aus Heft 13/2009 Gesellschaft/Leben 37 Kommentare
Einsame Spitze
Unter den elf Millionen Singles in Deutschland sind immer mehr erfolgreiche Akademikerinnen auf der Suche nach ebenbürtigen Partnern. Doch der moderne Mann fürs Leben findet sich nicht so leicht. Was ist der Grund für das Dilemma der Super-Frauen?
Von Michaela Haas
Ähnlich wie die weltweite Finanzkatastrophe muss man die Krise rund um das Liebesleben erfolgreicher Frauen pragmatisch und rational betrachten, mit Schuldzuweisungen kommen wir da jetzt nicht weiter. Professor Karl Grammer, 58, springt auf und zieht ein DIN-A3-Schema aus seinem mit Ordnern und Papierstößen vollgestopften Regal im schmucklosen Sechzigerjahre-Bau des Ludwig Boltzmann Instituts für Stadtethologie der Universität Wien, und da liegt es nun auf dem dunklen Holztisch, das ganze Dilemma: Es zieht sich in Form einer sanft geschwungenen roten Kurve wie ein unfertiger Formel-1-Parcours über die Koordinaten.
Der schmächtige Professor beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren hauptberuflich mit dem Balzverhalten der Großstädter, er ist der Papst unter den Liebesforschern, er kann erklären, warum es funktioniert und warum nicht. Dass ihm der durchsichtige graue Haarflaum im Gegenlicht der Wiener Nachmittagssonne fast einen Heiligenschein verleiht, erscheint nur angemessen. »Sie müssen das als Markt sehen«, sagt er, während sein schmaler Zeigefinger auf den Anfang der roten Linie zusteuert. »Angebot und Nachfrage regeln diesen Markt, ganz pragmatisch.«
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Auf dem deutschen Markt sind: elf Millionen Singles, darunter immer mehr attraktive Superweiber über 35 mit Diplom und Verantwortung, Audi quattro und Ansprüchen. Die Zahl der berufstätigen Akademikerinnen ist seit 1991 um mehr als 70 Prozent gestiegen, Frauen haben die Männer bei der Bildung längst überholt. Das ist das Angebot, die rote Kurve.
Die Nachfrage nach Frauen über 35 dagegen sinkt in einer blauen, deprimierend geraden Linie nach unten. Männer heiraten im Durchschnitt mit 32 Jahren. Bis die Akademikerin ihren Doktortitel und die erste Bereichsleitung im Lebenslauf hat, sind die netten, verständnisvollen, bindungsfähigen und gut verdienenden Typen vom Markt, zumindest fürs Erste. Überhaupt haben die meisten Paare sich längst gefunden.
Übrig bleiben die beiden Bevölkerungsgruppen mit den wenigsten Chancen, einen Partner zu finden: männliche Hartz-IV-Empfänger – und berufstätige Akademikerinnen. Newsweek hat schon 1986 einer 40-jährigen Singlefrau eine größere Chance attestiert, bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen, als einen Mann zu finden. Auf dieser Milchmädchenrechnung gründet sich der Erfolg ganzer Reihen von Soap-Operas weltweit, Ally McBeal, Sex and the City und so weiter. Dabei war und ist die Sache mit dem Terroranschlag Quatsch, eine Falschmeldung. Grundsätzlich gibt es für jede einen. Nur: Es gibt nicht für jede Akademikerin einen adretten Akademiker.
Rein pragmatisch gesehen, liegt die Lösung auf der Hand. Wenn sich die Akademikerinnen mit den Hartz-IV-Empfängern verbinden könnten, wären beide Problemgruppen in einem Handstreich von der Straße weg, die Inflation der Einsamkeit mit einem Schlag auf null Prozent gedrückt, und auch ökonomisch wäre das eine sinnvolle Liebesbeschaffungsmaßnahme: Die Hartz-IV-Empfänger könnten auf die Kinder der Spätgebärenden aufpassen, während diese gleich wieder zur nächsten Vorstandssitzung eilen. Mindestens 18 Prozent der Superweiber müssen »nach unten« lieben, damit die Rechnung aufgeht, raten Psychologen und Buchautoren. Logisch: Je geringer die Ansprüche, desto höher die Wahrscheinlichkeit, einen zu finden.
Bezeichnenderweise kommt derart guter Rat fast immer von Männern, und zwar von mittelmäßig erfolgreichen. Das ist, wie einen der Chefs von Lehman Brothers um einen Ausweg aus der Finanzmisere zu bitten. Überhaupt: Warum sind es eigentlich nur die Frauen, die ihr Verhalten zugunsten sozial Benachteiligter ändern sollen? Drehen wir doch den Spieß mal um, und betrachten wir das Beuteschema des Mannes. Die Soziologin Renate Liebold hat sich den Spaß erlaubt, 58 erfolgreiche Manager nach ihrem Lebensmodell zu durchleuchten:
Fast alle haben jüngere Akademikerinnen geheiratet, diese wurden ausnahmslos Hausfrauen. Das gilt in der jüngsten Shell-Jugendstudie als die sogenannte 80:40-Katastrophe. 80 Prozent der Frauen wollen Job und Familie vereinbaren, aber nur 40 Prozent der Männer können sich eine Partnerschaft vorstellen, in der die Aufgaben gleichberechtigt verteilt sind. Der Soziologe Ulrich Beck nennt das »verbale Aufgeschlossenheit bei weitgehender Verhaltensstarre«.
(Lesen Sie auf der nächsten Seite das Ergebnis einer Studie: »Die Intelligenz der Frau spielt im Beuteschema des Mannes keine Rolle.«)
Die Leuchte
Das Modul-Regal
Der Eimer
Der Stapelhocker
20 Jahre
Sagen Sie
Perfekter Plan
CUS




12 Uhr 30
Berufsbedingt bin ich zwar auch analytisch, aber mehr noch teleologisch vormagnetisiert.
Jede(r) hat das Recht, nach eigener Façon selig zu werden, d.h. sich zu verwirklichen. Es ist auch nicht so, daß mich die erwähnten auf dem Weg in die Business Lounge stöckelnden, ihr prachtvoll gesträhntes Haar (hauptsächlich blond, dann lockig; aber auch falsch-tizianrot, dann eher glatt) aufschüttelnden, als solche wahrzunehmenden sog. power women wirklich störten, obwohl ich meistens ihre Parfumwolke sehr mag; im Gegenteil; "nett", manchmal, eher meistens, auch nachsichtig, anzuschauen. Sollen sie doch. Hänge ich von denen ab? Benötige(?) ich (ich) sie? Nein!
Und warum starren solche europäischen ("caucasian") Frauen überhaupt meiner - darob sehr irritierten - afrikanischen Freundin nach; fragen mich manchmal, ob sie diese vielleicht mal "anfassen" dürfen? (Kommt sehr oft vor.) - Meine afrikanische Freundin, ok, sie ist jünger als ich (soll ich mich darüber jetzt auch noch aufregen?), die ich hier mal wie die notorische FAS-Redaktionsassistentin (Herzblattgeschichten) einführen möchte - sie ist (Collegeabsolventin, IT-Business) Flugbegleiterin bei einer renommierten internationalen Airline, wo sie sehr häufig "very misbehaving people", vor allem Geschlechtsgenossen von mir triftt) - würde sagen, nein, sie sagt: "You white guys only create theoretical problems you never will sort out with all your bloody (meistens sagt sie allerdings "fucking") alleged skills. - The both of us (damit meint sie sich und mich) work to our pleasure as long as we(!) can, and when I should fall(!) pregnant, I'll of course take care of our family, and you of all of us alltogether.
Und dann erinnert sie mich meistens peinlicherweise daran, daß ich meine Mutter, die sie noch nicht einmal kennt, angeblich schon zu lange nicht mehr angerufen hätte.
So einfach ist's oder kann's sein. Soll ich da jetzt auch noch eine gender discussion lostreten?
Ach ja, und als Rheinländer kann ich (assistiert von Beikircher) nur einbringen: "Et is wie et is." Ich kann es nicht ändern. Soll ich mich grämen? - Und wer "will" eigentlich wen? Oder auch nicht?
Der Autorin des Ausgangsartikels kann ich nur attestieren, daß sie ein anscheinend real existierendes Problem feuilletonistisch in bester Manier in Angriff genommen und, zugegebenermaßen, aus ihrer Sicht tragfähig und, zugegebenermaßen polarisierend bearbeitet hat.
Ich bin stolz auf Deutschland, daß solcher Meinungsjournalismus im Feuilleton möglich ist.
11 Uhr 28
Beispiele!
"...immer mehr erfolgreiche Akademikerinnen auf der Suche nach ebenbürtigen Partnern."
Suggeriert, dass es keine ebenbürtigen Partner für die "Super-Frauen" mehr gibt. Super sind die Frauen, weil sie Akademiker sind. Ausserdem sollen sie auf der Suche nach "ebenbürtigen" Partnern sein (was Prof. Grammer weiter unten widerlegt: „... wollen Frauen immer noch tendenziell einen hochgewachsenen Mann und einen mit höherem Status“)
"attraktive Superweiber über 35 mit Diplom und Verantwortung"
Selbstbeweihräucherung.
„Die Zahl der berufstätigen Akademikerinnen ist seit 1991 um mehr als 70 Prozent gestiegen“.
Angenommen es hätte in Deutschland genau *eine* berufstätige Akademikerin gegeben. Wenn diese Zahl um sagen wir großzügigerweise sogar 100 Prozent gestiegen wäre, dann gäbe es in Deutschland jetzt ganze *zwei* berufstätige Akademikerinnen. Muss ich weiter erklären? Oder ist schon klar dass diese relativen „70 Prozent“ nicht aussagekräftig sind und nur Vernebelungstaktik?
Weiter im Text.
„Die Hartz-IV-Empfänger könnten auf die Kinder der Spätgebärenden aufpassen, während diese gleich wieder zur nächsten Vorstandssitzung eilen.“
Wieso sollen eigentlich die Männer jetzt die von den Frauen vielgeschmähte Rolle des „Heimchen am Herd“ spielen? Für sie selber nicht gut genug, aber für die anderen ist’s schon okay. Naja, probieren kann man’s ja mal...
„Logisch: Je geringer die Ansprüche, desto höher die Wahrscheinlichkeit, einen zu finden.“
Stimmt, ist logisch.
„Bezeichnenderweise kommt derart guter Rat fast immer von Männern, und zwar von mittelmäßig erfolgreichen.“
Und wieso ist der Rat falsch? Nur weil er von Durchschnittsverdienern kommt?
„Mittelmäßig erfolgreich“ liest sich hier auch zwischen den Zeilen als Geringschätzung. Jaja, wer als mittelmäßig Erfolgreicher die Wahrheit sprechen will braucht ein schnelles Pferd...
„Überhaupt: Warum sind es eigentlich nur die Frauen, die ihr Verhalten zugunsten sozial Benachteiligter ändern sollen?“
Weil es sich die gutverdienenden Männer eben leisten können abzuwarten und gegebenenfalls auf andere, echte Frauen umschwenken können (mehr oder weniger).
„80 Prozent der Frauen wollen Job und Familie vereinbaren, aber nur 40 Prozent der Männer können sich eine Partnerschaft vorstellen, in der die Aufgaben gleichberechtigt verteilt sind“
Hier wird suggeriert, daß Frauen ja ach so modern und gleichberechtigt sind, während die bösen Männer die Frauen unterdrücken. Propaganda halt.
„Männchen“ ist zur Abwechslung eine Herabwürdigung.
„Männer kreuzen im Fragebogen an, es komme ihnen bei einer Frau vor allem auf innere Werte und Charakter an. Und nehmen dann die Hübschesten.“
Frauen kreuzen im Fragebogen an, es komme ihnen bei einem Mann vor allem auf innere Werte und Charakter an. Und nehmen dann die Reichsten.
„Siehe da, mithilfe der Maus zogen sie die Augen noch größer, malten die Lippen noch üppiger, die Kiefer schmaler, die Augenbrauen dezenter.“
Hier möchte ich mich stellvertretend für die gesamte Männerwelt entschuldigen! Ja, es stimmt. Wir Männer stehen auf ein weibliches Äußeres...
„»Die Intelligenz der Frau spielt im Beuteschema des Mannes keine Rolle.« Lesen Sie sich diesen Satz ein zweites Mal durch, langsam, zum Mitdenken.“
Ja, lesen wir den Satz nochmal und denken mit dabei. Den Männern ist es also bei der Partnerwahl egal, ob eine Frau intelligent ist oder nicht. Charakter, Herzenswärme und Ausstrahlung scheinen mehr zu zählen als IQ. Hmmmmm... Wieso kann eigentlich eine IQ-140-Frau nicht auch Charakter, Herzenswärme und eine positive Ausstrahlung haben? Dann müsste sie ja sogar noch bessere Chancen haben, oder...?
"und es scheint ihm selbst ein wenig peinlich, die Studie habe klar ergeben, dass Männer in erster Linie eine Frau suchen, die nett, verständnisvoll, gesund und attraktiv ist.“
Für Männer zählen also auch innere Werte. Warum soll Grammer das „peinlich“ sein?
„Eine erfolgreiche Akademikerin kann also auf dem Beziehungsmarkt nicht mit den Dingen punkten, denen sie ihren Erfolg zu verdanken hat: Intelligenz, Durchsetzungsvermögen, hoher Status“
Naja, egal. Sie ja immernoch ihren nette, verständnisvolle Art und ihre körperliche Attraktivität! Wo ist das Problem?
„Deshalb wählt auch heute noch die Hälfte aller deutschen Akademiker eine unstudierte, jüngere Frau.“
Liebe Autorin, kennen sie den Unterschied zwischen „egal“ und „nicht erwünscht“?
„Farbe egal“ bedeutet, dass ich das Auto kaufe, sogar wenn es in Latzhosen-Lila lackiert ist.
„Intelligenz egal“ bedeutet, dass ich die Frau heirate, egal ob sie intelligent ist oder nicht.
„Arroganz unerwünscht“ bedeutet, dass ich so eine Frau auf gar keinen Fall heirate, egal ob sie intelligent ist oder nicht.
Jetzt klar?
„Da nun 56 Prozent aller Uniabsolventen weiblich sind, lässt sich leicht ausrechnen: Wenn die Hälfte der schlauen Männer eine junge Doofe heiratet, bleiben für mehr als die Hälfte der schlauen Frauen nur doofe Männer übrig.“
Wir rutschen wieder zwischen die Zeilen und stellen fest:
Kein Uni-Abschluss = doof.
Nun steht also die schlaue Uniabsolventin mit 35 da, zwar mit Doktortitel aber ohne Mann. Den hat ihr nämlich eine junge Doofe längst weggeschnappt. Stellt sich nur die Frage wer hier wirklich doof ist...
„Außerdem, sagt Grammer, »suchen Frauen komischerweise umso weniger, je höher ihr Einkommen liegt«. Das hat ihn selbst überrascht, denn rein logisch betrachtet müsste es andersrum sein.“
Herr Grammer, ich bin zwar kein Professor (und daher für die Damenwelt hierzulande völlig uninteressant), aber ich weiss die Lösung hier. Sie lautet „Verwöhnte Cinderellas“.
Aber die Überraschung, daß manches rein logisch betrachtet andersrum sein müsste, kann ich durchaus nachempfinden. Die Autorin scheint nicht bemerkt zu haben daß Prof. Grammer hier indirekt aber deutlich die gutverdienend-weibliche Suchstrategie (bzw. das Fehlen derselben) kritisiert.
„»Frauen fahren zweigleisig«, sagt Grammer. »Sie gehen mit dem Alpha-Typen ins Bett, weil der das optimale Erbmaterial garantiert. Aber auf Dauer wollen Frauen die fürsorglichen Typen, die Verlässlichkeit und Langfristigkeit bei der Aufzucht der Kinder gewährleisten.«“
Das würde wenigstens die geschätzten 10% Kuckuckskinder in Deutschland erklären...
„»Wenn eine Frau zehn Männer getestet hat, ist Schluss. Dann hört sie auf zu suchen, und dann findet sie keinen mehr.«“
Nett ausgedrückt, Herr Professor. Aber auch ein bißchen suggestiv: die Frau testet und befindet als zu schlecht, nach zehn ist sie dann zurecht enttäuscht von dem ach soooo schlechten Männermaterial. Aber andersrum wird auch ein Schuh draus: Die Dame ist vielleicht beziehungsunfähig und konnte keinen einzelnen der zehn Männer halten. Aber das ist sicher die falsche Seite der Medaille...
„von Moni erzählen, 44, Marketingleiterin bei General Electric, die ungelogen jede Skipiste zwischen Aspen und den Alpen, jedes Golfturnier und Luxushotel zwischen München und den Malediven nach verwertbarem Männermaterial abgrast“
‚Mami! Mami! Heut nach dem Fußballtraining hab ich beim FC Barcelona, Chelsea, ManU, Bayern und Inter Mailand angerufen, aber keiner wollte mich haben. Buuuhuuuuuuu....’
Naja, vielleicht wollen die Jungs in St. Anton ja nicht „verwertbar“ sein, und schon gar kein „Material“, aus dem sich dann satte Scheidungsvermögen gewinnen lassen. So ein egoistisches Pack aber auch...
Man beachte wieder die verächtliche Wortwahl im Artikel.
„Frage, warum das in anderen Ländern so anders ist.“
Ja, liebe Autorin, hier kann ich nun mit Erfahrungen aus erster Hand aufwarten.
Deutsche Männer sind im Ausland eigentlich recht beliebt: „Zuverlässig, gebildet, verdienen gut, sanft, mit Familiensinn“ sind einige Schlagwörter die man so hört. Was die Deutschen Männer hingegen über ihre LandsfrauInnen denken deutet der Soziologe Rainer Paris an:
„Wenn sich bei einer relevanten Minderheit von Männern das Grundgefühl ausbreitet, daß es keine Frauen mehr gibt, zumindest keine, die es wert scheinen, begehrt zu werden, so ist dies in seinen atmosphärischen Auswirkungen und Folgen für die mentale Verfaßtheit der gesamten Gesellschaft kaum zu unterschätzen.“
Es ist in der Tat ziemlich deutlich, was einem mit vorgehaltener Hand von Geschlechtsgenossen manchmal gesteckt wird. Doch am krassesten sind die Einschätzungen ausländischer Frauen über ihre deutsche „Konkurrenz“. Ich breite hier bewußt den Mantel des Schweigens.
Apropos Schweigen und (Bank-)Geheimnis: In der Schweiz wurde unlängst veröffentlicht, dass inzwischen ein Drittel der Schweizer Männer Ausländerinnen heiratet. Und die kommen meist nicht aus direkten Nachbarländern...
„Nur die archaischen deutschen Männer beharren irgendwie darauf,“
Oh, wir bitten um Entschuldigung. Aus Gründen der Gleichberechtigung sind wir auch emanzipiert, durchsetzungsfähig und unabhängig. Aber im Vergleich zu anderen Ländern sind die Deutschen Männer immernoch Weichflöten.
„wenn also, sagen wir, Angela Merkel [...] mit einem zwölf Jahre jüngeren, singenden Ex-Model turteln würde, könnten wir ihr den unmittelbaren Ruin ihrer politischen Karriere ganz ohne Allensbach-Institut vorhersagen.“
Das ist wohl wahr. Ich höre schon die Stimmen neidisch lästern: „Schau mal da, Michaela, die alte Schachtel und der junge knackige Adonis, wie kann sie nur!!“
„Die gute Nachricht ist: Der Mann ist ein Auslaufmodell, seine Tage sind gezählt.“
Naja, es sind wohl nicht meine Tage die gezählt sind auf der biologischen Uhr...
Und immerhin sind es ja nicht die gut ausgebildeten Männer, die Probleme bei der Partnersuche haben und deren Gene aussterben werden. Oder hab ich den Artikel falsch verstanden?
„Frauen sind besser in der Schule“
Falsch, sie werden nur besser benotet weil sie angepasster sind, hübscher aussehen, unschuldiger scheinen und hinten wie vorne gefördert werden.
„arbeiten härter im Job“
Der absolute Löwenanteil des deutschen Bruttoinlandsproduktes wird von Männern erwirtschaftet. Sie arbeiten länger, sind ehrgeiziger und risikofreudiger bei Karriereentscheidungen, studieren die richtigen Fächer und verdienen deshalb zurecht mehr. Daß Männer sich im Job aufarbeiten liegt nun wieder am weiblichen Teil unserer Bevölkerung: Status und Geld sind halt angesagt, was ich jetzt erstmal garnicht verurteilen will. Sie dürfen genau die Vorlieben haben die sie wollen. Aber dann bitte nicht über die der Männer jammern.
Und apropos Jammern:
„halten Schmerz besser aus als männliche Weicheier“
Na dann sollten Frauen auch zur Bundeswehr müssen, idealerweise in die vorderste Front,
die sie dann aber doch lieber den Männern überlassen.
Ach wie unermeßlich muß das Leid unserer Super-Frauen bei der Partnersuche sein, dass sie trotz so hoher Schmerzgrenze so bitterlich wehklagen...
„Wir werden die Männer noch einige Zeit behalten, auch wenn es hart wird.“
Ooooch, das ist aber lieb von Euch, Mädels. Als deutscher Mann kann man da aber recht entspannt sein, man hat ja mehrere Möglichkeiten, und die Globalisierung hat auch den Partnermarkt längst erfasst. Ich bin aber sicher dass am Ende niemand allein und heulend im Regen steht. Jeder Topf findet seinen Deckel, und jede deutsche Powerfrau ihren DAX-Vorstand. Gaaanz sicher.
Zu jeder biologisch tickenden Mittdreissigerin kann ich nur sagen, daß sie genug Zeit hatte und alle Vorteile der weiblichen Jugend auf ihrer Seite bei der Partnersuche. Dass sie dann doch keinen abgekriegt hat liegt vielleicht nicht nur immer an den anderen.
Genauso wie es nicht nur die Schuld der Männer ist wenn diese angeblich „immer nur das Eine wollen“. Hängt halt auch von der Frau ab, ob ich mehr will oder eben nicht...
Leider sinkt mit jedem solchen Artikel (den ich noch nicht so recht überlesen kann) meine Wertschätzung für die holde deutsche Weiblichkeit (bzw. das was davon übrig ist). Und mit jedem unreflektierten Kommentar aus derselben Ecke noch ein Stückchen mehr. Und wie man an den männlichen Kommentaren ablesen kann scheine ich da nicht der Einzige zu sein.
Was denkt sich die Süddeutsche eigentlich, so einen Artikel zu veröffentlichen, der nur noch weiter zur weiblichen Brunnenvergiftung beiträgt?
Mit solch einer infantilen Geisteshaltung, wie sie die Autorin und manche Kommentatorinnen an den Tag legen, werden viele Männer ganz schnell das Weite suchen. Offenbar tun sie das ja heute schon in großen Zahlen. Und vermutlich suchen irgendwann auch die männlichen Abonnenten mal das Weite, wenn sie noch mehr mit solchen Texten, die sowohl den Verstand als auch die Männer beleidigen, belästigt werden.
Viele entspannte Grüße!
11 Uhr 27
ich wurde darauf aufmerksam gemacht dass mein Beitrag vom 28.3.
irgendwie verloren gegangen zu sein scheint...
Es handelte sich um eine Textanalyse, in der ich mich kritisch mit
dem Artikel "Einsame Spitze" auseinandersetze.
Auch ein (wohlwollender) Kommentar zu meinem Beitrag scheint
irgendwo zwischen Bits und Bytes verschwunden zu sein.
Ich gebe meinen Beitrag einfach nochmal und würde mich auf eine Diskussion der von mir angesprochenen Punkte sehr freuen,
sei es Zustimmung oder Gegenrede!
Grüsse aus dem Internet!
13 Uhr 20
Deutsche Powerfrauen (was für ein Schwachsinnsausdruck!)? Aber diese Frauen sehe ich hier sowieso sehr selten - trauen sich nach Afrika sowieso so gut wie nie - und ab und zu, eher sehr selten, vielleicht an Flughäfen, bevor sie sich - ihr Haar aufschüttelnd - in die Business Lounge begeben.
Daß meine afrikanische Freundin meiner Tochter eine sehr gute Partnerin ist, sich aber für meinen nun wahrlich "executive job" inhaltlich nicht interessiert, ist ein anderes, aber nur mein Problem.
Abgesehen von dem weiteren Problem, wenn man es überhaupt wagt, als Europäer öffentlich eine afrikanische Partnerin zu haben.
14 Uhr 53
16 Uhr 49
Intelligen, schön, erfolgreich – und Single
(Wobei „schön“ nicht statistisch bewiesen wurde!)
http://www.choice-ltd.com/admin/uploads/...
Schaut man sich die „Verbesserungsvorschläge“ an die Adresse dieser Führungsfrauen, dann muss man sich nicht wundern, wenn scheinbar die meisten dieser Frauen keinen Mann finden. (Dazu kommt noch das Beuteschema, welches schon angesprochen wurde):
4.) Die fünf häufigsten Beziehungsfehler weiblicher Führungskräfte
Fehler 1: beruflich erfolgswirksames Verhalten wird in den Privatbereich übernommen. Durchsetzungsstärke wird aber zu Hause als Rücksichtslosigkeit verstanden, Kostenbewusstsein als Geiz und souveränes Delegieren als Kontrolle.
Fehler 2: Wettbewerb und besser sein als andere ist Voraussetzung für Erfolg im Beruf. Bewerten, messen, vergleichen ist Alltag für Führungskräfte. Aber Benchmarking im Privaten ist destruktiv. Die beruflichen Bewertungsmässtabe für Erfolg und Misserfolg dürfen nicht auf die Beziehung angewendet werden.
Fehler 3: alles für den Job, besonders alle Zeit. Wochenenden werden zum Abarbeiten von Unerledigtem genutzt, für Workshops zur Weiterbildung oder Networking unter beruflichen Nutzenaspekten. Eine Beziehung braucht aber unstrukturierte Zeit, damit sich Gespräche über Gefühle entwickeln können.
Fehler 4: es den Männern zeigen zu wollen. Das ist die falsche Motivation. Frauen übernehmen dann das Verhalten der Männer. Die „Vermännlichung“ macht Männern Angst, sie fliehen aus der Beziehung.
KdN: Männer macht es keine Angst, aber sie wollen halt doch eine Frau und keine Chefin!!!
Fehler 5: erfolgreiche Frauen suchen Männer, die noch erfolgreicher sind als sie selbst. Durch diese Mischung aus Statusdenken und dem Versuch, privat eine alte Rollenverteilung wieder herzustellen, wird schon zahlenmässig die Auswahl an Partnern stark eingeschränkt.
5.) Verhaltensempfehlungen für weibliche Führungskräfte
Erwartungen auf null setzen: der Partner ist kein Mitarbeiter und kein Erfüllungsgehilfe für persönliche Ziele. Jeder sollte dem anderen erlauben, eigene Ziele zu verfolgen.
Ehrliche Dialoge: die knappe gemeinsame Zeit nicht mit organisatorischen Fragen füllen. Jede Woche Zeit schaffen für Zwiegespräche über Gefühle.
Appreciative Inquiry: eine Sprache wählen, die das Positive im anderen sucht und würdigt.
Bedürfnisse klären: der Partner dient nicht dazu, Bedürfnisse des anderen selbständig zu erkennen und zu befriedigen sowie Mängel auszugleichen. Dafür ist jeder selbst verantwortlich. Der andere kann dabei unterstützen.
Freiräume statt Kompromisse: jeder definiert eine subjektive Bedürfnis-pyramide, die der andere ohne Umerziehungsmassnahmen zu akzeptieren hat.
Konstruktives Feedback: jeder Mitarbeiter darf es von der Führungskraft einfordern, privat wird häufig darauf verzichtet. Dabei immer von den Fakten ausgehend argumentieren, und nicht mit der Interpretationen von Fakten anfangen.
Selbstmanagement: Nur wer sich selbst genug sein kann, genügt auch einer Partnerschaft. Keine Arbeitsteilung im Sinne von: der eine kümmert sich die Familie, der andere um die Freunde. Jeder sollte sich um alle Bereiche, die das Leben ausmachen, selbst kümmern, also z.B.: Familie, Freunde, Gesundheit, Weiterbildung, Urlaub.
10 Uhr 14
09 Uhr 50
www.traktorimnetz.de/download/010_Frauen+Maenner.pdf
08 Uhr 16
es mag zwar etwas abseits vom Thema sein, aber wenn ich an die kommende Generation denke wird mir schlicht und ergreifend schlecht, geschlechterunabhängig. Was da an oberflächlichen, belangslosen, unpolitischen sozialen Defiziten auf uns zukommt und eines Tages in Politik und Management sitzt treibt einem den Angstschweiss auf die Stirn. Siehe hierzu http://www.wiwo.de/karriere/deutsche-stu...
16 Uhr 27
Frau Haas, Sie wissen doch bestimmt auch, dass das Bildungsniveau besonders in Deutschland in den letzten zwanzig Jahren drastisch abgenommen hat (das weiss auch ihr "Professor").
Während das Bildungssystem gewissermassen skeloritisiert, ist es im Grunde genommen ein Zeichen "spiritueller Gesundheit" der Jungs, sich aus diesem zu verabschieden. Wenn gute Alternativen da wären. Und wenn das nicht in allen möglichen Neurosen und Verhaltensauffälligkeiten sich äussern würde und müsste. Aber auch die Mädchen leiden unter diesem Bildungssystem, was sich am drastischen Anstieg von Krankheitssymptomen (z.B. Bulimie) und ebenfalls nachgewiesenermassen in einem enorm angewachsenen Aggressionspotenzial zeigt. Vor nicht allzu langer Zeit haben eine Gruppe Mädchen in Berlin eine Geschlechtsgenossin gezwungen sich auszuziehen und sie dann nackt durch die Strassen gejagt. Vor dreissig Jahren hätte uns Alice Schwarzer bei solchen Prognosen im günstigsten Fall wohl für wahnsinnig erklärt. Mädchen versuchen sich heute noch eher in einer gewissen Weise mit dem bestehenden System zu arrangieren. Wirklich zukunftsfähig werden sie dadurch auch nicht.
Was uns heute als Bildung verkauft wird ist eine unglaubliche Mogelpackung, sozusagen ein "relatives Hemd" sozusagen. Drastisch im Bilde gesagt: Weil die eine Packung Äpfel nicht ganz so angefault ist wie die andere preist man die weniger verdorbene. Die wirklichen Probleme und die krankheitsauslösenden Aspekte werden sträflich vernachlässigt.
Für ein kleines Wochenendreisserchen in einem Magazinchen ist das Thema halt bei den gleichfalls gesunkenen Ansprüchen scheinbar aber noch gut genug.
Nicht wahr, Frau Haas?