Halt mich

Manchmal schläft Beth monatelang – sie leidet am seltenen Dornröschen-Syndrom. Ihr Freund Dan setzt sich dann trotzdem jeden Tag an ihr Bett. Die Geschichte einer Liebe, in der die Zeit relativ ist.

Beth mag es nicht, wenn Dan um 22 Uhr das Licht löscht. Sie fürchtet immer, am nächsten Morgen nicht aufzuwachen. Aber Patienten mit Dornröschen-Syndrom nutzt ein fester Schlafrhythmus.

Foto: Jon Shard 

Und dann kam der Novembertag, an dem Beth sich am Mittag aufs Sofa legte und schlief. Als es dämmerte, die tea time rückte näher, ging Janine in die Küche und stellte Wasser auf. »Möchtest du auch eine Tasse?«, rief sie ins Wohnzimmer hinein. Stille.

»Beth?« Was war nur los mit ihr? Seit Tagen ging das so, Beth kam aus der Schule und legte sich aufs Sofa: kein Facebook, kein Kichern, kein Leerfuttern des Kühlschranks, auch kein »Mama, ich geh shoppen« – nur Sofa. Schwächte sie immer noch die Mandelentzündung? Die war doch eine Woche überstanden.

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