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aus Heft 16/2013 Ein Interview ohne Worte Noch keine Kommentare

Sagen Sie jetzt nichts, Jorge Gonzalez

Über 18-Zentimeter-Absätze kann er nur lachen: Der Coach aus Germany's Next Topmodel über Kuba und sein Diplom in Nuklearökologie.

Fotos: Andreas Herzau



JORGE GONZALEZ


Geboren: 11. August 1967 in Sancti Spiritus, Kuba
Beruf: Coach und Choreograf
Ausbildung: Studium der Nuklearökologie
Status: Hey ho, let's go

Nur wenige Menschen können auf Stelzen laufen, als würden sie in Fellpuschen mal eben vom Bad in die Küche wechseln. Jorge Gonzalez kann das. Er bewegt sich auf 18-Zentimeter-Absätzen so elegant, dass die FAZ ihn einen »fleischgewordenen Stöckelschuh« nannte. Als leicht verkaufen, was anstrengend ist: Das ist Jorges Geschäft. Schon mit acht Jahren hat er gebüffelt, um aufs Internat zu kommen. Er wollte raus aus Kuba, studierte in Bratislava und machte sein Diplom in einem Fach, das man lieber noch mal nachschlägt: Nuklearökologie. Als Fidel Castro 1990 alle kubanischen Studenten zurückholen wollte, blieb er in Europa und war Lambada tanzend in einem Werbespot für Coca-Cola zu sehen. Anfang der Neunziger kam er als Stylist und Catwalk-Trainer nach Deutschland. Bevor er in die Jury von Let’s Dance wechselte, brachte er den Mädels bei Germany’s Next Topmodel das Laufen bei, damit die später im Dschungelcamp eine gute Figur machen. Er hat eine Single aufgenommen, seine Memoiren geschrieben und wirbt für ein Heißwachsgerät. Was soll man sagen? Jorge Gonzalez passt ins Privatfernsehen des 21. Jahrhunderts – toll ist er irgendwie trotzdem.

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