Ein interessanter Unterschied zwischen meinem Vater und mir besteht in der Tatsache, dass ich meine Uhr nicht mehr stellen muss. An meinem Handgelenk befindet sich eine Smartwatch, sie stellt sich selbst und geht immer richtig. Mein Vater hingegen stellte seine Uhr jeden Abend um acht – und nicht nur seine. Bereits vor acht Uhr lagen seine Armbanduhr und die meiner Mutter neben der Junghans-Uhr auf dem Wohnzimmerschrank. Um acht Uhr ertönte der Gong der Tagesschau. Der Vater stellte alle drei Uhren auf acht, dann nahm er im Sessel Platz.
Wie glücklich macht Sie dieser Text?
In den Nachrichten geht es neben Informationen inzwischen auch viel um Emotionen. Für unseren Kolumnisten fühlt sich das seltsam an.

Illustration: Dirk Schmidt