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aus Heft 28/2016 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Rick Astley

Fotos: Alfred Steffen

Rick Astley im Interview ohne Worte über sein Comeback, die Achtzigerjahre und die schlimmste Begleiterscheinung des Popstar-Daseins.




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Geboren
6. Februar 1966 in Newton-le-Willows, England
Beruf Sänger
Ausbildung Schlagzeug und Saxophon in Jugendband
Status Rick ’n’ Roll     


Jetzt, wo uns nicht einmal mehr Karottenhosen schrecken, kann auch Rick Astley zurückkommen. 50 heißt sein gerade erschienenes Album, 50 ist er inzwischen selbst und wirkt tiefenentspannt. Er sagt von sich: »Ich war nie cool und werde es auch nie sein.« Und man weiß ja, dass einer, der sich selbst cool findet, es sicher nicht ist. Rekapitulieren wir: Mitte der Achtzigerjahre kam ein milchgesichtiger Junge aus einer Arbeiterfamilie in Manchester nach London, unterschrieb einen Vertrag mit der Hitfabrik Stock/Aitken/Waterman, kochte Tee für alle, sang den vom Produzententrio geschriebenen Hit Never Gonna Give You Up (was wirklich allerschlimmste Plastikmusik war) und wurde Millionär. Das gefiel Astley, er war ja nach London gegangen, um berühmt zu werden. Doch als seine Freunde anfingen, ihn anders zu behandeln, als er nur noch von Show zu Show hetzte, statt seine Tochter aufwachsen zu sehen, gefiel es ihm nicht mehr. Mit 27 setzte er sich zur Ruhe, ging auf Elternabende und lief bei Schulfesten mit anderen Vätern, zum Beispiel Mick Jagger, um die Wette. 2001 versuchte er schon mal ein Comeback, mit selbst geschriebenen Liedern. Er freute sich, dass ihn, sobald er die Bühne verließ, niemand mehr erkannte. So wäre es ihm auch diesmal am liebsten.

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