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Das Musikblog von Johannes Waechter

SZ-Diskothek  14 Kommentare

Das große Dylan-Quiz

Bob Dylan wird 70, und kaum eine Zeitung lässt sich die Chance entgehen, den großen Mann aus diesem Anlass zu feiern. Ich stimme allen Elogen hiermit ausdrücklich zu, habe mich jedoch entschieden, Dylan und seine Musik diesmal auf etwas andere Weise zu beschreiben - mittels eines Quiz' mit 25 Fragen, in denen es auch um die bizarren Seiten seiner Karriere geht. Viel Vergnügen!

Von Johannes Waechter

Seinen ersten Auftritt hatte der 16-jährige Robert Zimmerman mit einer Band namens The Shadow Blasters in der Aula der High School von Hibbing, Minnesota. Auf dem Höhepunkt des denkwürdigen Gigs passierte folgendes:





In seinem berühmten New York Times-Artikel vom September 1961 beschrieb der Kritiker Robert Shelton den damals noch völlig unbekannten Bob Dylan als eine ...





Im Lauf der Jahre hat Dylan immer wieder angedeutet, mit seinem berühmtesten Song gar nicht besonders zufrieden zu sein. Was sagte er genau, um sich von „Blowin’ In The Wind“ zu distanzieren?





In seiner Autobiographie Chronicles überraschte Dylan mit dem Bekenntnis, sich Anfang der Sechziger intensiv mit zwei deutschen Autoren beschäftigt zu haben. Es handelte sich um ...





Als Bob Dylan zum ersten Mal den Beatles-Song "I Want To Hold Your Hand" hörte, war er gerade im Auto unterwegs. Was passierte als nächstes?





Im Juli 1964 lernte Bob Dylan beim Newport Folk Festival Johnny Cash kennen, den er seit seiner Kindheit bewunderte. Cash war wiederum selbst ein Fan von Dylan und dessen Songs. Was geschah, als sich die beiden in einem Hotelzimmer endlich begegneten?





Im Februar 1965 wurde Dylan in einer Fernsehshow gefragt, was seine Botschaft sei. Die Antwort:





In einer Szene aus dem Dokumentarfilm Don’t Look Back erklärt Dylan einem Reporter, dass er nicht nur besser singen könne als der große Enrico Caruso, sondern auch ...





Eines der legendärsten Dylan-Interviews erschien im Januar 1966 im Playboy. In dem über weite Strecken satirisch gemeinten Gespräch fabuliert Dylan wild drauflos und behauptet unter anderem, er wolle ...





Eine Szene des unveröffentlichten Dokumentarfilms Eat The Document zeigt, wie Bob Dylan und John Lennon im Fond eines Autos herumfahren. Er habe nun schon alles vor der Kamera gemacht, klagt Dylan, da bleibe ihm nur noch eines übrig, nämlich ...





Während seiner turbulenten Tour im Jahr 1966 hatte Dylan immer wieder mit feindseligen Zwischenrufen des Publikums zu kämpfen. Als sich Konzertbesucher in Paris darüber beschwerten, dass er so lange fürs Stimmen seiner Gitarre brauchte, schlug er den Leuten vor, in der Wartezeit ...





Während der Basement Tapes-Sessions nahmen Dylan und seine Musiker von The Band im Lauf des Jahres 1967 über hundert Songs auf, darunter viele Coverversionen. Zu den ungewöhnlichsten Titeln gehörte ein Kinderlied, das auf Deutsch folgenden Titel trägt:





Nachdem Dylan 1970 mit seiner Familie zurück nach New York gezogen war, begann der selbst erklärte "Dylanologe" A. J. Weberman, in seinem Müll zu wühlen und ihn am Telefon zu belästigen. Um den nervigen Fan zu stoppen, tat Dylan folgendes:





Entnervt vom Ruhm und Erfolgsdruck, suchte Dylan 1971 nach Möglichkeiten, der Popwelt zu entkommen. So erwog er, für ein Jahr ...





Bei den Proben für den zweiten Teil der Rolling Thunder Revue im Frühjahr 1976 testete Dylan seine Fähigkeiten als Zirkus-Artist. Er übte sich im ...





Was sagte Bob Dylan zu Bruce Springsteen, als sich die beiden Mitte der Siebziger zum ersten Mal begegneten?





Im Frühjahr 1979 hatte eine Dylan eine Vision, die ihn zum Christentum bekehrte. Wo genau begegnete er Jesus?





Während seiner Gospel-Tour im Herbst 1979 überraschte Dylan sein Publikum mit minutenlangen Ansprachen, in denen er die Bibel interpretierte und gegen die Sünden der Welt wetterte. Eine besonders gewagte Prophezeiung machte er beim Konzert in Tempe, Arizona. In circa fünf, spätestens aber in zehn Jahren werde ...





Im Sommer 1980 schrieb Dylan "Every Grain Of Sand", einen seiner schönsten, tiefsten Songs. Auf der in Dylans Heimstudio entstandenen Demo-Aufnahme ist allerdings ein Fremdgeräusch zu hören. Welches?





Im Dezember 1985 füllte Bob Dylan den Fragebogen der Zeitschrift Spin aus – das erste und bisher letzte Mal, dass er so etwas getan hat. Bei welchem historischen Ereignis wäre er ausweislich dieses Dokuments gerne dabei gewesen?





Ebenso interessant ist der Gegenstand, den er sich laut des Spin-Fragebogens zum Valentinstag wünschte. Was war es?





Einen der bizarrsten Fernsehauftritte seiner Karriere absolvierte Bob Dylan Ende der Achtziger bei der jüdischen Wohltätigkeitsveranstaltung Chabad Telethon. Auf welchem Instrument begleitete er ein altes rumänisches Volkslied?





Anfang der Neunziger stylte Bob Dylan seine Lockenpracht mit Hilfe einer dafür eigentlich gar nicht vorgesehen Flüssigkeit. Laut Aussage seines damaligen Gitarristen handelte es sich um ...





In seiner Radiosendung "Theme Time Radio Hour" offenbarte Bob Dylan eine Vorliebe für eine bestimmte Art von Witzen. "I don't condone these jokes, I just repeat them in the public interest", sagte er über ...





Im Frühjahr 2009 geschah etwas auf Bob Dylans Grundstück in Malibu, mit dem er seine Nachbarn gegen sich aufbrachte. Was genau war die Ursache für deren Ärger?







Foto: William Claxton

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Kommentare

  • Volker

    Ui – ganz schön schwer. Das tut der Geburtstagslaune aber keinen Abbruch. Freue mich schon sehr auf das Hamburgkonzert.
    Bei all den vielen (auch halbgaren) Artikeln über Dylan, eine tolle Idee mit diesem Quiz! Danke Johannes.

    Spannend sind die Bedeutungen die Dylan für viele Menschen hat. Für mich war er u.a. immer der Tröster. Ein Begleiter in guten und vor allem auch schlechten Zeiten.

    Gruß
    Volker

  • aluxx

    wow, nicht mal 50% gewusst, echt anspruchsvolles teil.
    insofern klasse! und mit den links auch noch ein instrument zur dylanologischen wissensvertiefung…
    dylan fährt mir mit einer unmenge seiner songs immer noch in mark und bein. scorseses überlanges portrait NO DIRECTION HOME habe ich mir gestern abend im BR zum vierten mal angetan. die musikalische, poetische und persönliche intensität, die dieser mensch vor allem 1963 bis 1967 in der ganzen welt verbreitet hat, ist mit nichts zu vergleichen.
    überdies gibt es keinen künstler, bei dem es so sinnlos ist, einen best-of-mix anzugehen. man würde wahrscheinlich ein 10-cd-set produzieren müssen und würde trotzdem wieder puristen-empörung ernten.
    ein großes chapeau zum 70., mr zimmerman!

  • Anne Elk

    Holla, das war echt schwer…
    I did not expect the Spanish inquisition! ;)
    Vorher dachte ich noch, ich würde ein bißchen über Mr. Dylan wissen. –
    Danke für die Zusammenstellung.
    Leider kann ich nicht angemessen mitfeiern,
    aber vielleicht kann ich zumindest ein Glas Rotwein auf ihn heben!
    Cheers!!!
    … and: “Eat!”

  • nobse

    Lieber Johnny,
    großer Spaß, mehr gelernt als gewußt! Freue mich schon auf das Quiz in fünf Jahren und glücklicherweise werden ja auch heute noch gelegentlich kleine Verschrobenheiten aus des Meisters Privatleben bekannt, z. B. die Anekdote, in der zwei übereinandergezogene Regenmäntel eine Rolle spielen.
    Im Übrigen: Mainz?

  • Johannes Waechter

    @ Nobse
    Ja, Bobs Garderobe — das ist ein weites Feld, da bleibt noch viel Stoff für die Zukunft. Mainz diesmal nicht, bin gerade schlecht abkömmlich … Viele Grüße!

  • dominix

    Sehr schön, aber…

    die Szene mit der Stirn auf der Motorhaube kenne ich im Zusammenhang mit Eric Burdon und seiner ” elektrischen” Version von There is a House…, das Dylan davor noch akustisch aufgenommen hatte, nicht im Zusammenhang mit dem Beatles-Song… Habe ich recht?

  • Johannes Waechter

    @ Dominix
    Meine Quelle ist Clinton Heylin, in seiner Bio Behind The Shades ordnet er die entsprechende Szene dem Erstkontakt mit den Beatles zu. Wobei nach so vielen Jahren die Grenzen zwischen Fakt und Mythos wohl eher fließend sind. Viele Grüße!

  • dominix

    Mein Mythos kommt von da daher: http://www.zeit.de/kultur/musik/2011-05/eric-burdon.

    Vielleicht ist der Meister aber auch öfter bei Radio aus dem Auto ausgestiegen und hat interessante Sachen gemacht ;-) Viele Grüße

  • Michael Zoeller

    Ich habe das Video zu Chabad Telethon mehrfach gesehen und kann mich nicht erinnern, dass bei den Stücken eine Querflöte zum Einsatz kommt. Dylan spielt allerdings Blockflöte.

    http://www.bangitout.com/uploads/20bob_dylan.jpg

  • Johannes Waechter

    @ Michael Zoeller
    Er spielt zuerst Querflöte, danach Blockflöte. Während er Querflöte spielt, hält er die Blockflöte bereits in der Hand, was ziemlich seltsam aussieht. Das Video ist online zu finde. Viele Grüße.

  • die Flaneuse

    B. Dylan wird schlicht überbewertet was daran liegen mag dass seine ihn vergötternde Generation inzwischen an den Schalthebeln der Meinungsbildung sitzt. Als Zeitikone zweifellos in der Geschichte angekommen, musikalisch schlicht gruselig. Insider wie z.Bspl. Joan Baez, Marianne Faithfull zeigen das Bild eines Menschen der von Anfang an ein einziger Fake war. Musiker wie Jerry Garcia, Donald Fagen, Jim Morrison, Neil Young empfinde ich als um Längen authentischer und leider ewig gerne übersehen. Nun ja… eine wehmütige Morgen-Betrachtung meinerseits… Grüße

  • Ändy

    Fornever young. Happy Birthday Bob

    http://www.youtube.com/user/Andyoutupe#p/u/0/Npm-e6nA92I

  • Presseschau 24.05.: Es gibt kein Entkommen : ByteFM Magazin

    [...] zurechtgefühlt” für den Tagesspiegel. Johannes Waechter hat sich entschieden, für das sz-magazin Dylan und dessen Musik anders zu beleuchten: er hat ein Quiz mit 25 Fragen zusammengestellt, um [...]

  • Ulrich Jaszmann

    Happy birthday Mr. Dylan und vielen Dank für das amüsante Quiz!
    Habe leider total versagt(10Punkte)! Das Dylan musikalisch schlicht gruselig ist,
    ist dem persönlichen Geschmack geschuldet, dass jedoch Baez und Faithfull hier
    zitiert werden, ist einfach falsch. Sei es drum, its Not dark yet, but it!s getting there. Schöne Grüße aus Wuppertal, wo am Freitag eine gute Dylan-Party läuft.
    Auf nach Mainz! Grüsse