SZ-Magazin: Herr Iwueze, Sie sind US-Amerikaner, ursprünglich kommen Sie aus Texas. Warum machen Sie auf Instagram Videos über deutsches Essen?
Emeka Iwueze: Ich lerne Länder immer gern über das Essen kennen. Seit 2023 reise ich um die Welt – und habe dabei in Marokko meine deutsche Freundin kennengelernt. Sie kommt aus Nordrhein-Westfalen, im April bin ich nach längerer Fernbeziehung zu ihr gezogen. Seitdem reise ich durch Deutschland und probiere so viele Spezialitäten wie möglich. Und ich liebe das deutsche Essen!
Auf Ihrem Instagram-Kanal haben Sie bereits mehr als 125 Videos gepostet, in denen Sie regionale Spezialitäten von Weißwurst über Quarkkäulchen bis hin zu Labskaus probieren. Wie finden Sie heraus, was Sie in einer Region oder Stadt probieren wollen?
Mittlerweile bekomme ich sehr viele Nachrichten und Kommentare unter den Videos. Menschen schreiben mir, was ich wo unbedingt probieren muss, wenn ich in ihre Stadt komme. Als nächstes fahre ich wegen der vielen Tipps nach Baden-Württemberg, um mehr schwäbisches Essen zu probieren – Käsespätzle, Zwiebelrostbraten und Maultaschen zum Beispiel. Manchmal frage ich ChatGPT, aber das macht zu viele Fehler: Es bringt Gerichte und Regionen durcheinander, schlägt Restaurants vor, die überhaupt nicht in der Region liegen, oder Spezialitäten, die es in der Stadt nicht gibt. In Trier war alles falsch, bis auf Flieten – frittierte Hähnchenflügel. Auf jeden Fall möchte ich immer etwas Neues entdecken und auf keinen Fall in einer deutschen Stadt in ein amerikanisches oder chinesisches Restaurant oder so etwas gehen. Ich will regional essen.
