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aus Heft 19/2013 Ein Interview ohne Worte 2 Kommentare

Sagen Sie jetzt nichts, Meret Becker

In eine Schauspieler- und Künstlerfamilie geboren ist sie zur Perfektionistin geworden: Meret Becker über zahlreiche Preise, Eckkneipen und Charlie Chaplin.

Fotos: Tibor Bozi




MERET BECKER

Geboren: 15. Januar 1969 in Bremen
Beruf: Schauspielerin, Sängerin
Ausbildung: keine (brach die Schule mit 16 ab, um Schauspielerin zu werden)
Status: Verletzliche Berliner Schnauze

Meret Becker lässt sich jede Frage mehrmals vorlesen, manchmal verharrt sie für Sekunden bewegungslos im Studio und starrt vor sich hin, überlegend, suchend, um dann plötzlich eine Pose einzunehmen. Sobald das Foto geschossen ist, will sie es sich gleich anschauen, überprüfen, ob ihre Eingebung »okay« war. Dass sie eine Perfektionistin ist, merkt man spätestens jetzt: Obwohl sie nicht mehr raucht, lässt sie sich für ein Foto Zigaretten anzünden. Sie kontrolliert ihre Posen bis zur Haltung jedes einzelnen Fingers. Vielleicht wird man so, wenn man unter lauter Kollegen aufwächst: Meret Becker ist die Tochter der Schauspieler Monika Hansen und Rolf Becker, wuchs aber mit ihrem Bruder Ben Becker, dem Schauspieler, bei ihrem Stiefvater auf, dem Schauspieler Otto Sander. Für ihre Rollen wurde sie schon mit dem Bayerischen und dem Deutschen Filmpreis, dem Grimme-Preis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet, sie ist zweifellos eine der besten Schauspielerinnen des Landes. Zuletzt war sie in Oskar Roehlers Kinofilm Quellen des Lebens zu sehen, im Moment dreht sie unter der Regie von Dominik Graf einen München-Tatort.

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Kommentare

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Kommentar:

  • Markus Müller (0) Diese Frau erscheint mir oft so unwirklich und wunderbar wie eine Fee.
    Selten hat mich jemand so bezaubert,beeindruckt und beeinflußt.
    Danke Meret.
  • Martin Kindt (0) Dafür dass die Dame bereits 1069 geboren wurde, hat sie sich aber verdammt gut gehalten