Anzeige

Politik 10. August 2012 1 Kommentar

Wie ist der Geruch ihrer Kindheit?

Wer ist dieser Mensch, der unser Land regiert? Wie tickt die Frau, die sie die mächtigste Frau der Welt nennen? Wir haben bekannte Deutsche gebeten, der Bundeskanzlerin jeweils eine Frage zu stellen. Heikle Fragen und persönliche Fragen, kluge Fragen und freche Fragen. Fragen, die ihr jeder von uns gern schon mal stellen wollte. Ein Auszug aus dem heutigen SZ-Magazin.


Bitte warten, die Bildergalerie wird geladen...

Wir sehen sie jeden tag. Wir sehen, wie sie in Brüssel für den Euro kämpft, in Paris François Hollande umarmt und in Bayreuth walkürenhaft ins Festspielhaus einzieht. Seit sieben Jahren sehen wir sie so oft, dass wir sie zu kennen meinen: Die einen sagen, sie sei neugierig, raffiniert und hochintelligent, die anderen finden sie zu kühl, zu passiv, zu rational, wieder andere behaupten, sie habe einen wundervollen Humor, vor allem wenn man mit ihr allein sei. Wer also ist sie?

Die Wahrheit ist: Niemand kennt Angela Merkel wirklich - außer vielleicht ihr Mann und ihre Büroleiterin. Die Wahrheit ist aber auch: Wir würden sie gern besser kennen, schließlich will sie auch nächstes Jahr wieder zur Kanzlerin gewählt werden. Das Weltgeschehen ist verwirrend wie lange nicht: Schuldenkrise, Energiewende, Syrienkrieg. Neulich warf Bundespräsident Gauck der Kanzlerin vor, dass sie ihre Entscheidungen nicht gut genug erkläre.

Wir haben Prominente gebeten, der Kanzlerin Fragen zu stellen, Künstler, Sportler, Unternehmer, Politiker - sie alle sollten sich überlegen, was sie schon immer von der Bundeskanzlerin wissen wollten. Wir bekamen insgesamt 37 Fragen und schickten sie ins Kanzleram. Die Kanzlerin erbat sich ein paar Tage Zeit, dann schickte sie ihre Antworten. Manche sind überraschend, andere frotzelig, lustig, rührend. Alle sind knapp und ganz klar. So ist sie halt, unsere Kanzlerin.

Hier sehen Sie einige Fragen und Antworten, das gesamte Interview können Sie heute im Magazin in der Süddeutschen Zeitung nachlesen.




Schauspielerin Iris Berben: "Wie ist der Geruch Ihrer Kindheit?"
Angela Merkel: "Kiefern und Heu und im Herbst der Duft von Kartoffeln im Kartoffeldämpfer."




Moderator Reinhold Beckmann: "Was schätzen Sie an Hannelore Kraft?"
Angela Merkel: "Dass sie sich auch für Fußball interessiert."




Moderator Markus Kavka: "Was war der größte Mist, den Sie als Jugendliche je gebaut haben?"
Angela Merkel: "Mit einem neuen Trainingsanzug aus einem Westpaket in eine harzige Baumhöhle zu kriechen."




Ex-Tennis-Profi Boris Becker: "Wen würden Sie gern zu einer Dinnerparty einladen und warum?"
Angela Merkel: "Dinnerpartys veranstalte ich nicht. Aber zu einem Abendessen würde ich gern einmal Vicente del Bosque einladen."




Opernsänger Jonas Kaufmann: "Wie lautet Ihr Konfirmandenspruch? Und bedeutet er Ihnen heute noch etwas?"
Angela Merkel: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am größten aber ist die Liebe« (Paulus, 1 K 13,13). Er leitet mich im Umgang mit den Menschen, denen ich begegne."




Schauspielerin Katja Riemann: "Wovor haben Sie am meisten Angst?"
Angela Merkel: "Bei einem Gewitter ungeschützt zu sein".

Die 31 übrigen Fragen stehen heute im Magazin in der Süddeutschen Zeitung.

Anzeige

Kommentare

Name:
Kommentar:

  • Vorname Nachname (6) Angela Merkel scheint ein Paradebeispiel für die vollständige Entleerung von Politik und Menschen zu sein. Man fürchtet fast, sie wäre eine Art Zombie geworden..