aus Heft 02/2009 Gesellschaft/Leben 14 Kommentare
Wenn Frauen sich mehr trauen
Seite 4
Von Kerstin Greiner und Susanne Schneider Illustration: Onur Erbay
Wenn Frauen Frauen lieben: The L Word. US-amerikanische Serie, die 2006 auch im deutschen Fernsehen zu sehen war.
Greta Garbo, Marlene Dietrich, Virginia Woolf. Zu schön für die Überzeugungen der Siebzigerjahre. Aber als in den Achtzigern Androgynität schick wurde, entdeckte man diese Frauen neu als lesbische Ikonen. In den Neunzigerjahren dann begann sich, ausgehend von den USA, das Bild der Lesben zu wandeln. Zeitschriften wie Vanity Fair oder das New York Magazine entdeckten den »Lesbian chic«; die Frauen sahen attraktiv aus, ihr Leben war nicht stereotyp.
Sharon Stone spielte die erste neue, schöne Lesbe in Basic Instinct. Zwei Gründe nennen Soziologen für den Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung von Lesben: Zum einen waren in den USA bis zu Beginn der Neunzigerjahre Frauen in Führungspositionen sehr selten. Und erst seitdem sie dort angekommen sind, können sie selbstbewusst und laut sein, auch selbstbewusst lesbisch. Zum anderen durch die Wahl Bill Clintons zum US-Präsidenten 1992. Der Mief der Reagan-Jahre ging zu Ende, die Atmosphäre wurde im Lauf der Jahre immer liberaler. Schon bald wurden angebliche Lesbenbands wie Tatu gecastet, Britney Spears und Madonna küssten sich bei der Verleihung der MTV-Awards 2003, und im Video Schrei von Tokio Hotel sieht man knutschende Mädchen. Die Marketingstrategen haben das Ein-bisschen-Lesbisch-Sein längst als Marktlücke entdeckt.
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Agnes, 25, Studentin aus München, lebt seit fünf Jahren mit ihrer Freundin zusammen. Ihre Augen sind mit Kajal umrandet, die dunklen Haare zum Zopf gebunden, sie steht auf die Sängerinnen Pink und Melissa Etheridge.
»Ich denke, wenn Lesben schön, unabhängig und erfolgreich sind und offen ihre lesbischen Beziehungen leben – dann ist das auch irgendwie politisch. Mich stört es überhaupt nicht, dass immer mehr Frauen die Liebe zu Frauen ausprobieren und sich nicht in das klassische Geschlechterbild quetschen lassen – auch wenn es nur für kurze Zeit ist: Dann haben wir Lesben eine größere Auswahl, und das ist doch nicht schlecht, oder? Die Szenen sind heute so gemischt, ich lerne häufig Heterofrauen mit Bi-Erfahrungen kennen, habe auch viele Heterofreunde, bei denen ich mich nicht verstellen muss. Obwohl ich beispielsweise nicht gern mit meiner Freundin an der Bushaltestelle rumknutsche, wenn alte Leute oder Familien zusehen, kann man schon sagen: Heute ist im Großen und Ganzen alles unverkrampfter. Wir haben es als Lesben in vielen Dingen leichter als noch vor dreißig Jahren: Mein Coming-out mit 19 war bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten unproblematisch, meine Eltern und Geschwister akzeptieren das, meine Freundin sitzt bei uns am Weihnachtstisch. Wir haben heute andere Probleme, über die wir uns Gedanken machen: auf welche Art und Weise wir Kinder bekommen wollen, zum Beispiel.«
Heute gilt als selbstverständlich, was lang verpönt war: schön sein, unpolitisch sein, switchen oder lesbisch sein und trotzdem Kinder haben. Das zählte Jahrzehnte zu den Denkverboten in der Lesbenszene, denn die einzige Möglichkeit, Kinder zu bekommen, hieß: Beischlaf mit dem Feind. Seit die künstliche Befruchtung immer bessere Erfolge erzielt, sehen viele Lesben überhaupt keinen Widerspruch mehr darin, beides zu sein: Lesbe und Mutter, auch wenn sie einen Sohn zum Mann großziehen sollten. Der Sexualforscher Volkmar Sigusch sagt: »Lesben sind in der Homosexuellenbewegung immer hinterhergehinkt, haben den Schwulen und den Transvestiten den Vortritt gelassen. Jetzt aber haben sie plötzlich eine Vorreiterrolle, was Lockerheit betrifft und den Mut, einfach mal was auszuprobieren.«
Alles hat sich sehr entspannt, vieles ist normal geworden, wer hätte das gedacht.
Foto: ap
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18 Uhr 35
Ich bin durchaus politisch und habe deswegen selbst einen Text zum Thema Bisexualität bei Frauen verfasst:
http://femininelesbians.wordpress.com/20...
14 Uhr 55
Sicherlich gebe ich Recht bezüglich der Feindlichkeit die Heteros, in unserer ach so `modernen und toleranten`Zeit entgegen gebracht wird, dass ist in der Tat schlimm genug, dass eine solche Borniertheit auf diesem Planeten heutzutage noch existiert.
Aber da sieht man eher den Kleingeist den die Menschheit im Grunde ihres Herzens ausmacht.
Dennoch der Artikel verdient nicht verurteilt zu werden und ihn in eine Schublade zu pressen, hier sollte eher die Toleranz walten und akzeptiert werden, dass es lesbische Frauen gibt, die ihr Leben mit einer Frau im Alltag bis an ihr Lebensende bestreiten wollen, in allen erdenklichen Phasen -
es aber auch Frauen gibt, die sich die Freiheit rausnehmen, zu experimentieren, sich selbst entdecken und Schrittweise ihrem selbst Näher kommen zu wollen.
Kann man da einen RotStift ansetzen und etwas verurteilen?
Sich keiner Blockade hingeben zu müssen, sondern dem Geist freien Lauf zu lassen und sich aus dem Alltag zu flüchten, etwas Neues, Anderes zu erfahren, auszuprobieren. Erfahrungen sammeln, Horizonte erweitern und Grenzen verschieben.
Seine eigenen Geschichten zu schreiben und das Leben, das oft genug einer Tristess zum Opfer fällt, neue Geschichten hinzuzufügen.
Warum also immer mit erhobenem Zeigefinger etwas angehen, als es einfach mal zu genießen und die Kritik sich mal, um es freundlich auszudrücken `gelinde in den Arsch zu stecken`
Wo haben eigentlich in dieser Welt noch Träume platz? Eben dort wo die Menschen etwas zu sagen haben, Dinge auf den Punkt bringen und andere nicht im Keim zu ersticken, seine Meinung kunt tun, aber dennoch nicht mit einer Brechstange durchs Leben ziehen.
Warum sollen wir nicht eine temporäre Liebelei zu lassen, ohne gleich lesbisch werden zu müssen, ok, dann bin ich Bi, aber bin ich das wirklich, nur weil ich mal mit mehr als einer Frau Sex hatte, dennoch weiß das ich lieber mit einem Mann zusammen sein möchte?
Die Kunst Toleranz zuzulassen ist schwer, es gibt für viele leider nur schwarz oder weiß, aber lasst auch solche Menschen/Frauen wie uns leben, die nur temporär Bi sind...
02 Uhr 42
ich unterstelle ihnen aber, dass sie entweder nicht richtig recherchiert haben, oder die recherchierten fakten einfach nicht in ihrem artikel verwendet haben, weil es nicht zu ihrer these passte – alles bestens bei den lesben. ich habe eine vermutung, worauf sie in ihrem artikel hinaus wollten. allerdings hätten sie bei ihren recherchen feststellen müssen, dass der text so nicht funktionieren kann, denn er suggeriert eine normalität, die de facto nicht existiert.
es mag ja sein, dass immer mehr frauen ihrer lust und neugierde freien lauf lassen und viel unkomplizierter auch sex mit einer frau haben. schön, dass man das heute in unseren breitengeraden so offen leben kann. dafür sind übrigens mit die frauen für verantwortlich, die in ihrem text so wunderbar durch die klischeemühle gedreht werden.
aber ich bezweifle auch sehr stark, dass nach dem ach so unkomplizierten ausprobieren mit einer frau der nächste schritt zu einem bekennenden leben mit einer frau im berufs- und alltagsleben auch so lustig und unverkrampft ist.
vermitteln sie bitte nicht den eindruck, als ob die zeiten von diskriminierung, beleidigungen und gewalt gegenüber homosexuellen vorbei sind. im gegenteil. ich weiß nicht, ob sie sich die mühe gemacht haben und recherchiert haben, was z.b. in berlin los ist. man muss nämlich gar nicht so weit gucken und mit dem finger aufs ausland zeigen. homophobie und gewalt gegenüber lesben und schwule passiert vor unsere aller haustüren. erst im oktober wurde ein lesbisches paar in berlin zusammengeschlagen. und das berliner antigewaltprojekt maneo hat für das jahr 2008 über 300 gewaltangriffe gegenüber schwule registriert. ich glaube, es ist alles andere als alles in ordnung.
mich ärgert vor allem, dass in einem so renommierten und viel gelesenen magazin wie das „süddeutsche zeitung magazin" solch ein oberflächlicher und unreflektierter text veröffentlich wird. mit der aktuellen situation von schwulen oder von frauen, die frauen lieben, mit frauen ihr leben teilen, mit frauen kinder haben wollen oder haben, mit frauen den alltag bestreiten und mit frauen den lebensabend bis zum tod verbringen, hat ihr vermittelter eindruck gar nichts, aber auch gar nichts zu tun! schade, dass die zeilen im magazin nicht dafür genutzt wurden, um zu schreiben, wie es wirklich um das leben von lesben und schwulen in diesem und in anderen ländern steht.
21 Uhr 52
PS: warum soll man eigentlich nicht lebenslang eine Partei wählen, wenn sie das überzeugendste Programm hat?
14 Uhr 54
1. Unklarer Fokus: In dem Text werden unterschiedlich Phänomene zu einem großen Brei zusammengerührt, die einfach nicht zusammengehören: a) Show-Knutschen a la Madonna und Britney b) Bisexuelle c) ganz normale Lesben, die nach ihrem Coming Out und eventuell nach Hetero-Beziehungen dauerhaft lesbisch leben d) Lesben, die sich betont feminin geben
2. Unzulässige Verallgemeinerungen: "Lesben sind nicht mehr als solche zu erkennen.....dafür Make-up und Stöckelschuhe und Schmuck und enge Hosen". Ja natürlich gibt es diese L-Word Lesben, und wahrscheinlich mehr als vor 15 Jahren, aber es sehen eben nicht alle Lesben so aus. Genausowenig hatten "früher" alle Lesben Seemannsgang und kahlrasiertes Haar und öffneten das morgendliche Stützbier mit der Augenhöhle. Ehrlich!
3. Die Behauptungen und Schlussfolgerungen sind teilweise...sagen wir "wild". Z.B. Zitat: “Und die neuen Lesben sind völlig frei vom politischen Männerhass vergangener Tage, denn sie wissen: Sich für immer auf eine sexuelle Richtung festzulegen ist so altbacken, wie sein Leben lang die gleiche Partei zu wählen.“
Das hieße also übersetzt: Früher hassten die Lesben Männer, weil Lesben ihr Leben lang lesbisch waren. Heute sind die frischbackenen Lesben nur noch Lesben auf Zeit. Deswegen hassen sie keine Männer mehr. Wer hier Logik findet, darf sie behalten.
4. Nonsens-Experten-Zitate: Sexualforscher Sigusch: "Fast alle dieser Frauen, die sich eine Auszeit mit einer anderen Frau nehmen, sind später wieder mit einem Mann zusammen." Eine Tautologie (Ja! Ich bin eine erfolgreiche, coole, komische, kluge Lesbe, ich kann auch Fremdwörter!). Das Wort Auszeit besagt ja schon, dass man danach wieder zum Alten (hier wörtlich, haha) zurückkehrt. Der schlaue Forscher müsste auch noch sagen: „Fast alle der Frauen, die sich dauerhaft fürs Lesbischsein entscheiden, sind später nicht wieder mit einem Mann zusammen.“
Ich würde den Artikel nicht als absichtlich homophob bezeichnen, und würde das den Autorinnen auch nicht unterstellen wollen. Aber der Text ist einfach mal wenig sachkundig und setzt daher mehr Irrtümer über Lesben in die Welt, als dass er Einsichten verschafft.
14 Uhr 43
Worauf wollen Sie eigentlich hinaus?
Im ersten Teil Ihres Textes werten Sie zunächst die vom 'politischen Männerhass' geprägten, seemannsgängigen, stoppeligen, unbeschmuckten, offenbar nicht 'schönen' und 'klugen' (sondern hässlichen und dummen?) lesbischen Frauen der 70er und 80er ab. Keine 'Traumfrauen der männlichen Vorstellung' - richtig. Ist dies, die männliche Vorstellung, der Maßstab für weibliche Schönheit?
Im zweiten Teil wiederum erwähnen Sie wohlwollend den Kampf dieser Frauen gegen die Vergewaltigung in der Ehe, gegen den Brustkrebs, für Frauenhäuser. Glauben Sie im Ernst, diese Frauen hätten seinerzeit irgendetwas erreicht, wenn sie lipglossiert und auf Konsens getrimmt mit ihren Schildchen (pink umrandet?), das Gucci-Täschchen unterm Arm, umhergezogen wären? Glauben Sie, irgendein Politiker hätte mehr als ein Schmunzeln übrig gehabt?
Wenn die Beziehung zwischen zwei Frauen für Sie lediglich aus konfliktlosem Blümchensex, Zuhören und gemeinsamem Einparken besteht, dann hätten Sie vielleicht Frauen befragen sollen, die sich wirklich damit auskennen. Vielleicht wären Sie dabei auch darauf gestoßen, was auch heute noch und zunehmend wieder die Diskriminierung durch einen Arbeitgeber bedeutet, die entwürdigenden Kommentare männlicher Heranwachsender beim Anblick händchenhaltender Frauen, die Benachteiligung gleichgeschlechtlicher Paare bei der Adoption, im Steuerrecht, in der Sozialversicherung etc.
Nein, es ist nicht hipp, mit einer Frau zusammen zu sein, weder in einer Augenblicksgeschichte und schon gar nicht ein Leben lang. Auch eine Anne Will ist noch längst nicht da angekommen, wo Sie sie in Ihrem Artikel sehen. So lange die Internet-Foren nach deren Coming Out überquollen von Kommentaren à la 'Ihre Sexualität interessiert mich nicht, sie soll einen guten Job machen!' oder 'Lesbischsein ist doch nichts besonderes mehr, die will sich nur wichtig machen!' - Sehr tolerant, was will man mehr? meinen Sie nun sicherlich - so lange darf eine lesbische Frau offenbar nicht einem Boris Becker und vielen anderen gleich ihre sexuelle Orientierung nach außen tragen. Warum nicht?
'Sich für immer auf eine sexuelle Richtung festzulegen ist so altbacken, wie sein Leben lang die gleiche Partei zu wählen.'
No comment. Ist besser so.
14 Uhr 14
Und was ich zu eurem Artikel schrieb, hier: http://eurout.org/node/613
Better luck next time!...hoffe ich zumindest.
14 Uhr 10
Ich glaube, dass sich die Verteilung der sexuellen Orientierung in der Gesellschaft (ob man das jetzt hetero, homo und bi oder anders nennen möchte) in den letzten Jahrtausenden nicht wirklich geändert hat. Was sich geändert hat, ist der gesellschaftliche Umgang damit. Wenn heutzutage mehr Frauen zu ihren bisexuellen Erfahrungen stehen, dann deshalb, weil sie es dürfen.
Unterscheiden sollte man vielleicht doch auch noch zwischen den Party-Küssen, die betrunken und zum Spaß ausgetauscht werden, und einer echten Verliebtheit, auch wenn sie nur vorübergehend und vielleicht (bisher) einmalig ist. Immerhin ist Nele aus Hamburg erst 25 und da kann noch viel passieren.
Vielen Dank im Übrigen den Autorinnen für de Verfestigung der Klischees (Lipstik-Lesbian, Kampflesbe etc.), gegen die wir so mühsam ankämpfen. Auch eine langhaarige Lesbe, die selten Makeup trägt und viele männliche Freunde hat, kann politisch aktiv sein.
14 Uhr 05
Es ist gefährlich, wenn es zum 'Common Sense' wird, dass man Lesben nicht ernst nimmt, oder auch Frauen allgemein. Dabei öffnet man weit die Türen für seelische und körperliche Gewalt und ebenfalls zum Entziehen von Rechten.
Habt ihr in letzter Zeit mal die internationalen Nachrichten verfolgt?
BBC wagt es eine Chart-Show auszustrahlen ("Most Annoying People 2008" ) in der sich ein BBC-Moderator zusammen mit einem Ex-Pornostar darüber ereifert wie "Hackfressen" (und damit meinen sie ein Lesbenpaar) sich gegenseitig kriegen und wie gern sie auf die beiden ejakulieren würden. Das ist nationales Fernsehen zur besten Sendezeit! Und selbst nach Protesten von einigen Zuschauern, Politikern und LGBT-Gruppen weigert sich BBC 1. die Wiederholungen umgeschnitten zu senden und 2. sich zu entschuldigen.
Warum auch? Ist doch nichts dabei, sind doch nur Lesben, hm?
Mehr dazu: http://eurout.org/node/592
Oder schauen wir rüber nach Frankreich, wo regierende Politiker wie zum Beispiel Christian Vanneste vor der Kamera sagen, dass Homosexuelle Bürger zweiter Klasse sind. Bzw. Gerard Longuet es witzig findet, dass man versucht Pädophilie zu bekämpfen aber gleichzeitig Homosexuellen mehr Rechte zusprechen will.
Was danach passiert ist? Sie wurden angezeigt von LGBT-Gruppen und das Oberste Gericht hat sie freigesprochen mit der Begründung, dass das zur "Meinungsfreiheit" gehört.
http://eurout.org/node/393
Wie auch anders, geht doch nur um Homosexuelle, hm?
Das ist es was passiert, wenn man anfängt einen Fehltritt nach dem anderen stillschweigend zu dulden.
Die nächste Konsequenz ist dann, dass es natürlich keinen Grund gibt Homosexuellen die gleichen Rechte zuzusprechen wie Heterosexuellen. Schließlich spricht der 'Common Sense' ja dagegen. Die Meinung der Menschen, die keinen einzigen Homosexuellen persönlich kennen, dafür aber jeden Tag mit homophober Propaganda in den Medien zugepumpt werden.
Letzte Woche wurde in San Francisco eine lesbische Frau von 4 Männern gemeinschaftlich vergewaltigt. Öffentliche Organisationen sagen sie wären wenig überrascht über diese neuen Hassattacken, da ja kürzlich Prop8 in Kalifornien durchgewählt wurde und Gewalt gegen Minderheiten immer zunimmt nach öffentlichen Entscheidungen gegen die Rechte dieser. Die Menschen fühlen sich halt einfach noch mehr in ihren Vorurteilen bestärkt.
Es fängt nur damit an, dass ein Mann z.B. in einer Bar versucht bei dir zu landen, auch nachdem du ihm mehrfach freundlich gesagt hast, dass du lesbisch und deswegen auch so gar nicht interessiert bist.
Wir befinden uns in einer äußerst angespannten Zeit in Bezug auf Homosexuellen-Rechten und das auf der ganzen Welt.
Artikel, wie dieser hier, dramatisieren die Lage, denn sie unterstreichen noch einmal ganz öffentlich und ungeahndet, dass man "Menschen wie uns" nicht ernstzunehmen hat.
Grüße,
Sandra - Chief Editor auf eurOut.com
11 Uhr 17
(..)Ist dieser Artikel denkbar "Schwule brauchen heute gar nicht mehr schwul und tuntig sein. Das abgeknickte Handgelenk ist Vergangenheit. Jetzt haben auch wieder Heteras die Chance, einen echt schönen Mann ins Bett zu kriegen, weil Schwule das nicht so genau nehmen mit dem Sex." oder "Es gibt gar keine Heteros. Die Heteromänner blasen auch gerne mal den besten Freund."(..) -zitat einer gleichdenkenden.
dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen..
..und schon bin ich wieder abgemeldet.