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aus Heft 22/2017 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Wolfgang Bosbach

Fotos: Tibor Bozi

Der CDU-Politiker und Rechtsanwalt Wolfgang Bosbach im Interview ohne Worte über das Leben mit fünf Frauen unter einem Dach, seine Jurorenarbeit bei der Miss-Germany-Wahl 2016 und die Beziehung zu Angela Merkel.



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Geboren
11. Juni 1952 in Bergisch Gladbach
Beruf Politiker und Rechtsanwalt
Ausbildung Jurastudium
Status Rebel with a cause.

Wenn der Tag zur Neige geht und der Fernsehabend beginnt, schickt die CDU am liebsten Wolfgang Bosbach auf den Platz, zum verbalen Freundschaftsspiel mit Markus Lanz oder Anne Will, in dem jeder den Ball will, aber keiner den anderen wirklich umsäbelt, um ihn zu kriegen. Bosbach beherrscht das Spiel wie kaum ein Zweiter: Was Mats Hummels für Bayern München, ist er für die Union, charmant, wortgewandt und kritisch - gern auch gegenüber der eigenen Mannschaft. So hat sich der Experte für Inneres, der früher Rechtsanwalt und ganz früher Filialleiter eines Supermarktes war, in den vergangenen Jahren mit lautem Zweifeln an der Politik der Parteichefin Angela Merkel den Status des selbstbewussten Abweichlers erstritten. Der Spiegel bezeichnete ihn als »Quälgeist der Kanzlerin«. Nachdem sich Bosbach 2013 die Spitze noch mit Jürgen Trittin, Peter Altmaier, Thomas Oppermann und Sahra Wagenknecht teilen musste, war er 2014 und 2015 häufigster Talkshow-Gast, bevor er im letzten Jahr von Wagenknecht abgelöst wurde. Da Bosbach, unter anderem wegen einer Krebserkrankung, in diesem Jahr nicht mehr für den Bundestag kandidiert, fürchten manche einen Kritiker weniger auf dem Platz. Dafür steht dann einer mehr am Spielfeldrand.
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