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aus Heft 02/2017 Ein Interview ohne Worte

Was können Sie, was Manuel Neuer nicht kann?

Fotos: Axel Martens

Der Handballtorwart Andreas Wolff über seinen Gesichtsausdruck zum »Gegner auffressen«, exklusive Torwart-Verletzungen und was er besser kann als Manuel Neuer. 



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Geboren:
3. März 1991 in Euskirchen
Beruf: Handballtorwart
Ausbildung: Fachabitur
Status: Guter Fang

Als die deutsche Handball-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr zur Europameisterschaft antrat, hatte sie ein paar lausige Jahre hinter sich und galt als Außenseiter. Das Team holte überraschend den Titel. Wenn es nun am 13. Januar bei der Weltmeisterschaft in Frankreich sein erstes Spiel gegen Ungarn bestreitet, sind die Erwartungen hoch. Und je weiter die Mannschaft im Turnier kommen sollte, desto mehr fühlen sich die Deutschen als Handballnation. Fußball? War da was? Was auch fast jeder Laie weiß: Beim Handball ist der Torhüter der mit Abstand wichtigste Mann auf dem Platz. Im EM-Endspiel gegen Spanien hielt Andreas Wolff unfassbare 48 Prozent der Bälle, ein echt harter Hund, »wohin die Spanier auch warfen, Wolff war schon da«, sagte seinerzeit einer seiner Mitspieler. Wolff weiß die wenigen Tage der Euphorie nach einem solchen Triumph gut einzuordnen, er weidet sie aus, gibt Interviews, macht Selfies. Dann kommen ja wieder Alltag, Kraftraum, Gewichte stemmen, Bundesliga, Würfe des Gegners analysieren. Und das bundesdeutsche Synonym für Torwart lautet dann auch wieder Manuel Neuer. Wolff spielt Handball, seit er fünf Jahre alt war. Sein neuer Verein, THW Kiel, gilt als der FC Bayern unter den Handballvereinen.

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