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aus Heft 06/2013 Reise Noch keine Kommentare

Île-sur-la-Sorgue

Bitte alle sammeln: Sonntags wird die Kleinstadt in der französischen Provence zum gigantischen Antiquitätenmarkt.

Von Lara Fritzsche  Illustrationen: Jean Jullien




Brücken

Die Altstadt von Îsle-sur-la-Sorgue in der Provence liegt auf einer Insel, auf die 15 schmale Brücken, sechs öffentliche und acht private Stege führen – und ein umgestürzter Birkenstamm.

Gondeln
Es gibt sie, aber sie befördern keine Touristen, sondern Waren. Erzeuger aus der Region bringen ihre Produkte auf dem Wasserweg in die Kleinstadt und verkaufen sie direkt aus dem Kahn heraus. Auf den Kanälen schippern also frische Austern in Körben, Blumenbündel und Lavendelsäckchen, Honig in Fässern oder Ziegenkäse und keine fotografierenden Shortsträger. Dem Stadtbild tut das gut.

Essen
Kann man sehr gut, nämlich provenzalisch mit Michelin-Stern im Restaurant »Le Vivier« (www.levivier-restaurant.com), oder besonders schön: zum Beispiel im Restaurant »Les Terrasses du Bassin« (www.lesterrassesdubassin.com) auf einem Steg über dem Kanal, mit Blick auf alte Wasserräder.

Schlafen
Große Hotels gibt es nur außerhalb der Insel. Wer auf dem von den Kanälen der Sorgue umspülten Teil der Kleinstadt übernachten will, der nimmt sich ein Gästezimmer. Sehr schön sind die im Stadtpalazzo von Carole und Joël; zwei Personen zahlen hier je nach Saison zwischen 150 und 290 Euro und bekommen dafür ein individuell eingerichtetes Zimmer mit Terrasse, Pool-Zugang und einem Frühstück von zwei meinungsstarken Ex-Parisern im Ruhestand, Schimpfwort-Sprachkurs inklusive; www.lacarolisle.com.

Unbedingt
Die Reise nach Îsle-sur-la- Sorgue über einen Sonntag planen, denn dann ist der ganze Ort ein Antiquitätenmarkt. Bis zu 800 Händler kommen dafür in die Kleinstadt. Und die stellen ihre Waren nicht einfach nur am Straßenrand auf, sie richten ganze Musterzimmer ein wie bei Ikea – nur eben auf dem Niveau von ELLE Décoration.

Auf keinen Fall
Auf einen Mietwagen verzichten: In unter einer Stunde Autofahrt erreicht man den gotischen Papstpalast von Avignon, das Aquädukt Pont du Gard, und das beinahe 2000 Jahre alte römische Theater in der Stadt Orange. Wen das nicht interessiert, der braucht trotzdem einen Wagen: um die ganzen Weingüter und Chocolaterien der Region abzufahren.

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