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aus Heft 10/2017 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Senta Berger

Fotos: Frank Bauer

Die Schauspielerin Senta Berger im Interview ohne Worte über das Geheimnis ihrer Ehe, persönliche Feinde und die Smartphone-Generation von heute.



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Geboren
 
13. Mai 1941 in Wien
Beruf Schauspielerin, Filmproduzentin
Ausbildung Gymnasium (abgebrochen), Schauspielschule (abgebrochen)
Status Mutter Courage

Senta Bergers Karriere umspannt sechzig Jahre – und wenn man ihre Filme, Auftritte und Erfolge betrachtet, kann einem der Gedanke kommen, dass sie eine Art Trümmerfrau des deutschen Kinos ist: Seit 1957 (in der österreichischen Filmkomödie Die unentschuldigte Stunde) hat Senta Berger sämtliche Genres initiiert, begleitet oder zur Vollendung gebracht. Sie hat in halb Europa und in Hollywood gedreht, und wenn sie dann mal wieder in einer Talkshow Präsenz zeigen musste, saß sie da wie eine milde lächelnde Sphinx (mit Wiener Dialekt): eine Diva, aber ohne Allüren und mit protestantischem Arbeitsethos. Keine Goldene Kamera und kein Bundesverdienstkreuz konnten ihrem Charme und ihrer Eleganz auch nur den feinsten Riss zufügen. Gefühlige Dankesreden, peinliche Youtube-Videos, Entgleisungen, egal welcher Art, gibt es bei ihr nicht. Senta Berger macht ihre Arbeit und kultiviert ansonsten ihre tadellose Haltung: als Frau, Künstlerin, Mutter. »Mein Leben ist reich. Ich bin beschenkt. Ich bin dankbar«, hat sie mal gesagt. Im Kino-Zeichentrickfilm Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei spricht sie die Madame Hermine. Nächste Woche verrät an dieser Stelle ihr Mann, der Filmregisseur Michael Verhoeven, was für eine Art Vater er ist. 
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