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aus Heft 32/2017 Hotel Europa

»Sir Adam« - Amsterdam, Niederlande

Von Gabriela Herpell 

Endlich ein Aufzug, in dem Small Talk unmöglich ist - denn im Hotel »Sir Adam« in Amsterdam läuft in den Fahrstühlen laute Musik. Dazu gibt es Plattenschränke zur Selbstbedienung, Konzertposter über dem Kopf und ein bemerkenswertes Restaurant.

Das Hotel »Sir Adam« ist modern: rohe Betonpfeiler in der Lobby, Panoramafenster in den Zimmern.
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Das Motto des Hauses ist »Musik«, und das ist nicht zu übersehen. Retro-Plattenspieler und Retro-Vinylplatten auf allen Zimmern. Klassiker oder Oldies, wie man’s nimmt: Percy Sledge. Ike & Tina Turner. Mothers Finest. Eine Collage aus alten Konzertpostern über dem Kopfende des Bettes: Bob Dylan, Donna Summer, Pink Floyd. Musik in den Aufzügen, in jedem eine andere Richtung, Elektro, Disco, ziemlich laut, dazu die passenden Lichteffekte. Man kann sich also nicht unterhalten, aber das ist in Aufzügen ja sowieso eher anstrengend. Im Foyer Plattenschränke, aus denen man sich andere Musik fürs Zimmer leihen kann, falls der eigene Geschmack nicht getroffen wurde. Warum das alles? Das »Sir Adam« (Adam steht für Amsterdam Dance and Music) befindet sich in einem Wolkenkratzer, in dem vor allem Musikfirmen residieren. Ein Turm mit Groove also. Er steht auf kolossalen Betonpfeilern, auf dem Dach dreht sich ein überdimensionales Restaurant, drumherum Brachland – der Norden Amsterdams steht erst kurz davor, entdeckt zu werden. Die Vorreiter sind Ateliers, eine Kunsthochschule, das Filmmuseum. Dabei ist es nicht weit vom alten Stadtkern, man muss nur übers Wasser, und die Fähren fahren alle paar Minuten. Dementsprechend schön ist der Blick aus den der Stadt zugewandten Zimmern. Einziger, nicht ganz kleiner Nachteil: Man kann die Fenster nicht öffnen. Sie sind bodentief, ohne Absturzsicherung.

Sir Adam
Overhoeksplein7
NL-1031 KS Amsterdam
Niederlande
Tel. 0031/20/215 95 00
DZ ab 175 Euro


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