aus Heft 28/2011 Familie 127 Kommentare
»Deutsche Frauen sagen nie das, was sie wirklich denken«
Die Männer in diesem Land haben es nicht leicht: Viele von ihnen finden deutsche Frauen zu hartherzig. Zu anstrengend, zu bestimmend. Deshalb heiraten sie immer häufiger Osteuropäerinnen oder Asiatinnen. Und werden, man muss es so sagen, tatsächlich glücklicher.
Von Karoline Amon Fotos: Stephanie Fuessenich
Zhanna. Nachts, in seinem Hotelzimmer in Weißrussland, grübelt Bernd, ob er sich verliebt hat. Und darüber, was passieren würde, wenn er – nur mal angenommen – Zhanna nach Deutschland kommen ließe. Was werden seine Söhne sagen, die Freunde, die Nachbarn? Bernd hat sich vor dem Hotel von Zhanna verabschiedet, kein Kuss, nur ein stilles Einvernehmen, dass sie sich wiedersehen werden am nächsten Tag.
Zhanna kommt mit einer Freundin, zu dritt besichtigen sie die Innenstadt von Mogilev. Zhanna erklärt ihm alles auf Englisch, sie spricht gut. Bernd beobachtet sie. Sie ist Mitte 30, berufstätig, geschieden, eine Tochter, die sie allein großzieht. Eine interessante Frau mit langen Haaren, feminin angezogen mit kurzem Rock, enger Bluse und hohen Schuhen. Ganz normal für Zhanna, so normal wie für die meisten weißrussischen Frauen. Ungewöhnlich in Bernds Augen. Aber es gefällt ihm. Sehr.
Bernd ist schon lange auf der Suche. Er ist Geschäftsmann, sieht nicht schlecht aus und verdient ganz gut. Seine Ehe mit einer Deutschen ist vor zehn Jahren gescheitert. Zehn Jahre hat er meist im Lokal gegessen, die Gebrauchsanleitung für den Herd zu Hause liegt immer noch im unbenutzten Backofen. An den Wochenenden tigerte Bernd von Frau zu Frau.
Er sagt, die »endlosen Diskussionen« hätten ihm die Freude an den Frauen vermiest. Keine Zärtlichkeit, keine Liebe. Bernd gibt die deutschen Frauen auf, sie sind einfach nicht sein Ding. Dann gibt ihm ein Freund einen Tipp, der ihn erst ins Internet, dann nach Mogilev und schließlich geradewegs ins Standesamt führt.
Interfriendship.de, eine Partnerbörse, ist spezialisiert auf Frauen aus Osteuropa. Auf der Startseite können Männer erst mal gucken – umsonst. Fotos von Frauen aus Russland sind dort zu sehen, aus der Ukraine, demnächst auch aus Polen. Sie zeigen Olga, 35 Jahre alt, zwei Kinder, oder Svetlana, 39 Jahre alt, ein Kind. Für das Foto haben sie die Haare schön frisiert, dezentes Make-up. Sie suchen einen Mann – einen deutschen. Zhannas Foto gefiel Bernd sofort, er machte Nägel mit Köpfen. Ein kurzer Briefwechsel, und schon war Bernd unterwegs.
100 000 deutsche Männer haben ein Passwort für die Seite Interfriendship.de, 10 000 von ihnen sind zurzeit aktiv und schauen auf Olga, Svetlana oder Dana. Tatsächlich sind viel mehr Männer auf der Suche, denn im Internet gibt es viele Adressen für jene, die sich nach einer Frau aus Osteuropa umsehen. Und alle hoffen sie, eine Osteuropäerin bringe ihnen die Liebe zurück.
Laut Statistischem Bundesamt haben 1989 rund 16 000 Männer eine Ausländerin geheiratet, 2007 waren es fast 25 000. An erster Stelle stehen dabei die Polinnen, gefolgt von Thailänderinnen und Ukrainerinnen. Dramatischer aber als diese Zahlen ist der Imagewandel, der sich vollzogen hat: Osteuropäerinnen gelten nicht mehr als Notlösung für einen tumben Mann, der lieber eine Deutsche gehabt hätte, aber leider keine abgekriegt hat. Und der, naiv, wie er nun mal ist, jetzt von einer Russin abgezockt wird. Auch jene werden weniger, die automatisch annehmen, eine Thailänderin, die mit einem Deutschen verheiratet ist, sei aus dem Katalog geordert oder per Bumsbomber aus Pattaya geholt worden.
David Glowsky hat Fragebögen an deutsche Ehemänner und ihre thailändischen oder osteuropäischen Frauen verschickt. Glowsky, Soziologe an der Freien Universität Berlin, wollte wissen, welcher deutsche Mann sich für eine Partnerin aus Osteuropa oder Fernost entscheidet: Die meisten sind älter als dreißig, und vierzig Prozent waren schon mal verheiratet, sie haben ein sicheres, wenn auch nicht üppiges Gehalt. Ihnen spielt das »ökonomische Gefälle der Herkunftsländer« eine »attraktivere, rund acht Jahre jüngere Partnerin« in die Arme.
Inzwischen hat nicht mehr die Osteuropäerin oder Asiatin ein Imageproblem, sondern die deutsche Frau. Sie gilt häufig als hart, unnachgiebig, uncharmant. Das bestätigen auch die Untersuchungen David Glowskys, des Soziologen aus Berlin: Deutsche Frauen sind emanzipiert, ihr Beruf ist ihnen wichtig. Männer dagegen bevorzugen die traditionelle Rollenverteilung: Die Frau darf klüger und schöner sein als sie, jedoch nicht gern selbstständiger.
Zhanna kommt mit einer Freundin, zu dritt besichtigen sie die Innenstadt von Mogilev. Zhanna erklärt ihm alles auf Englisch, sie spricht gut. Bernd beobachtet sie. Sie ist Mitte 30, berufstätig, geschieden, eine Tochter, die sie allein großzieht. Eine interessante Frau mit langen Haaren, feminin angezogen mit kurzem Rock, enger Bluse und hohen Schuhen. Ganz normal für Zhanna, so normal wie für die meisten weißrussischen Frauen. Ungewöhnlich in Bernds Augen. Aber es gefällt ihm. Sehr.
Bernd ist schon lange auf der Suche. Er ist Geschäftsmann, sieht nicht schlecht aus und verdient ganz gut. Seine Ehe mit einer Deutschen ist vor zehn Jahren gescheitert. Zehn Jahre hat er meist im Lokal gegessen, die Gebrauchsanleitung für den Herd zu Hause liegt immer noch im unbenutzten Backofen. An den Wochenenden tigerte Bernd von Frau zu Frau.
Er sagt, die »endlosen Diskussionen« hätten ihm die Freude an den Frauen vermiest. Keine Zärtlichkeit, keine Liebe. Bernd gibt die deutschen Frauen auf, sie sind einfach nicht sein Ding. Dann gibt ihm ein Freund einen Tipp, der ihn erst ins Internet, dann nach Mogilev und schließlich geradewegs ins Standesamt führt.
Interfriendship.de, eine Partnerbörse, ist spezialisiert auf Frauen aus Osteuropa. Auf der Startseite können Männer erst mal gucken – umsonst. Fotos von Frauen aus Russland sind dort zu sehen, aus der Ukraine, demnächst auch aus Polen. Sie zeigen Olga, 35 Jahre alt, zwei Kinder, oder Svetlana, 39 Jahre alt, ein Kind. Für das Foto haben sie die Haare schön frisiert, dezentes Make-up. Sie suchen einen Mann – einen deutschen. Zhannas Foto gefiel Bernd sofort, er machte Nägel mit Köpfen. Ein kurzer Briefwechsel, und schon war Bernd unterwegs.
100 000 deutsche Männer haben ein Passwort für die Seite Interfriendship.de, 10 000 von ihnen sind zurzeit aktiv und schauen auf Olga, Svetlana oder Dana. Tatsächlich sind viel mehr Männer auf der Suche, denn im Internet gibt es viele Adressen für jene, die sich nach einer Frau aus Osteuropa umsehen. Und alle hoffen sie, eine Osteuropäerin bringe ihnen die Liebe zurück.
Laut Statistischem Bundesamt haben 1989 rund 16 000 Männer eine Ausländerin geheiratet, 2007 waren es fast 25 000. An erster Stelle stehen dabei die Polinnen, gefolgt von Thailänderinnen und Ukrainerinnen. Dramatischer aber als diese Zahlen ist der Imagewandel, der sich vollzogen hat: Osteuropäerinnen gelten nicht mehr als Notlösung für einen tumben Mann, der lieber eine Deutsche gehabt hätte, aber leider keine abgekriegt hat. Und der, naiv, wie er nun mal ist, jetzt von einer Russin abgezockt wird. Auch jene werden weniger, die automatisch annehmen, eine Thailänderin, die mit einem Deutschen verheiratet ist, sei aus dem Katalog geordert oder per Bumsbomber aus Pattaya geholt worden.
Anzeige
David Glowsky hat Fragebögen an deutsche Ehemänner und ihre thailändischen oder osteuropäischen Frauen verschickt. Glowsky, Soziologe an der Freien Universität Berlin, wollte wissen, welcher deutsche Mann sich für eine Partnerin aus Osteuropa oder Fernost entscheidet: Die meisten sind älter als dreißig, und vierzig Prozent waren schon mal verheiratet, sie haben ein sicheres, wenn auch nicht üppiges Gehalt. Ihnen spielt das »ökonomische Gefälle der Herkunftsländer« eine »attraktivere, rund acht Jahre jüngere Partnerin« in die Arme.
Inzwischen hat nicht mehr die Osteuropäerin oder Asiatin ein Imageproblem, sondern die deutsche Frau. Sie gilt häufig als hart, unnachgiebig, uncharmant. Das bestätigen auch die Untersuchungen David Glowskys, des Soziologen aus Berlin: Deutsche Frauen sind emanzipiert, ihr Beruf ist ihnen wichtig. Männer dagegen bevorzugen die traditionelle Rollenverteilung: Die Frau darf klüger und schöner sein als sie, jedoch nicht gern selbstständiger.
- Seite 1: »Deutsche Frauen sagen nie das, was sie wirklich denken«
- Seite 2: Zu schlecht gelaunt, zu schlampig angezogen, zu anspruchsvoll.
- Seite 3: Frauen als Verfügungsmasse?
Cocktails
Kochquartett
20 Jahre
Sagen Sie




12 Uhr 43
21 Uhr 06
Männer, die darauf eingehen, stellen irgendwann fest, dass sie die Frau eigentlich nur für das Poppen benötigen. Direkt nach einem ernsthaft harten Arbeitstag die Aufgabengebiete einer Frau zu praktizieren lassen einen anderen Rückschluss nicht mehr zu. Für männliche Hausarbeit ist die Frau sowieso viel zu überfordert. - Dem Mann wird immer mehr deutlicher, dass der Weg zu zweit durch die Frau nicht mehr halb solange ist, sondern sich durch sie achtmal länger wird. ? Deutsche Frauen meinen alle, dass sie Prinzessinnen seien und sind für eine Partnerschaft nicht mehr hinnehmbar. Kein Wunder, dass die Männer dieses Landes immer mehr zu heiratsmuffeln mutiert sind.
Die Dankbarkeit der Frau zu ihrem lieben devoten Idioten ist der, dass der Mann dann die "moderne Frau" komplett kennenlernt, indem der Mann die sexuelle Selbstfindung, auch Untreue genannt, von ihr erlebt. Zusätzlich, dass die Frau konsequenzfrei bleibt, und er die Kosten dieser Konsequenz immer ausbaden muss. Egal aus welchem Grund es zur Scheidung kommt, die moderne Frau erhält aus Argumenten früherer Zeiten sein Geld und die Kinder.
Ich sage Nein zu Deutschen Frauen. Sie können leider nichts mehr. Selbst für den Geschmack ist es besser, wenn der Mann kocht.
16 Uhr 00
21 Uhr 35
08 Uhr 41
Es ist immer das Gleiche. Man hängt sich an einem Wort auf, statt das Ganze zu sehen.
20 Uhr 19
Der Spiegel-Tv-Film begleitet zwei deutsche Männer auf Frauensuche in Riga bzw. Kiew und dauert 45 Minuten. Bereits in der 45. Sekunde (!) des Films fällt der Satz: »sie gelten als unterwürfig?«.
19 Uhr 51
http://www.spiegel.tv/#/filme/heiratsmar...
20 Uhr 15
Einen eigenen Job, um zur Not auf eigenen Füßen stehen zu können (wenn die Ehe scheitern sollte) und eine liebevolle Familie mit einem Ehemann, der die Hausarbeit und Kindererziehung mitträgt.
Außerdem macht wohl jeder gern lange Urlaub und das typische Bild des alleinernährenden Vaters, der zuviel arbeitet um Zeit mit der Familie verbringen zu können ist wohl weiter verbreitet, als das der Karrierefrau, die sich eher auf der Arbeit zuhause fühlt.
Wenn ein Mann eine Frau sucht, die sich alleine um den Haushalt und die Kinder kümmert und von seinem Geld lebt, dann mag es sein, dass er diese in Deutschland nichtmehr so leicht findet. Die meisten Frauen hier wollen eben eine Beziehung auf egalitärer Ebene führen. Das sollte nicht zuviel verlangt sein, sondern nur ausgeglichen. Wenn auch Männer nach so einer Beziehung suchen sollten sie die Suche vor ihrer Haustür nicht aufgeben.
So sollten beide Parteien sich einfach mal besser über ihre Erwartungen verständigen, anstatt auf Stereotypen zu bauen.
16 Uhr 06
"Du bist ja selbst schuld, wenn du dir eine vom Baum runterholst"
So sehr die "Emanzipation" die deutschen Frauen ihren Alltag prägt, so schnell schlägt der "Stuteninstinkt" durch, wenn Konkurrenz aus "dem Busch" ins Spiel kommt...
15 Uhr 27
Seit elf Jahren habe ich mit meiner zweiten Frau - einer Thailänderin aus dem Nordosten dieses wunderbaren Landes - kein böses Wort gewechselt. Kennengelernt haben wir uns nicht über eine "Frauenverkaufsagentur", sondern auf einem Weinfest im schönen Kaiserstuhl - unsere Beziehung ist von gegenseitiger Achtung und Dankbarkeit geprägt. Meine Rattana pflegte liebevoll meine nicht gerade einfache alte Mutter über Jahre, die mit in unserem Haus lebte und ich begleite meine Frau seit fünf Jahren durch eine schwere Krebserkrankung, von der wir nicht wissen, wie sie enden wird. Jetzt bin ich im Ruhestand und in wenigen Wochen werden wir nach Thailand in unser dortiges Haus umsiedeln - ich bin froh, dieses Deutschland zu verlassen....
Wer wissen will, warum ich dieses Land mit seinen freundlichen Menschen (von denen meine Frau die freundlichste ist) so liebe, sehe dort nach:
http://isaan-forum.com/viewforum.php?f=1...
nochmals @Gob: Wir suchen immer gute Kontakte - einfach mailen:
gerhardveer@yahoo.de