LOKAL-Aktion unter der Schirmherrschaft von Hirmer/München; dort zu sehen bis zum 12. März.

Herzlichen Dank an den Tierpark Hellabrunn, München!


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