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aus Heft 45/2016 Ein Interview ohne Worte

Was wäre die Welt ohne Händel?

Fotos: Alfred Steffen

Die Mezzosopranistin Joyce DiDonato über ihren Vornamen, ihre Lieblings-Yogaposition und wie man auf der Bühne auf keinen Fall aussehen sollte.




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Geboren:
13. Februar 1969 in Prairie Village, Kansas
Beruf: Mezzosporanistin
Ausbildung:  Gesangsstudium Wichita State University
Status: Von drauß’ vom Walde
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Zum Ausklang des Jahres erinnern gleich zwei Filme an die Extrem-Diva Florence Foster Jenkins, die um alles in der Welt eine umjubelte Opersängerin werden wollte, obwohl ihre Stimme wenig taugte. Im einen spielt Meryl Streep »die schlechteste Sängerin der Welt«, wie man sie nannte. Der andere Film, Die Florence Foster Jenkins Story, ist halbdokumentarisch, darin verkörpert Joyce DiDonato, eine der besten Sängerinnen der Welt, die verquere Florence Foster Jenkins – und verleiht ihr durch ihre Wärme und ihren Humor eine gewisse Würde. DiDonato, die selbstironisch unter dem Pseudonym Yankeediva bloggt, ist tatsächlich qua Herkunft Hinterwälderin: Sie wurde in Kansas als sechstes von sieben Kindern geboren und sagt, dass sie in der Familie nicht gelernt hat, sich zu behaupten, sondern sich einzuordnen. Ihr Vater war Chorleiter. Die Familie bildete auch zu Hause einen Mini-Chor und sang vierstimmige Madrigale mit Klavierbegleitung. Der erste Berufswunsch von Joyce DiDonato war Background-Sängerin bei Billy Joel, der zweite Musiklehrerin. Nun singt sie Arien von Händel, Mozart und Rossini auf Bühnen weltweit, lebt aus dem Koffer, twittert und warnt junge Sängerinnen und Sänger in Youtube- Videos vor der Einsamkeit, die der Beruf mit sich bringt.