Die siebeneinhalb schönsten Elvis-Songs
Elvis ist ein Star, dessen turbulente Biographie mitunter das überschattet, was ihn ursprünglich berühmt gemacht hat: seine Musik. Heute wäre er 75 geworden, deshalb werfe ich einen Blick auf meine siebeneinhalb Lieblingssongs von Elvis, wobei der Schwerpunkt nicht auf den Hits liegt, sondern auf Perlen und Entdeckungen.
Von Johannes Waechter
Heute wäre Elvis 75 geworden, und im Netz kursieren, neben vielen Würdigungen des großen Mannes, etliche Elvis-Listen. Bei Spinner habe ich 75 Gründe gefunden, warum wir Elvis immer noch lieben, im Britannica-Blog hat ein Experte 75 Bits of Elvisiana gepostet, auch eine Liste mit 75 Dingen, die wir noch nicht über Elvis wussten, haben findige Experten zusammengestellt. (Bei Sony Music erscheint derweil, wenig einfallsreich, ein Sampler mit 75 Elvis-Hits.)
Ich freue mich über jede ernst gemeinte Elvis-Würdigung, finde aber, dass heute nicht all die tausendmal erzählten Geschichten im Mittelpunkt stehen sollten, sondern vielmehr die Musik. Viele glauben, Elvis zu kennen, aber er hat über 800 Songs aufgenommen, und in diesem gigantischen Werk verbergen sich etliche Perlen, die nicht so bekannt sind, wie sie sein sollten. Hier nun also meine 7,5 Lieblingslieder von Elvis, wie immer streng subjektiv und diesmal mit besonderem Augenmerk auf vielleicht weniger bekannte Titel; außerdem empfehle ich mein Interview mit der deutschen Rock’n'Roll-Band The Baseballs, in dem vor allem Elvis’ Filmschaffen diskutiert wird.
1. “Blue Moon of Kentucky”
Mein Lieblingstrack von den Sun Sessions, weil er sinnbildlich für Elvis’ Genialität steht: Wie der damals erst 19-jährige Sänger aus diesen Bluegrass-Song einen R&B-Track macht, zeugt von einem überragenden musikalischen Gespür.
2. “Paralyzed”
Neben “Don’t Be Cruel” und “All Shook Up” hat Otis Blackwell für Elvis auch diese Rockabilly-Perle geschrieben.
3. “Young And Beautiful”
Für mich eine der schönsten Balladen von Elvis, vom Soundtrack des Films “Jailhouse Rock”.
4. “Reconsider Baby”
Diese Lowell-Fulsom-Nummer stammt vom Album Elvis Is Back!, das kurz nach seiner Entlassung aus der Armee aufgenommen wurde und als eines seiner stärksten Werke gilt. So bluesig klang Elvis selten!
5. “I’m Gonna Walk Dem Golden Stairs”
Elektrisierende Gospel-Nummer vom Album His Hand In Mine, das ebenfalls 1960 erschien. Im Verständnis von Elvis’ Liebe zur Gospelmusik liegt meines Erachtens ein Schlüssel zu seinem Werk.
6. “Let Yourself Go”
Elvis’ Filmsongs werden gerne übersehen, aber auch dort finden sich tolle Nummern, wie dieser Song aus dem Film Speedway von 1968.
7. “Long Black Limousine”
Unglaubliche Ballade vom Comeback-Album From Elvis In Memphis. “Nie hat Elvis leidenschaftlicher gesungen”, sagte Popguru Greil Marcus über diese Nummer.
7,5. “Queenie Wahinie’s Papaya”
Elvis hat nur sehr wenige Duette gesungen. Wenn überhaupt, finden sich diese in seinen Filmen. So wie diese Novelty-Nummer aus dem Streifen Paradise, Hawaiian Style, die Elvis zusammen mit Kinderstar Donna Butterworth zum besten gibt.
Welche Songs fehlen auf dieser Liste? Was sind eure Lieblingssongs von Elvis? Ich bin gespannt auf weitere Elvis-Favoriten.
Die Leuchte
Das Modul-Regal
Der Eimer
Der Stapelhocker
20 Jahre
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CUS



14 Uhr 12
“That’s All Right” von den grandiosen Sun Sessions!
14 Uhr 38
Die am intensivsten vortgetragene Nummer von Presley ist wohl zweifellos das Finale des 68er-NBC-Special: “If I can dream”. Bärenstarke Nummer!
15 Uhr 22
Ich mag “I’m a Roustabout”. Wobei ich nicht behaupten kann, ein Elvis-Experte zu sein ;-)
16 Uhr 26
Meine Favoriten sind:
Clean up your own backyard
Rubberneckin’
16 Uhr 31
und natuerlich Elvis’ Beatles-cover “Something”, da bekommt man Gaensehaut und seine Dylan-covers.
Elvis ist halt einfach genial
17 Uhr 00
@ N
Stimmt, seine Dylan-Versionen sind grandios. Dylan hat ja mal gesagt, dass ihm keine Coverversion eines seiner Lieder so viel bedeutet wie Elvis’ Version von “Tomorrow Is A Long Time”. Viele Grüße!
19 Uhr 12
Aus dem 68er Comeback Special “Baby what you want me to do”. Elvis und seinen Musikern spielen hier “unplugged” mit so viel Groove, dass es einen sofort mitreisst. Absolut klasse!
21 Uhr 59
@Johannes Wächter:
Es war “Don’t think twice, it’s allright”, das Dylan so sehr schätzte!
22 Uhr 45
Wie Sie schon schreiben, finden sich wirklich viele, viele grandiose Aufnahmen in Elvis`Werk. Eine klasse Nummer ist etwa Polk salad Annie, die er ab dem Vegas-Engament Februar 70 in den 70-igern sehr häufig im Live-Programm hatte.
Ein sehr schöner Gospel ist auch ” Stand by me” vom How Great thou Art -Album oder eine tolle Version von “Danny Boy”. Einfach ein genialer Sänger: authentisch und leidenschaftlich in den unterschiedlichsten Musikgenres.
23 Uhr 18
ich steh auf “too much monkey business”
00 Uhr 16
Gerade der späte Elvis war ein ganz großer Performer. “It’s impossible”, “Let me be there” oder auch die “American Trilogie”. Toll.
07 Uhr 31
Gelungene Auswahl, mal abgesehen von dem musikalischen Sondermüll “Queenie Wahinie’s Papaya”. Die Göre ist grausam, der Film sein schlechtester überhaupt und der Soundtrack für die Tonne. Vermutlich sein schlechtestes Album überhaupt. Elvis 1965 am Tiefpunkt.
Hier noch ein paar Vorschläge:
Mystery Train (1955) natürlich. Letze SUN-Single und Quintessenz seiner ersten beiden Jahre.
Suspicious Minds (1969). Quintessenz der 69er Memphis Sessions. Sein bester Song? Gut möglich.
It Hurts Me – 1964 als B-Seite der Filmnummer Kissin’ Cousins verheizt. Blue Eyed Soul vom feinsten.
Too Much (1956) – Meine Fresse, rockT das Ding. Was für ein Backbeat. Und dann das genial verhauene Solo von Scotty Moore. Klassiker.
How The Web Was Woven (1970) – Hammerballade der 70er vom seinem Album That’s The Way It Is. Anhören, Fresse halten.
I Really Don’t Want To Know (1970) – Weiterer gigantischer Titel von seinem ’71er Country-Album.
Susan When She Tried (1975) – Feine Country-Nummer aus einem beachtenswerten Album (Elvis TODAY), das auch die Hammer-Nummern T-R-O-U-B-L-E, And I Love You So, I Can Help und Green, Green Grass of Home bietet.
20 Uhr 38
Bewegende Auswahl. “Long Black Limousine” ist wirklich so grandios gesungen, dass man fast düstere Vorahnungen mithören möchte. Auch der Hinweis auf Elvis Presleys große Liebe für Gospelmusik trifft den Nagel auf den Kopf. Das wird, glaube ich, bei uns gerne verdrängt, weil die Stilmittel dieser Musik immer sehr eng am Kitsch sind. Doch es war diese Innigkeit und Transzendenz der Musik, um die es ihm immer gegangen ist, auch und gerade in den letzten, bizarr umnachteten Jahren.
17 Uhr 48
hr. wächter lag beim ersten anlauf richtig, es war und ist tomorow is a long time, welches dylans am meisten schätzte…
auswahl ansonsten ganz gut, es gäbe natürlich noch mehr gutes material…