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Frauen 19. Dezember 2016

Körperwelten

Von Patrick Bauer  Foto: Markus Jans

Die Historikerin Barbara Duden forscht darüber, wie der weibliche Körper von Zeitgeist, Politik und Medizin fremdbestimmt wurde - und was daraus folgt.



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Die Zwillingsschwestern Barbara und Alexa Duden, geboren 1942, sahen sich zum Verwechseln ähnlich. Und doch unterschieden sie sich von Geburt an auch äußerlich: Alexas linker Arm war stark verkürzt, sie konnte nicht richtig greifen. Auch ihr linker Fuß war beeinträchtigt. Man sagte damals, sie »schrägelt«. 

Aber diese Beeinträchtigung der Zwillingsschwester, erinnert sich Barbara Duden heute, spielte in der Kindheit überhaupt keine Rolle: »Alexa war eben so und ich so. Sie war unglaublich witzig und fröhlich und aufgeweckt. Etwas langsamer zwar als ich bei allem, aber in der Dorfschule wurden ohnehin alle Klassen zusammen unterrichtet, und da gab es auch andere Kinder, die ein bisschen seltsam waren, das kümmerte niemanden.«

Die Schwestern wuchsen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Bayern auf, am Schliersee. Beim Großvater, einem Sohn des berühmten Sprachforschers Konrad Duden. Die Eltern und die beiden Brüder lebten über das ganze Land verteilt, aber Barbara Duden sagt: »Es fehlte uns an nichts in dieser Mädchenidylle. Wir hatten uns. Schliefen in einem Bett. Trugen die gleichen Kleider.«

Die Historikerin und Frauenrechtlerin Barbara Duden hat wie keine andere über den Frauenkörper im Wandel der Geschichte geforscht und aufgezeigt, wie er von Zeitgeist, Politik und Medizin fremdbestimmt wurde. »Wir wehrten uns dagegen, dass Männer über unseren Körper bestimmten.«

Im großen Interview mit dem SZ-Magazin erzählt sie nun, wie ihre eigene Kindheitsidylle durch die Voraussage eines Mediziners schlagartig zerstört wurde. Wie sie kurz darauf ihre Schwester bei einem tragischen Unfall verlor. Und warum dieser Schicksalsschlag ihre Arbeit bis heute prägt.

Das Interview mit Barbara Duden lesen Sie hier mit SZ Plus:



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