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aus Heft 34/2017 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Dirk Stermann und Christoph Grissemann

Fotos: Paul Kranzler

Das Satiriker-Duo im Interview ohne Worte über schlechte Witze, rechten Populismus und darüber, wie man es auch nach 27 Jahren noch miteinander aushält.



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Geboren
7. Dezember 1965 in Duisburg (Stermann, auf dem Foto rechts), 17. Mai 1966 in Innsbruck (Grissemann)
Beruf Satiriker-Duo
Ausbildung Abgebrochenes Studium der Geisteswissenschaften (beide)
Status Sinnsaboteure

Als Dirk Stermann 1987 von Düsseldorf nach Wien zog, war das wegen einer Frau und eines Studiengangs ohne Zulassungsbeschränkung. Gelandet ist er bei Christoph Grissemann. In einer Jugendredaktion des ORF lernte sich das deutsch-österreichische Kabarettistenpaar kennen und ist bis heute nicht auseinanderzukriegen. Im Radio, im Fernsehen, auf der Bühne, Stermann und Grissemann sind Humorberserker, die um der Pointe willen gern auch mal die Schmerzgrenze niederreißen. Dafür werden sie geliebt, dafür werden sie gehasst. Der Zauber ihrer Late-Night-Show Willkommen Österreich liege in deren unfassbarer Ambitions­losigkeit, hat Grissemann mal gesagt. Dort haben sie mit einer Nummer über das Begräbnis des Rechtspopulisten Jörg Haider einen Riesenskandal ausgelöst. Boden- und ­niveaulos? Ja. Schreiend komisch? Auch. Sich ein Vierteljahrhundert lang gegenseitig auszuhalten, ist für sich schon ein Verdienst, dabei recht durchgängig erfolgreich zu sein, noch mehr. Aber selbst coole Hunde werden nicht jünger und müssen zusehen, dass Tonalität und Erscheinung noch Hand in Hand gehen. Die Programme der mittlerweile über fünfzigjährigen Männer sind so gut wie immer ausverkauft, diese Kurve scheinen sie also gut genommen zu haben.
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