Kaisers Klassik-Kunde 16 Kommentare
Folge 87: Ein Trick in Es-Dur
Was geschieht bei Beethovens Fünftem Klavierkonzert, wenn der zweite Satz zuende geht und der dritte beginnt? Eine Detailbetrachtung.
Von Joachim Kaiser
Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.
Anzeige
Der große Mann des Feuilletons der Süddeutschen Zeitung geht online: Joachim Kaiser öffnet sein Klavierzimmer und beantwortet in seiner Video-Kolumne Fragen der Leser des SZ-Magazins zu klassischer Musik.
Haben Sie eine Frage? Schicken Sie eine Mail an kaiser@sz-magazin.de.
Cocktails
Kochquartett
20 Jahre
Sagen Sie



16 Uhr 22
Nun hat Herr Kaiser sehr schön erläutert, wie Beethoven den Übergang gestaltet hat.
Indessen zielte die Frage nicht auf das Wie, sondern auf das Warum ab; und hier bleibt Kaiser jede Antwort schuldig. Wahrscheinlich kann man die Frage auch nicht direkt beantworten – aber annähern kann man sich ihr schon. Beethoven hat sehr häufig mit den überlieferten musikalischen Formen experimentiert, und der gleitende Übergang vor allem vom vorletzten zum letzten Satz ist bei ihm gar nicht so selten. Vielleicht prominentestes Beispiel hierfür ist die 5. Symphonie op. 76, wo das triumphale Thema des 4. Satzes aus einem undurchsichtigen Gewölk am Ende des 3. Satzes geradezu herausschießt. Im Streichquartett op. 74, also eine Opusnummer nach dem 5. Klavierkonzert, findet sich ebenfalls ein “attacca”-Übergang zum 4. Satz. Dort arbeitet er zwar nicht mit der von Kaiser erläuterten Raffinesse, aber auch so nimmt sich der Beginn des 4. Satzes so aus, als würde nur eine neue Seite im gleichen Satz aufgeschlagen. Aber auch schon früher, im Streichquartett op. 59,1 findet sich diese Technik: Hier geht der Schlusstriller des 3. Satzes in der 1. Violine unmittelbar in den Anfangstriller des 4. Satzes über, über dem sich dann das Thema dieses Satzes erhebt. Man bedenke auch, wie Beethoven dann in den späten Streichquartetten die Satzgrenzen fast völlig sprengt und nur noch Gebilde aus mehr oder minder voneinander abgegrenzten Gedankenkomplexen baut. Als Grund für diese Art zu komponieren ist offenbar ein starker Drang, die überkommenen Formprinzipien immer wieder zu abzuwandeln und so neue Möglichkeiten des musikalischen Ausdrucks zu finden.
19 Uhr 31
“because he can” – Was nicht passend ist, wird von einem Meister Beethoven passend gemacht. Als Hörer sind wir doch ausgeliefert, da verkauft Beethoven uns einfach seinen Ladenhüter. Bundling nennt sich das. Zum Beispiel weil er Geld brauchte.
16 Uhr 50
Herr Prof. Kaiser, was ist den los? Da kommt ja gar nichts mehr nach?! Heiland Sack!
21 Uhr 49
Selbiges auch hier bereits vermerkt! Herr Kaiser, ihre wöchentliche Kolumne wird schmerzlich vermisst.
10 Uhr 40
Sehr geehrte Redaktion,
Um ehrlich zu sein, würde auch ich mich dafür interessieren, zu erfahren, warum seit zwei Monaten kein neuer Beitrag dieser wöchentlichen Kolumne erschien, da ich ein treuer und begeisterter Seher und Fragensteller dieser Reihe bin.
Ich hoffe, Herrn Professor Kaiser geht es gut und er ist wohlauf!
Mit besten Grüßen,
Lukas Sölkner
10 Uhr 42
Ist Kaisers Klassik Kunde eingestellt wurden? Geht es Prof. Kaiser gut? Mangelt es an Fragen?
Dieser Blog war ein wöchentliches Vergnügen! Eine kurze Mitteilung seitens Prof. Kaisers oder der Redaktion über die Zukunft der Rubrik wäre gegenüber den zahlreichen Fans nur angemessen.
Mit freundlichen Grüßen
15 Uhr 58
Ist Kaisers-Klassik-Kunde eingestellt worden? Seit über 2 Monaten gibt es keine neuen Folgen und keinerlei Hinweis ob und wie es weitergeht. Schade!
07 Uhr 47
Liebe Freunde von “Kaisers Klassik-Kunde”,
vielen Dank für Ihr Interesse. Herr Prof. Kaiser war tatsächlich erkrankt und konnte deshalb keine neuen Folgen produzieren. Inzwischen geht es ihm aber schon besser und wir hoffen, die Serie bald fortsetzen zu können.
Johannes Waechter
Redaktion sz-magazin.de
10 Uhr 50
Danke für die Rückmeldung. Ich vermisse die wöchentlich Kolumne auch sehr und freue mich, wenn es Herr Kaiser wieder besser geht.
09 Uhr 22
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit der Umstellung kann ich keine Videos von Prof. Kaiser mehr aufrufen (z.B. 85, 86 und 87). Wie kommt das.
Herrn Prof. Kaiser alles Gute und Gesundheit!
16 Uhr 29
Wo bleibt die Antwort der Redaktion auf die vielen Fragen nach dem Verbleib von Kaisers Klassik? zu viel Stress? keine Lust?
19 Uhr 54
Inzwischen sind weitere 3 Monate vergangen – wie schaut es denn nun mit
einer Fortsetzung aus? Dass Sie keine Details über Herrn Kaisers Gesundheitszustand
preisgeben möchten, versteht sich ja von selbst. Aber ob diese schöne
Kolumne fortgesetzt wird, kann uns doch wohl mitgeteilt werden?
18 Uhr 49
Ja, liebe Klassikfreunde, wenn das eine Pop-Ecke wäre, dann sähe die Geschichte gleich ganz anders aus. Aber Klassik? Das ist bei der SZ nun einmal so ein Schönheitspflästerchen, Alibiveranstaltung mit minimaler Einschaltquote. Sie brauchen sich nur einmal die Seite “Kultur” in SZ-online anzusehen. Da kann kulturell wirklich ein Supervulkan explodieren – wenn es kein Film oder kein Popsänger ist, um den es da geht, dann sehen Sie bei der SZ nur die Mattscheibe. Aber volle drei Artikel zum Tod einer ehemals unterdurchschnittlich trällernden Alkoholikerin – das sagt alles.
15 Uhr 19
Korrektur: Einen Tag nach meinem obigen Beitrag sind es acht Artikel über die Alkoholikerin.
03 Uhr 24
Sehr lange hat es gedauert, nun aber gibt es endlich etwas Offizielles:
Kaisers Klassik-Kunde wird NICHT fortgesetzt,
die SZ-Redaktion bedauert dies außerordentlich. Allen
Anhängern dieses Formats wird jedoch in Aussicht gestellt,
eine Zusammenstellung aller Folgen auf DVD käuflich erwerben
zu können.
Schade! Und alles Gute an Herrn Kaiser!
14 Uhr 13
meinst Du das ?