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aus Heft 36/2009 Mode & Accessoires

"Ich habe kein besonderes Gespür für Mode"

Christine Zerwes (Interview)  Markus Gaab (Fotos)

Karoline Herfurth gibt hier ausnahmsweise das Model. Dabei mag es die Schauspielerin jenseits der Kamera sonst eigentlich eher uninszeniert. Und das gilt auch für ihre Kleidung. Ein Gespräch über Wollmäntel, Catsuits und die ewige Suche nach dem eigenen Stil.

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SZ Magazin: Frau Herfurth, Sie haben gerade in Berlin zwei Tage lang für uns gemodelt und die unterschiedlichste Mode getragen – vom minimalistischen Jil-Sander-Kleid bis zu Tüllroben von Oscar de la Renta. Haben Sie solche Stücke auch in Ihrem Kleiderschrank?
Karoline Herfurth:
Nein, ich liebe Mode zwar, aber ich fürchte, ich habe kein besonderes Gespür für sie. Ich beneide Menschen, die wissen, wie man etwas kombiniert, damit es spektakulär aussieht. Privat ziehe ich mich allerdings lieber normal an.

Fallen Schauspieler nicht gern auf?
Ich privat nicht. Wenn ich drehe oder über den roten Teppich gehe, trage ich oft genug auffällige Kleider.

Was ist Ihr Lieblingskleidungsstück?

Im Moment ein weißer Wollmantel. Ich bin glücklich, dass es diesen Sommer so oft kalt war, ich habe wirklich jeden kühleren Tag genutzt, um ihn anzuziehen.

Wie würden Sie Ihren Modestil beschreiben?
Unterschiedlich. Manchmal trage ich gern einfache Cargo-Hosen. Aber ich liebe auch Kleider, die mit der Linie spielen: Ballonröcke zum Beispiel. Und mir gefällt der »FranzösinnenLook« von Jean Seberg: schlichte Schnitte, Schiebermütze – mein Stil ist noch unentschieden, vielleicht bleibt das auch so.

Haben Sie sich in der Rolle des Models für dieses Heft wohl gefühlt?
Sehr. Ich kann viel mutiger sein als beim Film. Regisseure suchen meist einen bestimmten Typ – für Modestrecken wird man dagegen zu einem Typ gemacht. Da habe ich die Chance, viele Gesichter zu zeigen – das Hippiemädchen, die verstoßene Adelstochter, die griechische Göttin.

Das klingt, als könnten Sie sich beim Film nicht genug ausleben?
Es ist manchmal schwer, die Möglichkeit zu bekommen, unterschiedliche Gesichter zu zeigen. Ich habe das Mirabellenmädchen in Das Parfum oder die Ballerina in Im Winter ein Jahr gespielt. Beides waren zerbrechliche Frauen.

Und, sind Sie zerbrechlich?
Sicher auch, ja. Aber das heißt nicht, dass ich keine harten Rollen spielen kann. Ich bin Schauspielerin, um zu zeigen, wie wandelbar ich bin! Wenn ich mir etwas wünsche, dann Regisseure, die neue Gesichter aus mir herauslocken wollen.

(Lesen Sie auf der nächsten Seite, in welche Rollen Karoline Herfurth gern mal nur wegen der Kleider schlüpfen würde.)
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