Anzeige

PromiLeaks

Life is a beach. Der ironische Seitenblick auf Stars und Sternchen

PromiLeaks  Keine Kommentare

Million Dollar Baby

Beyoncé, Jay-Z und andere Promi-Eltern lassen sich die Ankuft ihres Kindes einiges kosten.

Von Michaela Haas


(Jay-Z und Beyoncé. Foto: afp)

Als Baby Blue Ivy vor zwei Wochen zur Welt kam, blickte sie auf vier Flachbildfernseher, Mahagoniewände und in mattem beige gehaltene Designersofas. Schusssichere Fenster hielten Terroristen und Fans von ihr fern.

Anzeige

Andere Eltern streichen vielleicht das Kinderzimmer, bevor der Nachwuchs kommt und hängen ein  buntes Mobile auf. Einen ganzen Krankenhausflügel für die Geburt renovieren zu lassen, mag etwas übertrieben erscheinen, aber für Superstars gehört das zur Geburtsvorbereitung wie der Presskurs.

Das Lenox Hill Krankenhaus in Manhattan renovierte angeblich seine gesamte Geburtsabteilung für 1,3 Millionen Dollar vor der Ankunft von Blue Ivy Carter, dem Kind von Beyoncé, 30, und Jay-Z, 42, (der eigentlich Shawn Carter heisst). Zwar dementierte der Krankenhaussprecher, Frank Danza, die Luxus-Suite sei extra für Beyoncé umgebaut worden. Sie sei nur zufällig die erste, die die neuen Gemächer benutzen durfte. Aber die aufgebrachten Normaleltern, denen Beyoncés Bodyguards angeblich den Zutritt zur Intensivstation verwehrten, wo ihre Frühchen lagen, haben trotz aller Dementis angekündigt, sie wollen das Krankenhaus verklagen.

“Sie haben das Krankenhaus benutzt, als gehörte es ihnen, als ob alle anderen unwichtig seien”, schimpfte der frischgebackene Vater Neil Coulon, 39, im amerikanischen Fernsehen. Er sagt, er habe seine Zwillingsfrühchen nicht sehen dürfen, weil die Krankenhausflure geschlossen wurden, wenn sich die Superstars über die Gänge bewegten. “Alle Eltern machen eine stressige Zeit durch. Diesen Zirkus da zu veranstalten, bloß weil jemand ein Superstar ist, ist unfair.”

Dabei sind Promigeburten eine boomende Industrie. 30 Milliarden Dollar setzen amerikanische Krankenhäuser mit Geburten um, meldet das Time Magazin diese Woche. Fast jedes Krankenhaus hat VIP-Gemächer, in denen Stars vor der Geburt all das in Anspruch nehmen können, was sonst nur Fünf-Sterne Hotels offerieren: Vom Gourmetkoch über Bodyguards bis zum Baby-Stylisten und Fotografen.

Laut Time gibt es im Cedars-Sinai in Los Angeles Geburtssuiten mit 24-Stunden-Personal für etwa 3,800 Dollar pro Nacht. In Manhattan können Reiche im Mount Sinai Hospital für 4,000 Dollar pro Tag mit Blick auf den Central Park gebären.
Für Beyoncé und Jay-Z hat sich die Investition schon gelohnt: Ivy Blue Carter schreibt bereits Geschichte, denn sie ist die Jüngste, die es jemals in die Billboard Charts geschafft hat: Jay-Z baute das Geschrei seiner Tochter in seinen neuen Song ein. Jay-Z beschreibt in B.I.C. seine bisher größte Schöpfung: “Baby, you’re magic.”

Zwar hätte man sich schon denken könnten, dass das Baby von Beyoncé und Jay-Z rappend aus dem Bauch kommt, aber ein so rasanter Start ihrer Musikerkarriere ist dann doch wieder überraschend.

Kommentare

Noch keine Kommentare