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aus Heft 28/2016 Hotel Europa

»Hotel auf den Hummerklippen« - Helgoland, Deutschland

Von Meike Winnemuth 

Wo Dichter und Denker sich verschanzen: Dieses Hotel auf Deutschlands einziger Hochsee-Insel ist ein Rückzugsort mit literarischem Fingerabdruck.


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Die letzten fünf Tage war ich, wo mich niemand suchte: auf Helgoland«, schrieb Friedrich Hebbel in einem Brief, und auch 160 Jahre später ist die Insel in der Deutschen Bucht ein fantastischer Ort zum Verschwinden. Er war im Lauf der Zeit nicht nur Piraten-, sondern auch Literatenversteck: Von Georg Christoph Lichtenberg über Strindberg und Hoffmann von Fallersleben, der hier die Nationalhymne dichtete, bis zu Heinrich Heine, der befand, »die See duftet nach frischgebackenem Kuchen«, haben sich hier jede Menge Schreiber verschanzt. Wer lieber liest, ist im neu eröffneten Literaturhotel »Auf den Hummerklippen« erst recht gut aufgehoben. Jedes der 13 Zimmer ist nach einem Schriftsteller benannt, der auf oder über Helgoland geschrieben hat. Seinen Namen verdankt das Haus einem Roman des Kinderbuchautors James Krüss, der auf Helgoland geboren ist. Einer seiner Neffen betreibt das Hotel. Die mit einer spektakulären Hummertapete dekorierten Zimmer sind kinderzimmerklein – wie alles auf der Insel, die im Zweiten Weltkrieg plattgemacht und in den Fünfzigern nach einem platzsparenden architektonischen Masterplan wieder aufgebaut wurde. Dafür ist der Blick umso größer: Das Hotel liegt am Falm, in der vordersten Reihe des Oberlands, von wo man weit über Hafen und Düne ins große Blau blickt. Noch mehr Inspiration findet sich nur eine Etage tiefer: in den zollfreien Whisky-Shops des Unterlands.

Hotel auf den Hummerklippen
Am Falm 302
27498 Helgoland
Deutschland
DZ ab 99 Euro 


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