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aus Heft 48/2008 Essen & Trinken 1 Kommentar

Im Namen des Katers

Beten bringt nichts. Was also hilft wirklich gegen Kopfweh und Übelkeit am Tag nach dem Trinken? Wir haben die Frage ein für alle Mal mit einem Fachmann geklärt.

Von Lars Reichardt (Interview)  Foto: Niko Schmid-Burgk



SZ-Magazin: Je stärker der Alkohol, desto größer der Kater am Morgen – richtig?
Dr. Peter Schleicher:
Stimmt. Aber die Zahl der Schnäpse ist auch ganz entscheidend. Meine Mutter ist Wirtin in der Oberpfalz und hat einen Stammgast, der jeden Abend zwölf Klare trinkt. Ein paar Kartenspieler trinken zwölf, 14 Bier, jeden Tag, unglaublich. Die haben wahrscheinlich einen Dauerkater. Natürlich werden die nicht sehr alt.

Sie sind Immunologe und gelten in München als Katerspezialist. Wie viele unterschiedliche Katerarten kennen Sie denn?
Genauso viele, wie es Arten von minderwertigen Beistoffen in den unterschiedlichen Alkoholika gibt. Mit Ausnahme von Wodka, der gar keine Beistoffe hat und deswegen in der Homöopathie sogar als leberfreundlich gilt, als einzige Alkoholart.
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Wodka ist besser verträglich als Whisky?
Ja.

Von Champagner soll man auch keinen Kater bekommen.
Vielleicht ist der Champagnerkater etwas sanfter, ich weiß es nicht, ich trinke keinen Champagner. Aber neben den Beistoffen kommt es beim Kater ja auch auf die Stärke der Ausschwemmung durch den Alkohol an. Bier etwa ist extrem kohlenhydrathaltig, fördert das Verquellen des Gewebes, erzeugt mehr Lymphstau, daher der schwere Kopf.

Von Bier bekommt man eher einen Kater als von Wodka?
Natürlich. Schauen Sie sich nur einmal die unterschiedlichen Trinkertypen an: Der kubanische Rumtrinker ist dürr und neigt zur Leberzirrhose, während der bayerische Bierdimpfl eher verquollen ausschaut, grobporige Haut hat und von der Fettleber geprägt wird.

Wen also mag der Kater lieber? Den Kubaner oder den Bayern?
Den Bayern, weil er lymphatische Stauungen und große Elektrolytverschiebungen hat.


(Lesen Sie auf der nächsten Seite: Die besten Tipps, um einem Kater aus dem Weg zu gehen.)

Kommentare

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  • Klaus F. Weber (1) Aufgrund langjähriger Karibik-Erfahrungen kann ich die Papaya, gern auch geschärft mit Pfeffer und geriebener Muskatnuss, als Krallenzieher nur bestätigen. Das bei weitem wirksamste Mittel aber ist "coconut water" (s. a. Harry Belafonte: "Coconut Woman") aus der frisch aufgeschlagenen grünen Kokosnuss - und die jelly (mit dem "local spoon") gleich noch hinterher. Killt jeden "hangover" im Handumdrehn und lässt die Sonne noch einmal so hell strahlen!