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aus Heft 03/2013 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Devid Striesow

Fotos: Alexandre de Brabant

Der Schauspieler Devid Striesow über seine Bulldogge, langweilige Theaterstücke und die Frage, wie man einen SS-Offizier spielen muss.



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Name:
Devid Striesow
Geboren: 1. Oktober 1973 in Bergen auf Rügen
Beruf: Schauspieler
Ausbildung: Goldschmiedelehre, Abitur, Musikstudium (nicht abgeschlossen), Schauspielschule
Status: Mann, oh Mann

Spielt Til Schweiger einen Nazi, sieht man auf der Leinwand Til Schweiger, der einen Nazi spielt. Spielt Devid Striesow einen Nazi, vergisst man, dass es Devid Striesow überhaupt gibt. Vielleicht liegt es daran, dass viele diesen Mann immer noch nicht auf Anhieb erkennen: Dass er der bessere, der ernsthaftere Schauspieler ist; dass es ihn selbst, also Devid Striesow – geboren auf Rügen, eine Frau, drei Söhne – zwar gibt, aber nicht für uns Zuschauer. Wir kriegen nur seine Rollen, den erfolglosen Kleinunternehmer Ingo (Lichter), den SS-Offizier Herzog (Die Fälscher), den Investmentspekulanten Philipp (Yella). Es ist diesem Mann tatsächlich gelungen, in ein paar der besten deutschen Filme der letzten Jahre mitzuspielen und sämtliche Preise abzuräumen, ohne das zu werden, was man so einen Star nennt. Es ist anzunehmen, dass er das so möchte. »Ich bin ein Handwerker«, sagt er von sich. Und ein bisschen sieht er auch so aus. Am 27. Januar wird Striesow zum ersten Mal als Tatort-Kommissar zu sehen sein.
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